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Sonntag, 10. Juli 2011

GeoWoodstock IX in Warren ist nur noch Erinnerung

Jedes GeoWoodstock hat seinen ureigenen Charakter und die veranstaltende Gruppe versucht das "eigene" GeoWoostock durch die angebotenen Programme und sonstigen Events zu etwas Besonderem zu machen. Das ist auch der kleinen Gruppe der Kinzua Cachers bei der Organisation des GeoWoodstock IX in Warren, Pennsylvania gelungen. Ein Cacher aus dem Organisationsteam hat mir erzählt, dass sich die anfangs etwa 20 Cacher starke aktive Organisationsgruppe im Laufe der Vorbereitungen auf knapp die Hälfte reduziert hat. Mit einer großen Zahl von Volunteers haben sie ein aus meiner Sicht beachtliches Event mit über 3.000 Teilnehmern durchgezogen, auch wenn einiges anders war als beim GW VII in Buckle Bell,TN und GX VIII in Carnation, WA.

Bei Buckle Bell war Nashville nicht weit und von Carnation fuhr man in rund 30 Minuten nach Seattle um den Duft der Großstadt zu erleben. Bei Warren dagegen war man im "hinterland" und fernab einer grösseren Stadt. Landschaft pur im Nordwesten von Pennsylvania mit dem nahe gelegenen Allegheny National Forest mit seinen Trails, dem Kinzua Damm und den vielen verstreuten Häusern, Farmen und kleinen Dörfern.
Die deutsche Community war wieder mit etwa 25 Cachern präsent, auch wenn - wie üblich - nur ein Teil sich zum Gruppenphoto versammelte. Da viele Amerikaner in Pennsylvania deutsche Wurzeln haben oder in Heidelberg oder K-Town (Kaiserslautern) bei der Army waren, gab es immer Anknüpfungspunkte für nette Gespräche. In Warren und näherer Umgebung gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Motels und Restaurants, so daß man neben den üblichen Zufallstreffen bei Cachelocations automatisch immer wieder auf Event-Teilnehmer gestossen ist. Das war das familiäre an diesem GeoWoodstock IX.

Was mir am Eventgelände fehlte war eine zentrale Anlaufstelle. In Buckle Bell gab es das mehrere Fußballfelder große Gelände mit Heuballen und den Ständen der diversen Anbieter rechts und links vor einer großen Bühne mit Band. Auch auf der Remlinger Farm in Carnation war das ähnlich aufgebaut. In Warren fand das Event auf einem Gelände mit Holzhallen statt, wo sonst die "County Fair" und andere Veranstaltungen organisiert werden. Da zerlief sich dann manches und der Mittelpunkt fehlte. Das hätte man aber kaum anders organisieren können.
Neben den üblichen Ständen mit GPS, Coins, Pathtags und Geocaching Ausrüstung gab es auch einige profesionelle Anbieter von Pizza oder speziell Eiscreme, die an diesem Tag wohl ein gutes Geschäft gemacht haben. Über 30 Grad C und eine hohe Luftfeuchtigkeit machten einem schwer zu schaffen und auch der Getränkekonsum beim professionellen Caterer war in dieser Größenordnung vielleicht nicht kalkuliert.
Slush nennt sich eine Saftmischung unterschiedlicher Geschmacksrichtungen, die kurz vor dem Gefrierpunkt steht und die man mit dem Strohhalm langsam einsaugt. Wenn man zu forsch und zu schnell rangeht, dann meint man das ganze Hirn würde explodieren. Langsam genossen ist es bei der Hitze aber ein richtiger Genuss.
Während der Boss ja auf der Festung in Ulm weilte - Deutschland ist mit etwa 30 % Anteil ein wichtiger Markt für Groundspeak - musste sich der arme Signal den ganzen Tag mit wem und wie auch immer fotographieren lassen. Es grenzt schon an Sadismus, sich genüsslich an einem Slush nuckelnd mit dem schwitzenden und schweißtriefenden Signal ablichten zu lassen.
Was haben sie sich sonst noch einfallen lassen?
Ein Logbuch in Form eines langen dicken Holzbretts gehalten von zwei Holzbären, Die Landkarten, in die man seinen Herkunftsort pinnte oder das Event-T-Shirt mit individueller TB-Nummer, die bei GC aktiviert werden kann. Diese wandelnden Travelbugs scheinen in Mode zu kommen.
Die härteste Version dieser TBs ist das am Oberarm eintätowierte Logo mit TB-Nummer.

