Mit zwei Jahren Verzögerung werden heute um 12:30 MESZ an Bord einer Sojus Rakete vom europäischen Weltraumhafen Kourou in Französisch-Guayana die beiden ersten Galileo-Satelliten gestartet. Wenn 2014 dann 18 der geplanten 30 Satelliten in über 23.000 km Höhe die Erde umkreisen, hat die Euroäische Weltraumorganisation ESA eine Alternative zum amerikanischen Global Positioning System geschaffen. Bis es aber so weit ist wird es wohl noch einige Jahre und Milliarden Euro dauern.
Das europäische Navigationssystem soll dabei durch neue Technik genauer sein als das US-System. Bringt uns das was?
Bei kowoma.de, einer der IMHO besten Informationsquellen zu GPS-Systemen und Anwendungen, wird die Genauigkeit der Position seit 31.07.2004 gemessen. Die Streuweite der stationären Anlage liegt bei wenigen Metern.
Das sollte eigentlich auch für unser Hobby reichen – wenn da nicht zusätzliche Ungenauigkeiten durch den Stand der Satelliten, die Geländeform, Bodenbedeckung, Reflektionen und ein paar Störquellen mehr dazu kommen.
Was nutzt aber ein noch so genaues System, wenn bei der Positionsvermessung der Location geschlampt wird und die Dose zehn und mehr Meter im off liegt. Für die letzten Meter bis zum Fund wird man auch in Zukunft eine Spürnase und „Geosense“ benötigen – und das ist gut so!
Bei den beiden letzten GeoWoodstocks gab es ein Spiel mit der Genauigkeit des Geräts. Man holte sich bunte Fähnchen und die Koordinaten ab und sollte seine mit dem Nickname markierte Fahne exakt am Nullpunkt platzieren. Schon bald entwickelte sich die Wiese zu einem bunten Fähnchenfeld, wobei sich der Schwerpunkt der neu gesteckten Fähnchen auch im Laufe des Tages langsam verlagerte. Am Ende des Tages wurden die coords mit einem teuren Präzisionsgerät ausgemessen und die Sieger gekürt.
Man muss aber nicht nach USA um sein Gerät mit anderen zu vergleichen.
KoenigDickBauch hat mit seinem GPScheck 001 bei Neustadt an der Weinstraße schon Ende Dezember 2005 einen PM-only Multi geschaffen, mit dem man die Genauigkeit des eigenen GPSr im Vergleich zu anderen Geräten messen kann.
Wer den Anweisungen folgt und mit Datum, Uhrzeit, Hersteller, Gerät und den beiden Messungen incl. Wetterbedigungen loggt kann den Abstand zum bisherigen Mittelwert aller Messungen und den „Rang der Genauigkeit“ im Vergleich zu allen anderen Werten ermitteln. Bis heute haben dies 119 Cacher getan. Leider hört die anklickbare detaillierte Tabelle bei Fund # 47 auf und wurde nicht weiter aktualisiert.
Übrigens: Von meinem beim GeoWoodstock gesteckten Fähnchen habe ich nie etwas gehört. Meine Position war wohl unter ferner liefen.
Geschichten rund ums Geocachen
**** Mission completed! Im letzten Landkreis wurde am 7. Oktober 2014 ein Fund geloggt. ****
Durch die Gebietsreform in Meck-Pomm haben sich die Landkreise von 435 auf 425 reduziert
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Freitag, 21. Oktober 2011
Freitag, 20. Mai 2011
Der coolste Cache Deutschlands
Manche Dosenfunde sind schnell vergessen, an andere erinnert man sich noch lange und ein paar bleiben wohl ewig in Erinnerung. Einer dieser seltenen Sorte der unvergesslichen Caches ist die Walddusche von minz
Für mich – im wahrsten Sinne des Wortes – der coolste Cache Deutschlands. Mit der Bewertung scheine ich auch nicht allein zu stehen, denn 267 User haben ihn auf der Watchlist und verfolgen die inzwischen fast 450 Logs und schauen sich die Bildergallerie von mittlerweile rund 770 Fotos an.
