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Mittwoch, 6. März 2013

16 in 24 - ein starker Challenge-Cache


Wenn man von Magdeburg auf der B 189 kommend den Mittellandkanal unterquert hat und aus dem kurzen Tunnel wieder ans Tageslicht kommt, sind es gerade noch fünf Kilometer, bis man Samswegen erreicht.
Nach dem Gewinn der deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Gewichtheben in den Jahren 2006 und 2007 wurde am Ortseingang der bis Ende 2003 eigenständigen Gemeinde mit knapp 1.900 Einwohnern voller Stolz ein Schild „Das stärkste Dorf Deutschlands“ aufgestellt. Ob dieses Schild immer noch am Ortseingang steht und vom Ruhm des SSV Samswegen und der starken Männer dieser Randsportart berichtet, entzieht sich meiner Kenntnis.

Definitiv kein Hinweisschild steht 1,5 km nach dem Tunnel in einem kleinen Waldgebiet an der ersten Ausfahrt, das von Ruhmestaten in einer anderen Randsportart berichtet. Hier ist der  Challenge-Cache GC2NMA8 16Bundesländer an einem Tag versteckt und die Anforderungen sind echt stark:
„Innerhalb eines Kalendertages (zwischen 00.00 und 24.00 h) musst du alle 16 Bundesländer bereisen und mind. 1 Cache in jedem Land suchen, finden und loggen. Ja es ist eine extreme Herausforderung und wer Lust hat kann sich dieser Aufgabe / Challenge stellen.“

Eine verrückte, bekloppte Idee für durchgeknallte Cacher. Man muss ein bisschen verrückt sein, sehr verrückt sein oder komplett wahnsinnig sein, um diese Tour, die „Tour der Bekloppten“ zu absolvieren. Das ist nicht meine Einschätzung, sondern Originalzitate aus den Fundlogs der Cacher, die diese Challenge in Angriff genommen und erfolgreich abgeschlossen haben.

Seit Veröffentlichung am 2. März 2011 gibt es nach zwei Jahren 252 geloggte Finds. Der letzte stammt vom November 2012. Seitdem ist Ruhe an der deutschen Front, aber die Saison wird sicher bald eröffnet werden.

Obwohl auch vereinzelt Solo-Cacher unterwegs waren, die meisten gingen als Team, häufig in Kleinbussen, manchmal zwei in Kolonne, auf ihre Deutschland-Tour. Im April 2012 wurde von einer Truppe sogar ein Reisebus gechartert, der mit 42 Cachern in 24 Stunden 1.882 km durch die Lande fuhr. Die zwei Fahrer des professionellen Busunternehmens wurden auf halber Strecke durch zwei andere, die bereits auf die Ankunft warteten, ersetzt. ValoHildesia schreibt dazu im Log:
„Großartig waren auch die verdutzten Blicke der Muggel, die auf den von uns angefahrenen Autobahnparkplätzen folgendes Spektakel erleben mussten (durften!):
Ein Reisebus fährt vor, die Türen gehen auf, 42 Menschen springen heraus und rennen auf ein Objekt zu (nicht die Toilette, das kann ja jeder),versammeln sich kurz, laufen breit grinsend zum Bus zurück, steigen ein, der Bus fährt ab. Ich glaube, so geht ein kleiner Flashmob?“

Die meist zwischen 1.800 – 2.100 km lange Tour bedarf akribischer Vorarbeit. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h bleibt nicht viel Zeit zur Döschensuche. So sind es auch meist schnelle Rastplatzcaches oder TB-Hotels in der Nähe der Autobahn, die angefahren wurden. Wenn die Ausfahrt wegen Bauarbeiten gesperrt war, kam auch mal Hektik auf, aber auch auf notwendige „Reserve-Caches“ war man vorbereitet.

Manchen war diese Herausforderung noch nicht genug. Da wurden in den Nachbarländern Benelux-Caches oder Caches in  Frankreich, Polen und Tschechien in die Tour integriert. Es gab Deutschland als Magical Mystery-Tour mit einer D/T 5/5 Dose in über 20 m Höhe zum Abschluss. Andere konzentrierten sich auf Caches mit hohen Favoritenpunkten oder auf Lost Places. Caches mit 8 und später sogar 10 verschiedenen Icons einschl. CITO – viel Zeit war da sicher nicht – und Event wurden auf der Tour geloggt.