Ein registrierter und freundlich mit dem Schwanz wackelnder Teilnehmer mit bisher immerhin 134 finds - davon 1 FTF - war Mr.B.Baggins. Ein hübscher Kerl mit Privatnamen Bilbo, der seine Registrierung stolz den ganzen Tag herumtrug. Weitere Fotos gibt es im Geowoodstock Official Blog oder auf der Eventseite selbst zu sehen.
Beim 10. Geowoodstock geht es "back to the roots", zurück an den Ort, wo alles begann. In Sellersburg, Southern Indiana wird am 26. Mai 2012 das GeoWoodstock X abgehalten. Der Ort liegt nur etwas 20 Minuten vom Louisville International Airport, Kenntucky entfernt und ist gut erreichbar. Ein Vorteil für die US-Cacher, aber nicht unbedingt für die deutschen Teilnehmer, da hier die Eventteilnahme meist in eine Urlaubsreise eingepackt wird. Louisville selbst hat etwa 18.000 Hotelzimmer und hat in diesem Bereich dann auch nicht die Engpässe wie in Warren.
Mit der Anmeldung für das in 320 Tagen stattfindende Event kann man sich also Zeit lassen.
Auch der alte VW Bus, der anscheinend seit der Flower-Power Zeit auf Achse ist, wird es noch bis Sellersburg schaffen.

Sonntag, 3. Juli 2011

Ein Mega-Event ohne eigene Geocoin?

Ist ein Mega-Event ohne eigene Geocoin wie eine Kuh ohne Fahrrad?

Es hat sich bei den Organisatoren von Mega-Events eingebürgert, dass passend zum Event eine eigene Geocoin geschaffen wird. Meist ist sie schon in der Plastiktüte für die Teilnehmer gemeinsam mit entsprechendem T-Shirt und sonstigen Gimmicks, die man als Gegenwert für seine Teilnahmegebühr bei der Registrierung bekommt, enthalten.
Für die veranstaltende Gruppe ist die Coin ein Finanzierungsfaktor, denn mit dem Überschuss aus Herstellungskosten und Verkaufspreis kann man Finanzierungslücken schließen und das finanzielle Risiko des oft umfangreichen Beiprogramms abpuffern.
Für die Teilnehmer scheint das Gemeinschaftserlebnis eines Events mit meist 1000 und mehr Cachern – für manche auch das Mega-Icon – das wichtigere Argument, bei so einer Veranstaltung teilzunehmen. Wegen der Coin macht sich wohl niemand auf den Weg zu einem der immer häufiger stattfindenden Mega-Events.
Trotzdem gehört die Event-Coin einfach dazu und ist eine schöne Erinnerung an nette Kontakte und Erlebnisse, an freundschaftliche Gespräche und unvergessliche Stunden und Tage beim Event oder der Pre- und After-Tour auf Anreise oder Heimfahrt. Im Gegensatz zu anderen gekauften „Standardcoins“ ist sie mit vielen eigenen Erlebnissen verknüpft und so ein Anker, der Erinnerungen wach werden lässt.
Die Gruppe der Organisatioren geben sich dabei mit einfachen runden Coins nicht zufrieden. Der Kreativität sind dabei wenig Grenzen gesetzt. Beim Geowoodstock VII in Bell Buckle, Tennesse war es ein 77 mm lange und 24 mm hohe "Coin", die den Umrissen von Tennessee nachempfunden war. Nur der kleine Berggipfel als Hinweis auf die Appalachian fällt etwas aus dem Rahmen. Und so wie der Staat selbst – was wir aus einem bekannten Song ja wissen – ist die Rückseite in einem intensiven Grün.
Für das GeoWoodstock VIII in Carnation, Washington in der Nähe von Seattle haben die Macher versucht, einen Totempfahl mit den traditionellen Motiven der im dortigen Gebiet ansässigen First Nations als Coin zu gestalten. Dies ging bis in die Farbwahl für diese Coin.
Erfreulicher Weise hat man sich bei der Größe der Coin aber nicht an den Proportionen der bis zu 30 m hohen Totempfähle gehalten. Das hätte dann schon zu Problemen bei der Aufbewahrung geführt.