In der Nähe von Gleisweiler am Ostrand des Naturparks Pfälzer Wald im Hainbachtal wurde bereits 1848 eine Kaltwasseranlage eröffnet. Jahre später wurde sie durch einen Bergrutsch verschüttet und geriet so in Vergessenheit. 1990 zufällig wieder entdeckt formierte sich ein sehr aktiver Förderverein und begann 1991 mit der Ausgrabung und Instandsetzung. Nach 2.300 freiwilligen Arbeitsstunden wurde sie am 29.06.1996 wieder eröffnet und steht – offiziell - vom 1. Sonntag im Mai bis Anfang Oktober zur Verfügung.
Neben der Suche nach der in der Nähe versteckten Dose ist ein Bild von der Nutzung der Walddusche erwünscht. Warmduscher stehen in voller Montur außerhalb der Anlage, Kaltduscher stellen sich hemmungslos unter den 10 – 12 Grad kalten Wasserschwall, der als Sturzbach aus ca. 3 m Höhe kommt. Die meisten Cacher sind Kaltduscher, häufig aber auch besser vorbereitet und ausgerüstet als dieser Suchende. Es soll aber auch Cacher geben, die lieber ihre Mama unter die Walddusche stellen und es bevorzugen, dafür dann den Auslöser am Fotoapparat drücken.
Im Sommer und in der offiziellen Badesaison ist die Walddusche nach einer kleinen Wanderung eine schöne Erfrischung, im Herbst und Winter wird es dann schon kritischer. Geduscht wurde schon bei 10 Grad Aussentemperatur und so ist das Foto links von thebrandys vom 15.11.2009 eine Hommage an diese Hardcore-Duscher. Selbst wenn im Winter das Wasser nicht mehr läuft kann das manche Hardliner nicht von der Walddusche abhalten. Bei total vereister Zulaufrinne und ohne jeden Tropfen Wasser aus dem Pfälzerwald hat Lariel am 13. Januar 2009 eben neben seinem eigenen Wassermann und Bademeister auch sein eigenes Wasser im Kanister mitgebracht, um seinen Luxuskörper unter der Walddusche zu zeigen.
Jetzt komme mir keiner mit Richtlinien! Nach dem neuesten Stand entsprechen solche Logbedingungen nicht mehr den Vorstellungen von Groundspeak. Trotzdem hat sich bisher noch niemand darauf berufen und es wird fröhlich – ob Sommer oder Winter, in Hose oder auch ohne – weiter geduscht und mit beeindruckenden Fotos dokumentiert.
Allerdings lesen die meisten die Beschreibung und kommen dann doch mit Badekleidung im Rucksack angereist. Das gilt vor allem für die duschende weibliche Cachergemeinde.
Aber man kann ja nie wissen denken sich sicher einige, die den Cache auf der Watchlist haben. ;-)
Für mich – im wahrsten Sinne des Wortes – der coolste Cache Deutschlands. Mit der Bewertung scheine ich auch nicht allein zu stehen, denn 267 User haben ihn auf der Watchlist und verfolgen die inzwischen fast 450 Logs und schauen sich die Bildergallerie von mittlerweile rund 770 Fotos an.
In der Nähe von Gleisweiler am Ostrand des Naturparks Pfälzer Wald im Hainbachtal wurde bereits 1848 eine Kaltwasseranlage eröffnet. Jahre später wurde sie durch einen Bergrutsch verschüttet und geriet so in Vergessenheit. 1990 zufällig wieder entdeckt formierte sich ein sehr aktiver Förderverein und begann 1991 mit der Ausgrabung und Instandsetzung. Nach 2.300 freiwilligen Arbeitsstunden wurde sie am 29.06.1996 wieder eröffnet und steht – offiziell - vom 1. Sonntag im Mai bis Anfang Oktober zur Verfügung.
Neben der Suche nach der in der Nähe versteckten Dose ist ein Bild von der Nutzung der Walddusche erwünscht. Warmduscher stehen in voller Montur außerhalb der Anlage, Kaltduscher stellen sich hemmungslos unter den 10 – 12 Grad kalten Wasserschwall, der als Sturzbach aus ca. 3 m Höhe kommt. Die meisten Cacher sind Kaltduscher, häufig aber auch besser vorbereitet und ausgerüstet als dieser Suchende. Es soll aber auch Cacher geben, die lieber ihre Mama unter die Walddusche stellen und es bevorzugen, dafür dann den Auslöser am Fotoapparat drücken.
