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Freitag, 12. Dezember 2014

GC 40 - Europas ältester aktiver Cache

Da liegt er also!
Kaum 10 Meter von der wenig befahrenen Landstraße N 835 entfernt, unter Holzscheiten und Wurzelresten in einem Buchenwald der belgischen Ardennen. Das ist also, der  GC 40 Geocache, der älteste aktive Cache in Europa, versteckt am 7. Juli 2000 und seitdem ununterbrochen aktiv.

3.568 Mal wurde er bisher gefunden, 1.440 Bilder wurden hochgeladen und 1.305 Favoritenpunkte verteilt. Ich gehöre seit einigen Tagen auch zu allen drei Kategorien.

Der Behälter, bunt bemalt mit dem Logo, der GC-Nummer, Auslegedatum und dem Ownernamen Speerpunt schmücken die relativ neue Munitionskiste. Das ist sicher nicht der Originalbehälter aus dem Jahr 2000.

Speerpunkt der Adoptivvater von GC40
Foto aus seiner Fotogallerie
Dem sympathisch aussehenden belgischen Cacher Speerpunt ist es durch seine Adoption des Caches zu verdanken, dass dieser historische Cache erhalten blieb.

Als vom Geocoin-Event in Köln aus ganze Charterbusse voll mit Geocachern sich zu einer 5-Länder-Tour auf den Weg machten und dabei auch den GC40 besuchten, da stand Speerpunt bereits erwartungsfroh am Versteck zur Begrüßung der einfallenden Hundertschaften. Speerpunt, der Wald und der Cache haben den Ansturm überlebt und außer einem kleinen Pfad sieht man heute nur noch wenig Spuren.

Auf meiner Ardennen-Tour war ich von meiner Relais-Station in Libramont die knapp 40 Kilometer über die N89 und N95 nach Gedinne gefahren und dann auf die Straße durch den Wald abgebogen. Kaum Verkehr und kein Mensch weit und breit an diesem nasskalten nebligen Wintertag.

Am Konfluenzpunkt, dort wo sich exakt die virtuellen Linien von N 50 und E 005 schneiden, habe ich ihn gefunden. Viele Möglichkeiten gab es ja nicht und auch ohne die Fotos stolzer Finder in der Fotogallerie ist er nicht zu übersehen. Die 12 DNFs für den D/T 1,0/1,0 Cache müssen wohl aus der Anfangszeit des Geocachens stammen. Nachgeprüft habe ich das nicht, denn durch alle Logs durchscrollen, das war mir dann doch zu zeitaufwändig und zu mühsam.

Vor Ort war es ein ähnlich erhebendes Gefühl an diesem Uraltcache zu stehen, wie damals beim "Tunnel of Light" , dem letzten – seit 2011 archivierten - APE-Cache am Snoqualmie Pass in Washington. Auch bei der am Versteck des allerersten Caches angebrachten  Original Stash Tribute Plaque in Oregon stand ich ähnlich beeindruckt und sogar etwas ergriffen vor diesem ganz speziellen Cache. 

Wie hat sich doch in weniger als 15 Jahren die Stash-Hunt entwickelt. Nicht immer zum Besten, aber wie er seinen Sport oder sein Hobby ausübt, das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden und seine eigenen Ziele definieren.

Der GC40 habe ich als letztes Highlight dieses Jahres geplant und in eine Tour in die Ardennen eingebunden.

Auf der Anreise am Vortrag fand ich bei der Vorbereitung eine Wanderrunde von etwa 7,5 km bei Leglise im Bois des PendusEtwas Auslauf nach der längeren Autofahrt tut immer gut.

Nach dem GC40 am frühen Vormittag war ich auf dem Rückweg entlang des Le ruisseau de Pont le prêtre unterwegs. Eine schöne abwechslungsreiche Wegführung auf Forststraßen und Waldwegen und entlang des Baches, so richtig typisch, so wie ich mir die Ardennen vorgestellt habe. Das Wetter spielte mit und es war zwar kalt, aber trocken. 8, 3 km bei 247 Höhenmetern waren in knapp drei Stunden gemütlich zu bewältigem.