Beim GeoWoodstock IX in Warren, Pennsylvania, das am 2. Juli 2011 stattfand, ist man wieder zur Form einer traditionellen runden Coin zurückgekehrt. Eine Neuerung gab es auch: Die T-Shirt, meist in etwas gewöhnungsbedürftigen Farben, die am Rücken mit den Namen und Logos aller Sponsoren geschückt sind - man kommt sich vor wie eine Litfass-Säule - sind jetzt auch mit einer Trackingnummer versehen und bei Geocaching.com als Travelbug logbar.

Nur die wenigsten dieser Coins werden jemals auf Reisen geschickt. Die meisten bleiben - aktiviert oder nicht aktiviert - als für den Besitzer wertvolle Erinnerungsstücke in der eigenen Sammlung, die man nicht nur an trüben Novembertagen herausholt, um sich mit den damit verbundenen Erinnerungen sein Gemüt zu erwärmen.

Samstag, 18. Juni 2011

Intercourse in USA - mit Bild

Was der Titel verspricht wird das Posting kaum halten, sofern da Erwartungen geweckt worden wären.
Intercourse ist ein 1.600 Seelendorf im Lincoln County, Pennsylvania im Herzen des "Amish Country". Da fahren die Amischen oder die "Pennsylvania Dutch" noch mit ihren Pferdekutschen und leben als Nachfahren der kleinen christlichen Minderheit, die im 18. und 19. Jahrhundert aus Deutschland eingewandert ist - fast wie zur Zeit der Einwanderung.
"Dutch" kommt von "Deitsch" und das Pennsylvania Dutch errinnert noch an die Herkunft aus dem süddeutschen Raum. Ein Pfälzer könnte sich fast in seinem Heimatdialekt mit ihnen verständigen. Wenn ein Amish stolz behauptet: "Mir halde Mittwochs 10:00-12:00 im Kempton die Deitsch Vorschul (die Schieler sinn vum 2 bis 4 Yaahre alt). Der Unnericht iss ganz uff Deitsch", dann wird ein Pfälzer anerkennend nicken, während manch anderer an seinem Sprachverständnis eher zweifeln wird.
In Intercourse und der Umgebung wurde the Witness oder Der einzige Zeuge gedreht. In den einfühlsam inszenierten Film um dem Jungen Samuel Lapp, der als einziger einen brutalen Mord beobachtet hat und von John Book (Harrison Ford) vor den Mördern, die ihn beseitigen wollen, erfolgreich beschützt wird, kann man viel zur Amish-Kultur und ihrer Lebensart lernen. Für acht Oscar wurde er 1986 nominiert, zwei hat er auch erhalten. Die Amischen waren allerdings nicht so begeistert und kritisierten den Film als Zurschaustellung ihrer Kultur.
Wie kam der Ort Intercourse zu seinem Namen? Manche behaupten, dass die 1754 als "Cross Keys" gegründete Ortschaft, die sich 1814 dann umbenannte den Namen von einem alten Rennkurs herleitet, der als "Entercourse" bekannt war. Im Laufe der Jahre hat sich das dann zur heutigen Bezeichnung abgeschliffen. Wahrscheinlicher ist wohl die Version mit der Kreuzung von zwei Strassen die der Stadt den Namen gaben.
Für die Stadtverwaltung und die Bürger kommt dieser etwas zweideutige Ortsname teuer. Wohl nirgendwo in den USA werden Straßen- und Hinweisschilder so häufig geklaut und als Souvenir mitgenommen wie in Intercourse. Bei den Ersatzkosten von einigen Hundert Dollar hat man sich daher entschlossen, fehlende Schilder nur noch an bestimmten Stellen zu ersetzen.
Mit meinem GPS bin ich auf Strassenschilder ja auch nicht angewiesen um den Ort und die wenigen Caches in Intercourse zu finden.
Vom Intercourse nach Paradise dauert es nur ein paar Minuten. Das ist ja bekannt, wird mancher denken. Ich aber meine den noch kleineren Ort Paradise gerade mal 5 Meilen von Intercourse.