Im Sommer und in der offiziellen Badesaison ist die Walddusche nach einer kleinen Wanderung eine schöne Erfrischung, im Herbst und Winter wird es dann schon kritischer. Geduscht wurde schon bei 10 Grad Aussentemperatur und so ist das Foto links von thebrandys vom 15.11.2009 eine Hommage an diese Hardcore-Duscher. Selbst wenn im Winter das Wasser nicht mehr läuft kann das manche Hardliner nicht von der Walddusche abhalten. Bei total vereister Zulaufrinne und ohne jeden Tropfen Wasser aus dem Pfälzerwald hat Lariel am 13. Januar 2009 eben neben seinem eigenen Wassermann und Bademeister auch sein eigenes Wasser im Kanister mitgebracht, um seinen Luxuskörper unter der Walddusche zu zeigen.
Jetzt komme mir keiner mit Richtlinien! Nach dem neuesten Stand entsprechen solche Logbedingungen nicht mehr den Vorstellungen von Groundspeak. Trotzdem hat sich bisher noch niemand darauf berufen und es wird fröhlich – ob Sommer oder Winter, in Hose oder auch ohne – weiter geduscht und mit beeindruckenden Fotos dokumentiert.
Allerdings lesen die meisten die Beschreibung und kommen dann doch mit Badekleidung im Rucksack angereist. Das gilt vor allem für die duschende weibliche Cachergemeinde.
Aber man kann ja nie wissen denken sich sicher einige, die den Cache auf der Watchlist haben. ;-)
Dienstag, 17. Mai 2011
Die Kurpfalz-Challenge
Zersplittert und ohne ein geschlossenes Territorium war die Kurpfalz 1789 administrativ in die drei Hauptstädte Mannheim, Heidelberg und Frankenthal und in 19 Oberämter gegliedert. Dann hat das Reich den Krieg gegen das revolutionäre Frankreich verloren und Napoleon konnte ihm seinen Willen diktieren.
So wurde der Rhein die neue Grenze zu Frankreich und die Verhältnisse in Deutschland wurden nach den französischen Vorstellungen neu geordnet. Und dabei hat er die 5.000 Quadratkilometer große Kurpfalz einfach von der Landkarte gewischt.
Heute findet man das Territorium der ehemaligen Kurpfalz in den Bundesländern Baden-Würrtemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. 8 Städte, 24 Landkreise und insgesamt 455 Gemeinden können sich dabei stolz auf ihre kurpfälzische Vergangenheit berufen.
Damit die Geschichte der Kurpfalz lebendig bleibt habe ich im Januar 2008 zur Kurpfalz-Challenge aufgerufen. Dieser 5,0/3,5 Mystery soll das Interesse an der Vielfalt unserer Landschaften, unserer Kultur und den Kurpfalz-Caches wecken und das Bewusstsein zur großen Vergangenheit der Kurpfalz stärken.
Damals war das nach meinem wissen die 1. geographische Challenge in Deutschland und es hat ein paar Wochen gedauert, bis der Reviewer und ich uns über die Veröffentlichung einig waren.
Um die Challenge zu erfüllen und die coords des Final zu erhalten muss in jedem der 32 Städte und Landkreise zumindest ein Cache gefunden werden. Rund 100 Cacher haben sich in den vergangenen 3 1/4 Jahren dieser Herausforderung gestellt. 29 haben sie erfolgreich abgeschlossen und wurden in die Ehrenliste der Kurpfalz-Challenge aufgenommen.