Weniger gemütlich ging es dann bei der Wanderrunde  Sanglochongs am späteren Nachmittag zu. Eine Wanderung von 7,1 km durch Wald und Flur, etwas weniger beeindruckend als die 1. Tour. Auf halber Strecke fing es kräftig zu regnen an und als ich nach 2:20 h wieder an meinem Cachemobil ankam, war ich ziemlich nass und durchgefroren.

Der einsetzende Schnee ist bis zum nächsten Vormittag geschmolzen und so konnte ich auf der Rückfahrt in Luxemburg bei manchmal sogar herausblitzender Sonne durch das Naturreservat Haard bei Dudelange wandern.  Hier haben Daddi&Bien ihre Haard Runde ausgelegt. Auf der 9 km langen Runde liegen nahe dem Weg leicht versteckte 21 Caches. Radfahrer werden sich über den 1. Teil der Runde freuen und beim 2. Teil eine Überraschung erleben. Da geht es auf schmalen Pfaden und über Treppen dem Final entgegen. Beeindruckend zu sehen, wie sich die Natur im Laufe der Jahre das ehemalige Eisenerzabbaugebiet zurückerobert.


Eine schöne Jahresabschlussfahrt war meine Tour nach Belgien und Luxemburg und zu einer anderen Jahreszeit und ohne Temperaturen um den Gefrierpunkt, bei nassem und kalten Wetter müssen die Wanderungen noch schöner sein. 
Die Gegend hat viel Schönes zu bieten und in 2015 …. Schau ma mal!

Montag, 12. August 2013

Mishapps: Tankprellerei in Luxemburg

Wenn der Weg schon ins Saarland führt, dann kann man aus zwei Gründen noch ein paar Kilometer dazu legen, um auch dem Großherzogtum Luxemburg einen Besuch abzustatten.

Wenn die deutsche A 8 nach der Grenze zur luxemburgischen „A 13 Route de la Sarre“ mutiert, dann sind es bis zur Ausfahrt Mondorf-les-Bains nur noch wenige Kilometer bis Ellange, wo mit dem GC3Z1PN „The Minutes of the Meeting Chapter 2“ die Cluedo-Runde beginnt. Das war ein Grund für meinen Besuch in Luxemburg, wo ich nicht – wie manch anderer – Schätze vor dem deutschen Fiskus verstecken, sondern Schätze suchen und finden wollte.

Eigentlich ist Cluedo eine ideale Runde für Radfahrer, denn auf den betonierten Wegen haben selbst Rennräder mit schmalen Reifen kein Problem und die vom Wind her gewehten Blätter und Zweiglein werden – wie am Rückweg beobachtet – sogar von einer Kehrmaschine entfernt.

Selbst wenn es, wie bei meiner Tour, extrem heiß ist, dann kann man es auf den Wegen durch den kühleren Wald noch aushalten. Einen Nachteil hat die Wanderrunde: Sie ist eine Streckenwanderung und – auch wegen der Hitze – geht man auf dem gleichen Weg zurück zur Startpunkt. Mit ein paar anderen Caches die in der Nähe des Wegs liegen kommen rund 13 km zusammen, für die ich zu Fuß knapp 4 ½ Stunden unterwegs war.

Ein anderer Grund für einen kurzen Besuch jenseits der Grenze – wenn man schon mal da ist - sind die günstigen Spritpreise, die bei Diesel um 15 – 20 Cent pro Liter unter dem deutschen Niveau liegen. Da plant man schon vor der Fahrt möglichst so, dass man fast mit leerem Tank in Luxemburg ankommt und es sich auch lohnt. Nicht immer ist das aber mit Einsparungen verbunden und ich erinnere mich an meine erste Fahrt, die vom Sparpotenzial her betrachtet, gewaltig in die Hose gegangen ist.