Freitag, 17. Juni 2011

Philadelphia: Statt Independence Hall gleich ins Kittchen

Es gibt Orte, die Geschichte atmen. Die Independence Hall in Philadelphia ist so ein Ort.
Hier saßen sie im Herbst 1774 zusammen, die Delegierten der 13 Kolonien Nordamerikas und forderten den englischen König heraus. Hier wurde diskutiert und gestritten, bis endlich der Brief an ihn - unter Umgehung des britischen Parlaments - formuliert war.
1776 wurde im Versammlungsraum die von Thomas Jefferson ausgearbeitete Unabhängigkeitserklärung unter der Leitung von George Washington verhandelt, am 2. Juli von den 56 Delegierten unterzeichnet und am 4. Juli 1776 von den 13 Gründerstaaten der USA angenommen.
Aber auch die Bill of Rights, die Verfassung der Vereinigten Staaten hatte 1787 ihren Ursprung in der Independence Hall. Es gibt wohl kaum einen Ort, der solch eine historische Bedeutung für dieses Land hat.
Im Versammlungsraum stehen noch die Tische und Stühle so, wie sie beim 1. Kontinentalkongress 1774 angeordnet waren. Im Westflügel kann man das Schreibpult sehen, an dem die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde. John Hancock war der erste, der die Urkunde unterzeichnete und das tat er in extrem großen Buchstaben. Noch heute heißt die Bitte um Unterschrift umgangssprachlich in USA „Please put your John Hancock here!“
Dieses historische Gebäude wollte ich wieder einmal besichtigen. Kostenlose Tickets für geführte Touren gibt es beim Independence Visitor Center

Aber ich war nicht der Einzige, der sich für die Wiege der amerikanischen Nation interessierte oder sich vielleicht auch nur die Schauplätze der auf dem Gelände gedrehten Filme „Vermächtnis der Tempelritter“ oder „Shooter“ anschauen wollte. „Sold out“ und so konnte ich nur die Liberty Bell zu bewundern, die am 8. Juli 1776 erstmalig bei der Verlesung der Unabhängigkeitserklärung auf dem Independence Square geläutet wurde.
Dass John Stow und John Pass sie neu gegossen haben als noch vor der Aufhängung der Originalglocke ein Riss entdeckt wurde, ist ja seit dem Vermächtnis der Tempelritter allgemein bekannt.
Sehr erfolgreich waren sie allerdings nicht, denn inzwischen hat sie einen Sprung fast die halbe Höhe der Glocke hoch. Vielleicht hat man sie bei der Geburtstagsfeier von George Washington 1846 zum letzten Mal doch zu intensiv geläutet. Gestört hat das den guten George sicher nicht mehr, denn der war schon 47 Jahre vorher gestorben.
Wenn es mit der Independence Hall nicht klappt, dann, als Kontrastprogramm lieber gleich ab in Kittchen und dann natürlich in das ehemals teuerste und bekannteste in Philadelphia: Im Eastern State Penitentiary wurden, in dem an die Speichen eines Wagenrads erinnernden Bau, von 1829 bis 1971 nur die ganz harten Jungs untergebracht. Jeder Kontakt der Insassen untereinander war verboten und wann immer sie – extrem selten – die Zelle verließen, dann mussten sie eine Kopfmaske tragen, die jede Kontaktmöglichkeit unterband.
Der wohl bekannteste Insasse war Al Capone, der 1929 acht Monate einsaß. Allerdings war seine Zelle recht luxuriös mit Teppichen, Schreibpult und Telefon ausgestattet. Seine Verhaftung wegen unerlaubtem Waffenbesitz hatte es selbst provoziert und mit 20.000 Dollar Schmiergeld für eine „sanfte“ Festnahme gesorgt. Der Boden in Chicago mit all den Morden innerhalb der Gangs war ihm zu heiß und zu gefährlich geworden und im Eastern State Penitentiary fühlte er sich sicher.