Der Weg zum FTF wurde ein Kopf an Kopf Rennen zwischen SteinGans und MA-MA-MA-„der Marathoni“. Mit einem halben Jahr hatte ich gerechnet, bis der erste der Challenger alle 32 Caches gefunden haben würde. Aber schon drei Wochen nach Veröffentlichung haben beide im Abstand von 2,5 Stunden ihre 32 Funde gemeldet. Jetzt hatte plötzlich ich ein Problem: Das Final war noch nicht ausgelegt! Mit einer schnellen Fahrt ins „Herz der Kurpfalz“ war das bald nachgeholt und beide erhielten im gleichen zeitlichen Abstand von 2,5 Stunden die nötigen Informationen zum Final. Am 03.07.08 loggte SteinGans den FTF. MA-MA-MA“der Marathoni“ zog am 07.02.08 nach – war leider auf Geschäftsreise – und slotti holte sich am 18.02.08 Bronze.
Manche haben sich das Final für eine „besondere Gelegenheit“ aufgehoben. Für eMundeS, nichtsnutz & Daria74, LFRB, echostonie und die Nebelfee war es der 1.000 gefundene Cache, bei bob-der-baumeister die # 3.000.
Manchen reicht die Herausforderung Caches in 32 verschiedenen Städten und Landkreisen zu finden allein nicht aus. Sie setzen sich zusätzliche eigene Ziele: So spezialisierten sich „Die wilde Hexenbande“ und asla auf Mysteries und die wilde Hexe erreichte damit den bisher höchsten Durchschnittswert von D/T 3,50/2,36. Doch dann kam nerre mit seinem Endergebnis: Sämtliche 32 Caches nur als T 5,0. Das ist beachtlich und so wird sein Durchschnitt von 3,67/5,0 auch in Zukunft kaum zu überbieten sein.
Nach den logs zu urteilen hat es allen Spaß gemacht und jeder für sich hat neue Gegenden kennengelernt und bisher Unbekanntes gesehen. So sollte es ja auch sein: Ein freundschaftlicher und ehrlicher Wettbewerb um das Geocachen in der Kurpfalz zu fördern.
Was ich bedauere: Als Owner kann ich mich ja leider nicht daran beteiligen. Aber es gibt ja inzwischen ein paar andere Challenges, denen auch ich mich stellen kann.
So wurde der Rhein die neue Grenze zu Frankreich und die Verhältnisse in Deutschland wurden nach den französischen Vorstellungen neu geordnet. Und dabei hat er die 5.000 Quadratkilometer große Kurpfalz einfach von der Landkarte gewischt.
Heute findet man das Territorium der ehemaligen Kurpfalz in den Bundesländern Baden-Würrtemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. 8 Städte, 24 Landkreise und insgesamt 455 Gemeinden können sich dabei stolz auf ihre kurpfälzische Vergangenheit berufen.
Damit die Geschichte der Kurpfalz lebendig bleibt habe ich im Januar 2008 zur Kurpfalz-Challenge aufgerufen. Dieser 5,0/3,5 Mystery soll das Interesse an der Vielfalt unserer Landschaften, unserer Kultur und den Kurpfalz-Caches wecken und das Bewusstsein zur großen Vergangenheit der Kurpfalz stärken.
Damals war das nach meinem wissen die 1. geographische Challenge in Deutschland und es hat ein paar Wochen gedauert, bis der Reviewer und ich uns über die Veröffentlichung einig waren.
Um die Challenge zu erfüllen und die coords des Final zu erhalten muss in jedem der 32 Städte und Landkreise zumindest ein Cache gefunden werden. Rund 100 Cacher haben sich in den vergangenen 3 1/4 Jahren dieser Herausforderung gestellt. 29 haben sie erfolgreich abgeschlossen und wurden in die Ehrenliste der Kurpfalz-Challenge aufgenommen.
Der Weg zum FTF wurde ein Kopf an Kopf Rennen zwischen SteinGans und MA-MA-MA-„der Marathoni“. Mit einem halben Jahr hatte ich gerechnet, bis der erste der Challenger alle 32 Caches gefunden haben würde. Aber schon drei Wochen nach Veröffentlichung haben beide im Abstand von 2,5 Stunden ihre 32 Funde gemeldet. Jetzt hatte plötzlich ich ein Problem: Das Final war noch nicht ausgelegt! Mit einer schnellen Fahrt ins „Herz der Kurpfalz“ war das bald nachgeholt und beide erhielten im gleichen zeitlichen Abstand von 2,5 Stunden die nötigen Informationen zum Final. Am 03.07.08 loggte SteinGans den FTF. MA-MA-MA“der Marathoni“ zog am 07.02.08 nach – war leider auf Geschäftsreise – und slotti holte sich am 18.02.08 Bronze.