Mit Computer, Smartphones und sogar Webcam waren manche Teams mit der Außenwelt verbunden und konnten so stets die genaue Position mitteilen. Aufmunternde, bewundernde Mails während der Fahrt“ als Motivation waren die Folge. Der Live-Blog eines anderen Teams hatte im Juli 2011 während der Tour 2.000 Seitenaufrufe. Der schnellste schaffte es in 17 Stunden, bei anderen waren gerade mal 10 Minuten Restzeit übrig.

Nur ein einziges Team gibt im Oktober 2012 das Scheitern bekannt.
„Also,wir müssen gestehen das wir erst einmal gescheitert sind, solch eine Tour ist nicht zu unterschätzen. Haben genau um 0.00 Uhr das Startsignal gegeben und waren abends um 20.30 erst in Bayern. Unterwegs viel Zeit verloren, bei den Spritpreisen auch versucht, sparsam zu fahren. So hätten wir noch 6 Bundesländer machen müssen und dann noch nach Hause, 700 km. Eine tolle Idee und wir versuchen es bestimmt noch einmal, aber jetzt sind wir völlig platt.“

Platt waren die meisten nach 26 bis 36 Stunden ohne Schlaf. Einer berichtet sogar, dass er 45 Stunden auf den Beinen war und das alles für einen Cache und ein Banner, das man auf seiner Profilseite einfügen kann.

Im Dezember 2011 erlaubte sich ein noch jugendlicher Cacher in einer Note den Hinweis, dass nach seiner Rechnung ungefähr 630 sehr große Fichten nötig wären, um den laufenden CO2 Ausstoß für die jährlichen Touren allein für diesen Cache zu kompensieren. Paul meinte: „Ich weiß jetzt nicht, ob das jemanden interessiert, aber ich finde das Umweltverschmutzung. Eigentlich ist ja Geocaching auch so was mit der Natur und nicht gegen die Natur.“

Wenn Extrem-Bergsteiger nach ihrer Motivation für den Aufstieg auf Achttausender gefragt werden ist oft die Antwort: „Weil es sie gibt“. Und auch bei diesem Cache wurde nach dem Sinn der Tour gefragt und die Antwort lautete ebenso „Weil es diesen Cache gibt!“

Geocaching hat viele Gesichter und dieser Cache ist eines davon.


Donnerstag, 11. Oktober 2012

Challenge-Caches auf der Sophienhöhe – die etwas anderen Mysteries


Wenn in den kommenden Monaten die Tage wieder kürzer werden und das neblige, kalte und nasse Herbst- und Winterwetter das Outdoor-Vergnügen etwas einschränkt, kommt abends die Zeit der Mysteries.
Dann sitzt man an seinem PC, surft zu verschiedenen Seiten und versucht, die Rätselcaches zu lösen, um dann, an einladend schönen Tagen, die tatsächlichen Koordinaten des Finals für die Suche vor Ort parat zu haben.
Und so entwickelt man sich Schritt für Schritt zum Experten in Kryptologie, kennt den Freimaurercode, die Morsezeichen und weiß, wie man Daten aus Bildern extrahiert. Man poliert seine Kenntnisse in Mathematik oder Geographie auf, sucht Gebäude oder Denkmäler in Google Earth oder löst Puzzles oder ein Sudoku. Zufrieden ist man erst, wenn der Geochecker grünes Licht gibt und die Koordinaten bestätigt. Dann wandert der Cache vorerst in den „to-do-Ordner“, um bei passender Gelegenheit in eine Caching-Tour integriert zu werden.

