Wer behauptet, dass der Husky Power Trail zu den schönsten
Wanderrunden im Saarland gehört, der hat nicht ganz recht, denn die Hälfte der
42 Caches liegt im benachbarten Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz und
nur die anderen 21 im Landkreis St. Wendel im Saarland.
Weil ich aber weiß, dass die Pfälzer und Saarländer ja mitunter
so ihre Problemchen miteinander haben, definiere ich durch den im Saarland
liegenden Bonuscache und den saarländischen Wohnsitz von Team Husky, als Owner der Runde, als einen sehr empfehlenswerten saarländischen
Powertrail.
Von Nonnweiler aus, der nördlichsten Gemeinde des Saarlands
etwa 30 km südöstlich von Trier, ist der Weg zum Nonnweiler Stausee und der Primstalsperre ausgeschildert. Den Weg sollte man
besser nicht nehmen, denn dann landet man ein paar Hundert Meter unterhalb des Stausees an einer Schranke und einem Parkplatz, erhöht seine Wanderkilometer und
kann nach der Staumauer erst bei # 5 starten. Der in der Cachebeschreibung angegebene
Parkplatz bei Otzenhausen liegt zum Start bei # 1 und wahrscheinlich auch für
den Bonus günstiger.
Zur Primstalsperre und den Staudamm kann man sich beim Tradi Primstalsperre – Der Damm von
Douk-Douk mit seiner ausführlichen Cachebeschreibung informieren.
Der See selbst mit einem Wasservolumen von 20 Millionen
Kubikmeter Wasser und einer Oberfläche von einem Quadratkilometer ist durch den
1982 abgeschlossenen Bau der Staumauer entstanden und wird durch die Prims und den
Allbach gespeist. Baden oder Wassersport ist verboten, da das Wasser auch als
Trinkwasserreservoir dient. Zumindest an einer Stelle gibt es ein kleines
Rinnsal in den See, an dem man sich erfrischen kann.
Rund um den See führt meist auf geschotterten Wegen ein 12
km langer Wanderweg mit einer Vielzahl von Bänken an Aussichtsstellen und
einigen pavillonartigen offenen Hütten,. Auch an einem Werktag trifft man
häufig auf Wanderer oder Radfahrer. An Wochenenden ist hier sicher reger
Publikumsverkehr.
So wie sich die Huskys Balou und Yara der Cacheowner relaxt
präsentieren, kann sich auch der Cachesucher bequem an vielen Stellen erholen und die Gegend geniesen. Die gepflegten Caches, bei denen durch die bisher rund 550
Funde wohl schon einige Male die Logstreifen auszutauschen waren, lassen aber
regelmässige Seerundgänge des Owners mit oder ohne die Huskys vermuten.
Rund um den See und meist nahe am Weg liegen die 42 Dosen. Der
Abstand von Dose zu Dose ist auch bei diesem Powertrail gering, so dass man als
Radfahrer nicht viel schneller vorankommt als ein Wanderer.
Bei dem Umfeld wäre es ja auch schade, schnell und nur auf
die Dosensuche fokussiert durch die Landschaft zu hasten. Ohne nahen
Autoverkehr herrscht eine beeindruckende Ruhe frei von fast jeglichem Zivilisationslärm. Weil keine
Pestizide ausgebracht werden und gegen Ende der Runde ein Teil des Sees sogar
eingezäunt ist, hat sich die Natur ohne menschliche Eingriffe wunderbar
entwickelt. Eine solche Blumenvielfalt sieht man sonst selten.
Mit meinen Gastcachern habe ich einen herrlichen Sommertag
erwischt mit angenehmen Temperaturen und bis auf einige Kondensstreifen ein strahlend blauer Himmel. Durch intensive Nutzung der angebotenen Ruhebänke wurde
es auch ein ganzer Wandertag. Ein Tag, der sich gelohnt hat und mit Kaffee und selbst
gebackenen Kuchen am Kiosk der Staumauer belohnt wurde.
Nur für den Bonus hat es nicht mehr gereicht, obwohl die gefundenen
coords mit GeoHedgehog und DcCow, die ich nach der Runde traf, abgeglichen
wurden. Fast sollte man wiederkommen, denn mit dem Hunnenring gibt es ja in der Nähe auch noch einen beeindruckenden keltischen
Ringwall, der 2009 von Team Poseidon als Earthcache veröffentlicht wurde. Eigentlich
ist es ja ein kulturhistorischer Cache und kein echter EC. Aber als EC braucht man keine Dose zu suchen und wer will schon all die Steine auf der Suche nach einen kleinen Petling umdrehen.
