Während der Eintritt in die Indepence Hall kostenlos ist muss man für den Gefängnisaufenthalt 12 Dollar zahlen. Aber der Besuch der Zellenblocks – möglichst mit Audio Tour – lohnt sich.
Auch hier atmet der Bau Geschichte und wenn man genug hat, dann dann gibt es den Cache Big House direkt vor dem Gebäude – und der ist kostenlos, wenn er nicht gerade gemuggelt ist.
Wenn es ums Cachen geht, dann ist Philadelphia anzahlmässig kein sehr ergiebiges Pflaster. Am Besten parkt man sein Auto irgendwo auf einem der Parkplätze und zahlt für den Tag seine 15 - 18 Dollar. Einen kostenlosen Parkplatz wird man im Zentrum kaum finden und drive-in kann man vergessen. Aber man kann die Stadt zu Fuß erkunden und ein paar alte virtuelle Caches und die eine oder andere Dose sind gute Eckpunkte, an denen man seinen Rundgang ausrichtet. Sie führen einem zu den interessantesten Plätzen der Stadt und das zählt allemal mehr als ein paar Statistikpunkte in Pennsylvania.

Montag, 13. Juni 2011

Zum GeoWoodstock IX - Auf nach Warren, PA !

So langsam, ruhig und gelassen wie in den Werbespots von Jack Daniels verläuft das Leben in einem Großteil von Tennessee tatsächlich. Jack Daniels „Old No 7“ oder der doppelt gebrannte „Gentlemen Jim“ werden in Lynchburg, Tennessee destilliert und eine Tour durch eine der bekanntesten Destillen lohnt sich. Allerdings bleibt man trocken, denn im Moore County gilt seit der Prohibition immer noch das Alkoholverbot. Und dabei wird es wohl auch bleiben, denn so viele Einwohner, die bei einer Abstimmung für eine Aufhebung des Verbots stimmen müssen, leben gar nicht im Moore County.
Ähnlich geruhsam verläuft das Leben im 40 Meilen entfernten Bell Buckle, einem kleinen Ort mit 391 Einwohnern.
Und ausgerechnet hier sollte am 23. Mai 2009 das GeoWoodstock VII
stattfinden - mit einer Invasion von einigen Tausend Geocachern in eine kleine verschlafene Gemeinde mit einem Restaurant und ein paar Tante-Emma Läden an der Hauptstraße. Da gehört schon Mut dazu … und es hat geklappt. Auf einer Wiese von der Größe eines Fußballplatzes waren kleine Heuballen als Sitzgelegenheit vor der Bühne aufgebaut, auf der rockige Livemusik manchen davon abhielt auf die geplante Tour zu gehen. Wer sich dennoch losreißen konnte, der brauchte an diesem Tag kein GPS. Man konnte einfach dorthin fahren, wo größere Menschenansammlungen beisammen standen und schon war die Cachelocation gefunden.
Selbst bei der Verpflegungsausgabe ging es in der über 100 m langen Schlange durch die vielen freiwilligen Helfer zügig voran. Bei der Gelegenheit kam man dann auch mit seinen Nachbarn in der Warteschlange ins Gespräch. We are family! Es ist schon beeindruckend, wie verbindend das gemeinsame Hobby doch sein kann.

Das GeoWoodstock VIII in Carnation, Washington wurde auf der Remlinger Farm professionell abgewickelt. Auf diesem Gelände gibt es des öfteren Großveranstaltungen und Besucher ist man gewohnt, denn man lebt ja schließlich von diesen Besuchern und den Dollars, die sie zurücklassen.
An die 5.000 Geocacher haben sich in den Nordwesten der USA aufgemacht bei diesem Mega-Event dabei zu sein. Aus Old Germany waren etwa 25 Cacher dabei. Ein paar davon sieht man auf dem Gruppenfoto, andere waren auf Dosensuche und wurden nicht verewigt.
Jedes Großereignis hat seinen eigenen Character. Auch wenn die familiäre Ruhe, wie in Bell Buckle, fehlte, war es ein beeindruckendes Event mit einem umfangreichen Beiprogramm und natürlich mit der Live-Musik und den Verkaufsständen von einer Unzahl von Anbietern.
In der Masse der Besucher habe ich zufällig Dan aus Tennessee wieder getroffen und jetzt bin ich gespannt, ob uns so ein zufälliges Treffen in Warren Pennsylvania beim GeoWoodstock IX wieder gelingt.
Das Roadbook für die Tour davor und danach ist fertig, die Highlights und „must-do“ geplant und die PQs für die Tour sind vorbereitet. In ein paar Tagen schon geht es los.