Challenge-Caches sind, wie alle Caches, die nicht in die üblichen Kategorien passen, Mysteries mit dem blauen Fragezeichen. Aber, sie sind etwas andere Mysteries. Bei ihnen sind die veröffentlichten coords die tatsächlichen Koordinaten, bei denen der Cache zu finden ist. Allerdings müssen zum Finden definierte Bedingungen erfüllt sein. Diese Voraussetzungen basieren auf den bisherigen persönlichen Leistungen und Funden eines Cachers und müssen beim Loggen entsprechend nachgewiesen werden.
Die ziemlich detaillierten Regeln für Challenge-Cacher sind in den  Guidelines oder auf der deutschen Reviewer-Seite nachzulesen.

Einige dieser Challenges, die man in den USA findet, haben sich bei uns noch nicht durchgesetzt. So kenne ich keine Challenge, bei der man als Voraussetzung Caches gefunden haben muss, bei denen der Cachename mit den Buchstaben des Alphabets von A bis Z beginnt und man das ganze Alphabet gefunden haben muss. Auch Herausforderungen – wie in den USA – mit 25 gefundenen Caches die das Wort „quiet“, „water“, „ice cream“ oder „welcome“ im Cachenamen enthalten oder 50 gefundene Caches mit einem Tiernamen, gibt es bei uns – noch – nicht. Aber wie so manches droht vielleicht auch diese Cacheart den Weg über den Atlantik nach Deutschland zu finden.

(Dank Nabane's Kommentar kenne ich jetzt auch zumindest drei ABC Caches - sämtlich in Baden-Württemberg: GC328Y0 ABC Cache Challenge von ichel bei Bad Herrenalb, GC3GQ6C A(lfa) B(ravo) C(harlie) Challenge by ivantino in Freiburg im Breisgau und den archivierten GC3DZ25 Anton, Berta, Cäsar (Challenge Cache) by Heumel01 in der gleichen Gegend. 
Danke für den Hinweis.)

Challenge-Caches gibt es in allen Regionen Deutschlands, aber das Zentrum und das Highlight deutscher Challenge-Caches ist wohl auf der Sophienhöhe bei Jülich im Landkreis Düren, NRW zu finden. Die Abraumhalde aus dem Braunkohle-Tagebau, die sich etwa 200 m über der Jülicher Börde erhebt und über 13 qkm einen langgezogenen Höhenzug bildet, hat sich durch Rekultivierung in den vergangenen fast 35 Jahren zu einem von vielen Wanderwegen durchzogenen Erholungsgebiet entwickelt.

Rund 40 Challenge-Caches sind hier oben versteckt. Die Prüfung, ob man die Qualifikation für einen Cache erfüllt, kann in der Vorbereitung schon aufwändig sein. 50 oder 100 Caches in Sachsen, Thüringen, Bayern oder Baden-Württemberg sind ja im Profil oder mit GSAK noch schnell nachzuprüfen. Ob man allerdings je ein Event in fünf verschiedenen Ländern besucht hat, einien Earthcache in jedem deutschen Bundesland oder in zwei aufeinander folgenden Monaten der Jahre 2000 oder 2001 jeweils drei Caches gefunden hat, das erfordert schon etwas mehr Sucharbeit.
Schade, wenn man sich anschließend seine Wanderroute zusammenstellt und mangels einem fehlenden Kriterium an einer Dose vorbeilaufen muss.
Obwohl die Difficulty-Wertung der Caches meist zwischen 2,5 bis 5,0 schwankt gab es in meiner 81-er Matrix nur einen Zuwachs, weil die Terrain-Wertungen sich korrekt an den Bedingungen vor Ort orientieren.
Am Ende waren es 13,8 km an einem sonnigen kühlen Herbsttag auf der Sophienhöhe – und 433 Höhenmeter in einer sonst recht flachen Gegend.
Wem diese Herausforderungen nicht genug sind, der kann sich dann noch am Powertrail Stasiboom im Herzogtum mit seinen 142 Caches austoben. Früher hieß diese Runde übrigens „Dosenruhm im Herzogtum“. Nach einer lt. Owner „Anscheiss- und Archivierungsposse“ in der Region wurde die Runde dann von ihm umgetauft. 
Aber das ist eine andere Geschichte.  