Von Belgien kommend habe ich Luxemburg durchquert, Anfang Oktober 2006 auch zwei der wenigen Caches in Luxemburg gefunden und damit auch dieses Land auf meiner Europakarte eingefärbt. An der Autobahnstankstelle in Wasserbillig wollte ich noch die Reise mit den anderen Grund für einen Luxemburgbesuch perfekt machen und meinen Tank günstig auffüllen.

Eine der vielen Zapfsäulen war gerade frei geworden, doch aus dem Tankrüssel kam kein Tropfen. Andere Länder, andere Tanksitten! Auch in den USA muss man manchmal vorher bar bezahlen oder die Kreditkarte deponieren, bevor die Pumpe freigegeben wird. Und da sah ich auch den Schlitz für die Kreditkarte und nach Einführen und erneutem Versuch blubberte der günstige Sprit in meinen Tank. Kreditkarte entnommen und ab nach Hause.

Etwas irritiert war ich schon, als ich ein paar Tage später ein Schreiben der Polizeidienststelle C.P. Wasserbillig des Grand-Duché de Luxembourg mit der Aufforderung erhielt, wegen des Vorwurfs der Tankprellerei an einem definierten Tag zwischen 08:00 und 10:00 h zwecks Vernehmung auf der hiesigen Dienststelle vorstellig zu werden.

Einer Schuld war ich mir nicht bewusst und erst nach längerem Grübeln fand ich die Lösung: Der vor mir tankende Fahrer war nach dem Tanken auf einen Parkplatz in der Nähe gefahren und hat sich in der Tankstelle vielleicht noch mit den ebenfalls günstigeren Zigaretten und Kaffee eingedeckt – jedoch noch nicht bezahlt. Das war der Zeitpunkt als für mich nichts aus dem Zapfhahn lief.

Just in dem Moment, als er bezahlt hatte und die Tanksäule wieder frei gegeben wurde, habe ich meine Kreditkarte eingeführt und war irrtümlich der Meinung, dass die Freigabe durch meine Kreditkarte ausgelöst wurde und ich ein paar Wochen später die Belastung auf der Abrechnung sehen würde. Eine Belastung habe ich – was ich erst später sah – nie erhalten und beide Vorfälle waren nur eine unglückliche zeitliche Coincidence.

Luxemburger sind freundliche und nette Menschen. In einem längeren Telefongespräch mit einer Polizeikommissarin erklärte ich meine Version. Von ihr erhielt ich die Telefonnummer des Tankstellenpächters, der meine Ablaufdarstellung auch nachvollziehen konnte. Bei einer nach 15 Minuten nicht – durch Bezahlung - wieder frei geschalteten Zapfsäule, wird der Videofilm ausgewertet und Anzeige erstattet.

Eine von mir vorgeschlagene Überweisung des Betrags von EUR 65,43 würde das Problem allerdings nicht lösen. Das Geld müsse schon bar einbezahlt werden, da die Abrechnung aller Betankungen sofort elektronisch über eine Zentrale in London laufen würde. Er war aber bereit, den Betrag als Baranweisung über die Post in Empfang zu nehmen und für mich bar einzuzahlen. Und so zahlte ich den Tankbetrag mit einer zusätzlichen Gebühr von EUR 15.- für das Handling durch die Post bei meinem nächsten Postamt für ihn ein.

Statt günstig zu tanken ist dieser Sprit ganz schön teuer geworden.

Aber dafür kann ich frohen Mutes und ungefährdet von einem möglichen Zwangsaufenthalt – vielleicht in den Kasematten von Luxemburg - auch weiterhin einfahren ins Grand-Duché de Luxembourg. 

