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Mittwoch, 3. August 2011

Was ich mir von einem Bonuscache wünsche

Er ist wie das Tüpfelchen auf dem „i“ oder das Sahnehäubchen auf dem Kaffee: Der Bonuscache zum Abschluss einer längeren Runde, für den man die zur Ermittlung der Koordinaten notwendigen Daten Cache für Cache auf der Runde gesammelt hat.

Nur manchmal ist so ein Bonus kein reines Vergnügen und verwischt den guten Eindruck von einer schön gestalteten Cache-Runde. Ein paar Grundsätze sollten für einen Bonuscache schon beachtet werden.
Weil jeder, der einen Cache auslegt das ja nach seinen eigenen subjektiven Empfinden macht und so vorgehen kann, wie er sich das vorstellt, will ich meine Vorstellungen – obwohl Weihnachten und Geburtstag noch weit sind – als meine ureigenen Wünsche formulieren und vielleicht ein bisschen zum Nachdenken anregen.

Ein gemuggelter Cache oder ein DNF macht den Bonus kaputt
Es kann ja immer wieder mal vorkommen, dass man einen Cache nicht findet oder dass eine Dose abhanden gekommen ist. Schade, wenn durch den fehlenden Wert aus diesem Cache der Bonus nicht mehr gefunden werden kann. Sinnvoll wäre es, wenn der gleiche Lösungswert daher in mehreren Caches als Hinweis erscheint.

Runen und Morsezeichen habe ich dabei – Internetanschluss nicht immer
Zahlen für den Bonus verschlüsselt als römische Zahlen, ROT-13, Alphabet Reihenfolge oder Handy-Tastatur kann man ja vor Ort noch umwandeln. Seit es die hilfreichen Apps gibt bin ich auch für das Morse- oder Moonalphabet, den Cape-Code oder die Freimaurercodes gewappnet. Das geht aber sicher nicht allen Cachern so.
Wenn man dann aber für die Ermittlung bestimmter Jahreszahlen (davon Quersumme) oder anderer Informationen noch mitten im Wald das Internet braucht, dann setzt es bei mir aus.

Muss denn diese Rechnerei für die Bonuskoordinaten sein?
Wenn man ein paar Stunden auf Tour war, dann ist es angenehm, wenn man die ABC und DEF bei den Bonus Koordinaten schnell und einfach durch die gefundenen Zahlen ersetzen kann. Muss man daraus noch eine größere Rechenaufgabe machen? Eine Angabe [A-C+2xB].[3C-B/2 + 6].[C+3A/B +2] mag für Rechenkünstler und Mysterylöser eine zusätzliche Herausforderung sein – ich finde das unnötig.

Wo bitte ist der Bonus ?
Wanderrunden mit einem Bonus findet man ja nicht immer vor der Haustür. Mitunter ist eine längere Anfahrt nötig und man hat sich ja auch einen Zeitplan für den Tag gemacht. Wenn man dann nach einer Wanderung von 10 bis 15 km den Standort des Bonus-Cache ermittelt hat kommen Zweifel, ob auch alles korrekt ist.. Der Bonus liegt nämlich nochmals 2 oder 3 Kilometer vom eigenen Standort entfernt. Den auch noch zu suchen kann man dann mitunter abhaken und die Lust dazu kann einem vergehen.
Bei einem organisch aufgebauten Rundkurs sollte es doch möglich sein, das Sahnehäubchen nahe bei der Kaffeetasse zu verstecken, ideal auf dem Weg vom letzten Cache zum Parkplatz seines Cachemobils.

Ein Micro als Bonus ?
Caches der Regular-Größe gehören mehr und mehr zu einer seltenen Species. Man hat heute ja häufig Probleme für eine Coin oder einen TB einen passenden Cache zu finden. Das scheint ein Trend zu sein. Ich kann mit Filmdosen oder Petlingen im Wald ganz gut leben. Nur mit Nanos an diesen Locations – auch schon gefunden - habe ich meine Probleme.
Ein Bonuscache sollte aber doch nicht unbedingt ein Cache sein, der als Filmdöschen oder Petling nur Platz für Namen und Datum auf einem Logstreifen hat. Zum Abschluss einer Tour will ich schon mehr in ein Logbuch schreiben und je nach Publikumsverkehr auch einen TB oder eine Coin droppen.

In der D / T Wertung bleiben
Eine nette Runde mit einer bei allen Caches durchgängigen Difficulty von vielleicht 2,0 und einer Terrainwertung von bis zu 3,0 ist absolviert, der Standort des Bonuscaches errechnet und was sieht man vor Ort: Der Cache hängt irgendwo oben in einem Baum und übersteigt den D / T Wert der Runde gewaltig. Das empfinde ich nicht als besonders originell und fair.
Der Bonus sollte von der D / T Wertung sich schon irgendwie in die Werte der Runde einpassen.

Sicher gibt es noch eine Reihe ähnlicher Kriterien. Ich will auch nicht den Oberlehrer spielen … aber Wünsche darf man doch äußern – oder?