Montag, 14. Mai 2012

Die „Milestone Challenge“ – die fehlt uns noch in Deutschland


Zahlenmäßig fallen bei den rund einer Viertel Million Caches in Deutschland die „Mystery Challenge“ Caches kaum auf. Kaum 0,5 % aller Mysteries und nur etwa jeder Tausendste Cache in Deutschland ist so ein Challenge-Cache, bei dem man als „Suchberechtigung“ bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss.
Und bei den Kriterien, die zur Suche berechtigen, sind der Phantasie und dem Einfallsreichtum der Cacheowner keine Grenzen gesetzt.
Neben den geographischen Challenges mit nachgewiesenen Funden in allen Land- und Stadtkreisen eines Bundeslandes existieren eine Reihe von 366er Matrix Challenges (Ein Fund an jedem Kalendertag) oder in der Extremversion Funde an 366 Tage in ununterbrochener Reihenfolge. Es gibt als Beispiele die „X“ Owner, Tradis, Earthcache, Regular, Staaten, Funde pro Jahr, Long Distance Challenges, wobei das „X“ für 10, 100 oder mehr stehen kann. Selbst für Caches mit dem Attribut „restrooms nearby“ gibt es eine Challenge. Ob das in Notfällen eine praktische Hilfe darstellen kann, wage ich zu bezweifeln. Das ist dann wohl eher doch ein Griff ins Klo.
Da gibt es regelrechte Spezialisten, die in ihrer Homezone ganze Serien von diesen Dosen ausgelegt haben. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen ist durch die Herausforderungsgruppe rund um den  Bermudapunkt ein Bermuda-Dreieck von fast zwei Dutzend dieser Mystery-Challenges entstanden.

Eine Challenge habe ich in Deutschland allerdings bisher vergeblich gesucht: die „Milestone Challenge“.
Wenn ein Geocacher eine besondere Zahl von Funden erreicht, dann wird in den USA für ihn häufig zum Fund # 1.000 oder ein Vielfaches davon ein Cache ausgelegt, um an das denkwürdige Ereignis zu erinnern. Die Varianten reichen da - mit vielen Zwischenschritten - bis zum Cache für Fund # 25.000 und wahrscheinlich noch darüber hinaus. In Deutschland scheinen wir da sozialer eingestellt und organisieren für einen befreundeten Cacher dann eher ein Event.
Bei der „Milestone Challenge“ gelten nur Funde von solchen Caches, die für solche speziellen Ereignisse ausgelegt wurden. Von einem Startkapital von 200.000 Meilen wird dann nach unten gezählt. Ein 5.000 Jubiläums-Cache reduziert das „Kapital“ auf 195.000 und so geht es weiter nach unten, bis nach Überschreitung der Null-Linie die Logberechtigung für den Milestone-Challenge-Cache erreicht ist. Allein im Nordosten von Illinois können lt. Cachebeschreibung aktuell etwa 400.000 Meilen runter gezählt werden.
Michigan Chris allein, der seit Juni 2004 rund 29.500 Caches gefunden hat, macht dabei schon die halbe Miete aus. An die 100.000 Meilen kann man subtrahieren, wenn man alle für ihn ausgelegten Milestone Caches besucht hat. Allerdings, auch die US Cacher sind ein soziales Volk, denn 20.000 Meilen stammen dabei von einem – jetzt archivierten – Event zu seinem Fund # 20.000.

Da ist mir die deutsche Variante mit einem Event-Cache zum einem Jubiläum eines alten Cacherfreundes, mit einem Händedruck und einem Schulterklopfen, dann doch lieber.
„Die „Milestone Challenge“ – die fehlt uns noch in Deutschland“ oder sollte ich besser schreiben „Die Milestone Challenge – die fehlt uns gerade noch in Deutschland“?
Die Motivation zur Dosensuche ist so vielfältig wie die Art der Caches und jeder soll nach seinem Geschmack das suchen, was ihm Freude macht. Wem so eine Challenge nicht gefällt, der kann sie ja einfach links liegen lassen.
Da viele dieser Challenges mit  D 5,0 bewertet sind und ich bei der Dosensuche nicht zu der mit Ausrüstung kletternden Cacher-Spezies gehöre, werde ich mit solchen hoch bewerteten Funden dann meine 81er Matrix auffüllen, um damit dann auch dieses Challenge irgendwann einmal zu erfüllen. 