Freitag, 11. März 2011

Let's play Memory

Nicht nur in Luxembourg, auch in anderen Gegenden wird fleissig Memory gespielt. Obwohl beim Memory daheim die Kärtchen verstreut auf dem Spieltisch liegen, soll ein Geocaching-Memory für mich folgende voraussetzungen erfüllen:

1. Horizontal 4 Reihen a 4 Caches in gleichem Abstand angeordnet.
2. Vertikaler Abstand der Reihen in gleichem Abstand wie bei den horizontalen Reihen.
3. Abstände der einzelnen Caches vom Mindestabstand bis zu 1,5 km.
4. Abweichungen vom "Idealquadrat" in der 4 x 4 Matrix so gering wie möglich, wobei ein paar Meter geländetechnisch oft nicht zu vermeiden sind.
5. Aus acht zu findenden Paaren (Motive, Deckelfarbe des Petlings etc.) kann das Final für einen Bonus errechnet werden.

Die Idee für ein deratiges Cache-Memory hat im Juni 2005 erstmalig Rabatnik mit seinem Frankenmemory geboren und umgesetzt. Zwei Jahre später im Mai 2007 kam das wienerwaldmemory dazu. Es scheint aber nicht nur in der Politik üblich zu sein etwas zu kopieren, ohne in einer Fußnote die Quelle bzw. den Urheber der Idee zu nennen.
Hier scheint wolfgangjagen bei seinem Schwabenmemory, der sich ausdrücklich bei Rabatnik bedankt, eine Ausnahme zu sein.
Kürzere Abstände und Wege, aber nicht minder anregend, ist das Black Forest Mini Memory (Januar 2008). Die Idee zieht mit dem Taunus Memory (April 2010) weiter nach Norden bis zum bereits erwähnten Memory in Luxembourg.

Mit der Tour in Luxembourg habe ich jetzt drei der sieben Memories abgewandert. Beim Frankenmemory - the mother of all memories - war es eine kombinierte Auto- und Wanderrunde, die trotzdem noch 16 km zu Fuß lang war. Und das im April 2008, nach viel Regen und von Holzfahrzeugen durchfurchten Wegen, bei denen man dann lieber seitlich an den Büschen entlang marschierte und dafür bis zum Knie hoch von den nassen Ästen eingeweicht wurde. Wir waren damals zu viert unterwegs und hatten ein bleibendes Erlebnis: Auf den glitschigen Wegen, bei dem ein Holzfahrzeug tiefe wassergefüllte Furchen geschaffen hat, kam einer von uns ins Rutschen und landete der Länge nach ziemlich flach voll in der dreckingen Brühe.
Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung!

Eine neue Variante haben sich die Wasservögel ausgedacht: Bei ihrem Geo-Memory (4 x 4) gibt es ein "Play Anywhere Wherigo Cartridge", bei dem man ein Spielfeld von der Größe eines Sportplatzes braucht. Pro Kartenreihe bzw. Spalte muss man jeweils auf dem Standort der virtuellen Karte stehen, um nach Öffnen aller Karten die notwendigen Werte für das Final zu ermitteln. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann das Vorspiel schon zu Hause ablaufen. Nur für den Höhepunkt muss man dann ins südliche Baden-Württemberg in die Nähe vom Bodensee. Klingt recht lustig.

In Luxemburg waren es 7 km und dauerte 2:20 Stunden bis alle 16 Memoryfelder entdeckt waren. Dafür ging es häufig querwaldein. Andere haben länger dazu gebraucht und mehr Kilometer abgerissen.
Come and find out! Let's play Memory!

Die Liste der mir bekannten Memories:
Franken Memory (GCP4DT) im Landkreis Bad Kissingen Bayern
Wienerwald-Memory (GC1301H) bei Sulz im Wienerwald, Österreich
Schwaben-Memory (GC1BNDR) bei Kirchberg an der Iller, LK Biberach, Baden-württemberg
Black Forest Mini Memory (GC1E15Z) zwischen Nagold und Unterjettingen, LK Calw, Baden-württemberg
Taunus Memory (GC27921) westlich von Dornholzhausen, Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz
Memory (GC28TMA) Nähe Flughafen Luxembourg
Geo-Memory (4x4) (GC2MMGB) Whereigo mit Final in der Nähe vom Bodensee
and more to come