Manche haben sich das Final für eine „besondere Gelegenheit“ aufgehoben. Für eMundeS, nichtsnutz & Daria74, LFRB, echostonie und die Nebelfee war es der 1.000 gefundene Cache, bei bob-der-baumeister die # 3.000.
Manchen reicht die Herausforderung Caches in 32 verschiedenen Städten und Landkreisen zu finden allein nicht aus. Sie setzen sich zusätzliche eigene Ziele: So spezialisierten sich „Die wilde Hexenbande“ und asla auf Mysteries und die wilde Hexe erreichte damit den bisher höchsten Durchschnittswert von D/T 3,50/2,36. Doch dann kam nerre mit seinem Endergebnis: Sämtliche 32 Caches nur als T 5,0. Das ist beachtlich und so wird sein Durchschnitt von 3,67/5,0 auch in Zukunft kaum zu überbieten sein.
Nach den logs zu urteilen hat es allen Spaß gemacht und jeder für sich hat neue Gegenden kennengelernt und bisher Unbekanntes gesehen. So sollte es ja auch sein: Ein freundschaftlicher und ehrlicher Wettbewerb um das Geocachen in der Kurpfalz zu fördern.
Was ich bedauere: Als Owner kann ich mich ja leider nicht daran beteiligen. Aber es gibt ja inzwischen ein paar andere Challenges, denen auch ich mich stellen kann.
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Donnerstag, 24. März 2011
Virtual Caches - eine aussterbende Species?
Vor etwa fünf Jahren hat Groundspeak entschieden, dass virtuelle Caches aussterben sollen. Wenn man auf Schatzsuche geht, dann soll man auch eine Schatzkiste finden und sich im Logbuch verewigen können und das ist bei virtuellen Caches eben nicht der Fall. Da gilt es nur Fragen zu beantworten oder seinen Besuch durch ein Photo zu dokumentieren. Ähnlich wie bei Earthcaches, die, im Gegensatz zu den Virtuals, gerade zu boomen.
Manche virtuellen Caches waren auch zu ergoogeln und so hatte mancher einen Fund in einem afrikanischen Land, in der Antarktis oder anderswo auf dem Globus ohne je einen Fuß auf dieses Territorium gesetzt zu haben. Diesen Spaß hat Groundspeak mit seiner Entscheidung und der Archivierung vielen verdorben.
In Deutschland existieren zur Zeit noch etwa 60 aktive virtuelle Caches und es werden langsam immer weniger, weil man anscheinend bemüht ist, diese Caches Schritt für Schritt zu archivieren. Da frägt ein Reviewer dann schon mal nach, ob hier noch einer mitliest und merkt an, dass der Owner seit Monaten nicht mehr online war.
Der letzte der virtuellen in Deutschland, der Erlebnissteinbruch in Niedersachsen wurde im September 2005 veröffentlicht. Heute wäre dies mit etwas anderen Inhalten vielleicht ein Earthcache geworden.
Der älteste deutsche Virtual "Throatwobbler Mangrove" in Trier wurde am 29.09.2001 veröffentlicht und seitdem von rund 650 Cachern "gefunden". Was für ein Name für einen Cache in einem alten römischen Amphitheater. Aber Monthy Python Fans wissen Bescheid!
Die meisten virtuellen Caches auf engstem Raum findet man auf der American Mall in Washington, District of Columbia, USA.
Zwischen dem Capitol und dem Lincoln Memorial gibt es über zwanzig zu entdecken. Die haben sicher eine gute Überlebenschance als ein traditioneller Cache, denn wer will schon am Weissen Haus, am Lincoln Memorial, am Obelisken oder an einer anderen Stelle eine verdächtige Dose plazieren. Die würde bei den aufmerksamen FBI und CIA Agenten nicht lange überleben. Wenn man hier jemanden eine interessante location zeigen will, dann geht es eben nur auf die virtuelle Tour.