Donnerstag, 10. Mai 2012

Der Jubiläumscache – Er soll was Besonderes sein


Wenn man sich mit seinen Funden einem „runden“ Jubiläumscache nähert, dann überlegt man schon, welchen Cache man für den Fund # 1000 – oder ein Vielfaches davon – in Angriff nimmt. Auch ein runder Geburtstag wird ja als etwas Besonderes angesehen und so soll der Jubiläumscache dann ja auch kein Allerweltscache sein und nicht nur irgendwo als Filmdose an einer Leitplanke kleben.
Möglichkeiten gibt es diverse und je nach den Vorlieben des Cachers fällt die Wahl dann auch recht unterschiedlich aus. Der eine sucht sich einen besonders interessanten Earthcache aus, der andere einen herausfordernden Baum, wo die Dose weit oben im Geäst hängt. Andere wieder einen Mystery mit hoher Schwierigkeit, ein spezielles Event oder einen Multi, den man sich dafür extra aufgehoben hat.
Von all diesen Überlegungen, was man denn als Jubiläumscache suchen sollte, habe ich bisher nicht allzu viel gehalten. Ich nahm sie immer, wie sie gerade kamen.
Dann stellt sich ja auch die Frage: Welches ist denn die richtige Fundnummer, der Jubiläumscache? Weil ich mitunter Earthcaches zwar besuche, dann aber wegen der schlichten Gestaltung nicht logge, decken sich die Funde nicht mit den tatsächlich geloggten Caches. Mir ist auch schon passiert, dass ein besuchter Earthcache wegen falscher Beantwortung einer Frage vom Owner nicht zum Loggen frei gegeben wurde. So zählt halt dann doch die auf der Geocaching Plattform angezeigte Fundzahl.
Je näher ich zahlenmäßig aber an meinem runden Jubiläumscache heran kam, desto mehr kreisten die Gedanken um den „besonderen Cache“ für meinen runden Tausender. Und schließlich habe auch ich mich in die Reihe der Cacher auf der Suche nach dem Besonderen für das Jubiläum eingereiht.
Was sollte es aber werden?
Cachen kann man mit den unterschiedlichsten Zielsetzungen. Mein aktuelles Ziel ist es, alle Land- und Stadtkreise Deutschlands zu besuchen und dort zumindest einen Schatz zu heben. Wenn es für den letzten noch offenen Landkreis auch nicht reicht – da fehlen mir in Deutschlands Norden doch noch einige – so sollte doch ein Cache in diesem Zusammenhang die Wahl sein.
Die  Hessen-Challenge mit der Logbedingung, in jedem Kreis Hessens einen Cache gefunden zu haben, habe ich schon seit längerem erfüllt und bei einer Tour in Hessen den Cache auch schon gefunden.
Die Bayern-Challenge bei München war mir zu weit, aber das Gute liegt mitunter doch so nah. Blazek’s Baden-Württemberg Challenge in Stuttgart war ja auch noch offen und so stand das Ziel dann fest.
Auch die Annäherung erfolgte überlegt: Nach einem Tradi in Ludwigsburg folgte eine Letterbox und ein Earthcache in Asperg und vor dem Mystery der Challenge noch ein Virtual Cache. Schade, da hätte ich vor kurzem im Elsass einen Cache weniger suchen sollen, dann hätte ich vor dem Jubiläumscache noch einen Multi einbauen können, um die Anzahl der Cachetypen pro Tag – noch dazu in Serie – auf sechs zu erhöhen.
Seit dem 9. Mai steht jetzt auch bei mir ein besonderer Cache als meine # 9.000 für alle Zeiten im Profil. Jetzt überlege ich schon, ob der 1. Cache im letzten noch offenen Landkreis in Deutschland vielleicht als # 10.000 gesucht und gefunden werden könnte.
So schnell kann man seine Meinung zu Jubiläumscaches ändern, aber Flexibilität war schon immer meine Stärke. ;-)

Dienstag, 13. September 2011

Challenges - here I come !

Na also, es geht doch!
Groundspeak hat im letzten Update vor allem die Challenges geändert. Jetzt zählen diese „Fun Activities“ nicht mehr als gefundener Cache, sondern werden - ähnlich den US Benchmarks - nicht mehr gezählt und das ist gut so.
Man kann allerdings in der Statistik „Geocaches Found“ nicht die Challenges anklicken, um zu sehen, welchen Herausforderungen sich ein anderer Cacher gestellt hat und sich so Anregungen holen. Und das finde ich weniger gut.
Mit dem traditionellen Geocachen haben die Challenges wenig zu tun. Sie sollen nur Spaß machen und nachdem die ersten Kinderkrankheiten ausgeräumt sind können sie wirklich lustig werden.

Für die erste Herausforderung, wenn man davon sprechen kann, und das Challenge-Icon habe ich mir die Biergarten-Challeng herausgesucht. „Mach ein Bild von Deinem Getränk und Deinem GPS in einem Biergarten in Baden-Württemberg. Prost!“ Seit dem Griechenland-Support-Event
ziert jetzt auch das neue Challenge-Icon mein Profil.

Die nächsten sind schon ausgesucht und ich verspreche mir davon, dass sie nach einem deprimierenden DNF bei einer „normalen“ Caching-tour mit einem wohltuenden „completed“ dafür sorgen werden, mein seelisches Cacher-Gleichgewicht wieder herzustellen.
Noch nicht als Challenge veröffentlicht aber in Kürze zu erwarten sind:
Pool Party: Finde einen Pool, nimm die coords und mach ein Photo von Dir im Pool
Getting caught in the rain: Das erfordert ein Photo, wo man vom Regen etwas nass geworden einen Cachebehälter in die Kamera hält.
Climb a tree: Den gibt es schon. Da können Kletterfreaks einen T 5er mit der Challenge kombinieren und da kann auch ich, dem T 5er etwas fremd sind, mit Gewinn eines Punkts in der Challenge-Wertung ein kleines Bäumchen beklettern.

Was es auch schon gibt ist die Challenge
Play in a fountain: Gefordert ist ein Photo, wie man in einem Brunnen spielt.
Leichter ist es mit „Public fountains“, wo man sich nur in den Brunnen stellen muss – ohne darin zu spielen.
Ich habe mich für die „Fountain Photo Fantastic“ Challenge angemeldet. Da reicht ein Photo von mir vor dem Brunnen, ohne dass ich im Wasser spielen oder mich irgendwo reinstellen muss. Man muss aber auch die Bedeutung des Brunnens erläutern, auch wenn das von niemanden bewertet wird und bei fehlenden Informationen auch zu keiner Streichung des Logs führt.
Meinen Brunnen habe ich schon ausgewählt: Der Kiwwelschisser-Brunnen in Mosbach wird es sein. „Kiwwelschisser“ wurden früher in der Umgebung die Mosbacher genannt, weil sie in der Altstadt lange keine Toiletten hatten und ihre Notdurft in Eimer oder Kübel (= Kiwwel) verrichteten, den Inhalt der Kiwwel sammelten, um damit dann die Gärten und Felder zu düngen. Mittelalterliches Bio-Recycling sozusagen.
Daran erinnert der heute vom Kandelbach gespeiste Brunnen, dessen Wasser in einen flachen Kandel in Richtung Marktplatz abläuft.

Und weil die Logs vom Owner nicht kontrolliert und bewertet werden wird es mir sicher nicht so ergehen, wie vor einigen Jahren beim Locationless Cache „Fountains of the World“. Schon damals habe ich die weltweite Cacher-Community mit dem Kiwwelschisser-Brunnen bekannt gemacht. Und weil der Cacheowner US-Amerikaner war gab es die ganze Story in Englisch. Im prüden Amerika habe ich mit meinem „Barrel-Shitter-Fountain“ wohl eine Grenze überschritten. Mein Log wurde ein paar Tage später kommentarlos gestrichen. Das wird mir jetzt bei der Challenge hoffentlich nicht mehr passieren.

Dienstag, 17. Mai 2011

Die Kurpfalz-Challenge

Zersplittert und ohne ein geschlossenes Territorium war die Kurpfalz 1789 administrativ in die drei Hauptstädte Mannheim, Heidelberg und Frankenthal und in 19 Oberämter gegliedert. Dann hat das Reich den Krieg gegen das revolutionäre Frankreich verloren und Napoleon konnte ihm seinen Willen diktieren.
So wurde der Rhein die neue Grenze zu Frankreich und die Verhältnisse in Deutschland wurden nach den französischen Vorstellungen neu geordnet. Und dabei hat er die 5.000 Quadratkilometer große Kurpfalz einfach von der Landkarte gewischt.
Heute findet man das Territorium der ehemaligen Kurpfalz in den Bundesländern Baden-Würrtemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. 8 Städte, 24 Landkreise und insgesamt 455 Gemeinden können sich dabei stolz auf ihre kurpfälzische Vergangenheit berufen.
Damit die Geschichte der Kurpfalz lebendig bleibt habe ich im Januar 2008 zur Kurpfalz-Challenge aufgerufen. Dieser 5,0/3,5 Mystery soll das Interesse an der Vielfalt unserer Landschaften, unserer Kultur und den Kurpfalz-Caches wecken und das Bewusstsein zur großen Vergangenheit der Kurpfalz stärken.
Damals war das nach meinem wissen die 1. geographische Challenge in Deutschland und es hat ein paar Wochen gedauert, bis der Reviewer und ich uns über die Veröffentlichung einig waren.
Um die Challenge zu erfüllen und die coords des Final zu erhalten muss in jedem der 32 Städte und Landkreise zumindest ein Cache gefunden werden. Rund 100 Cacher haben sich in den vergangenen 3 1/4 Jahren dieser Herausforderung gestellt. 29 haben sie erfolgreich abgeschlossen und wurden in die Ehrenliste der Kurpfalz-Challenge aufgenommen.
Der Weg zum FTF wurde ein Kopf an Kopf Rennen zwischen SteinGans und MA-MA-MA-„der Marathoni“. Mit einem halben Jahr hatte ich gerechnet, bis der erste der Challenger alle 32 Caches gefunden haben würde. Aber schon drei Wochen nach Veröffentlichung haben beide im Abstand von 2,5 Stunden ihre 32 Funde gemeldet. Jetzt hatte plötzlich ich ein Problem: Das Final war noch nicht ausgelegt! Mit einer schnellen Fahrt ins „Herz der Kurpfalz“ war das bald nachgeholt und beide erhielten im gleichen zeitlichen Abstand von 2,5 Stunden die nötigen Informationen zum Final. Am 03.07.08 loggte SteinGans den FTF. MA-MA-MA“der Marathoni“ zog am 07.02.08 nach – war leider auf Geschäftsreise – und slotti holte sich am 18.02.08 Bronze.
Manche haben sich das Final für eine „besondere Gelegenheit“ aufgehoben. Für eMundeS, nichtsnutz & Daria74, LFRB, echostonie und die Nebelfee war es der 1.000 gefundene Cache, bei bob-der-baumeister die # 3.000.
Manchen reicht die Herausforderung Caches in 32 verschiedenen Städten und Landkreisen zu finden allein nicht aus. Sie setzen sich zusätzliche eigene Ziele: So spezialisierten sich „Die wilde Hexenbande“ und asla auf Mysteries und die wilde Hexe erreichte damit den bisher höchsten Durchschnittswert von D/T 3,50/2,36. Doch dann kam nerre mit seinem Endergebnis: Sämtliche 32 Caches nur als T 5,0. Das ist beachtlich und so wird sein Durchschnitt von 3,67/5,0 auch in Zukunft kaum zu überbieten sein.
Nach den logs zu urteilen hat es allen Spaß gemacht und jeder für sich hat neue Gegenden kennengelernt und bisher Unbekanntes gesehen. So sollte es ja auch sein: Ein freundschaftlicher und ehrlicher Wettbewerb um das Geocachen in der Kurpfalz zu fördern.
Was ich bedauere: Als Owner kann ich mich ja leider nicht daran beteiligen. Aber es gibt ja inzwischen ein paar andere Challenges, denen auch ich mich stellen kann.