Ich war bei einem Zwischenstop in Washington und statt auf dem Flughafen herumzuhängen fuhr ich Downtown und habe mir das alles mal ein paar Stunden lang angesehen. Wollte ich immer schon mal machen, aber als Geocacher hat man da noch seine zusätzlichen Anreize.
Da wunderte sich nur die kleine japanische Gruppe, die sich von mir stolz vor dem Weißen Haus photographieren ließ. "Give and take" und so machten sie auch von mir ein Foto. Allerdings nicht wie erwartet mit dem Weißen Haus im Rücken, sondern genau in die andere Richtung mit dem "National Christmas Tree" im Hintergrund als Logbedingung für einen virtuellen Cache.
Von den 13 virtuellen Caches, die ich in Deutschland gefunden habe, sind inzwischen einige endgültig archiviert worden. Es werden immer weniger, daher sollte man sie besuchen, so lange es die Caches und den kleinen Geist als Icon noch gibt.
Aber sie kommen vielleicht zurück.
Im Geocaching.com Wunschforum haben sich bisher 889 Geocacher mit 1.785 Stimmen dafür stark gemacht und so hat Groundspeak ein Projekt "bring virtuals back" gestartet. Ab Mai 2011 soll es dann möglich sein wieder virtuelle Caches zu entwickeln. Wie das dann aussehen wird bleibt abzuwarten.
Manche virtuellen Caches waren auch zu ergoogeln und so hatte mancher einen Fund in einem afrikanischen Land, in der Antarktis oder anderswo auf dem Globus ohne je einen Fuß auf dieses Territorium gesetzt zu haben. Diesen Spaß hat Groundspeak mit seiner Entscheidung und der Archivierung vielen verdorben.
In Deutschland existieren zur Zeit noch etwa 60 aktive virtuelle Caches und es werden langsam immer weniger, weil man anscheinend bemüht ist, diese Caches Schritt für Schritt zu archivieren. Da frägt ein Reviewer dann schon mal nach, ob hier noch einer mitliest und merkt an, dass der Owner seit Monaten nicht mehr online war.
Der letzte der virtuellen in Deutschland, der Erlebnissteinbruch in Niedersachsen wurde im September 2005 veröffentlicht. Heute wäre dies mit etwas anderen Inhalten vielleicht ein Earthcache geworden.
Der älteste deutsche Virtual "Throatwobbler Mangrove" in Trier wurde am 29.09.2001 veröffentlicht und seitdem von rund 650 Cachern "gefunden". Was für ein Name für einen Cache in einem alten römischen Amphitheater. Aber Monthy Python Fans wissen Bescheid!
Die meisten virtuellen Caches auf engstem Raum findet man auf der American Mall in Washington, District of Columbia, USA.
Zwischen dem Capitol und dem Lincoln Memorial gibt es über zwanzig zu entdecken. Die haben sicher eine gute Überlebenschance als ein traditioneller Cache, denn wer will schon am Weissen Haus, am Lincoln Memorial, am Obelisken oder an einer anderen Stelle eine verdächtige Dose plazieren. Die würde bei den aufmerksamen FBI und CIA Agenten nicht lange überleben. Wenn man hier jemanden eine interessante location zeigen will, dann geht es eben nur auf die virtuelle Tour.
Ich war bei einem Zwischenstop in Washington und statt auf dem Flughafen herumzuhängen fuhr ich Downtown und habe mir das alles mal ein paar Stunden lang angesehen. Wollte ich immer schon mal machen, aber als Geocacher hat man da noch seine zusätzlichen Anreize.
Da wunderte sich nur die kleine japanische Gruppe, die sich von mir stolz vor dem Weißen Haus photographieren ließ. "Give and take" und so machten sie auch von mir ein Foto. Allerdings nicht wie erwartet mit dem Weißen Haus im Rücken, sondern genau in die andere Richtung mit dem "National Christmas Tree" im Hintergrund als Logbedingung für einen virtuellen Cache.
Von den 13 virtuellen Caches, die ich in Deutschland gefunden habe, sind inzwischen einige endgültig archiviert worden. Es werden immer weniger, daher sollte man sie besuchen, so lange es die Caches und den kleinen Geist als Icon noch gibt.
Aber sie kommen vielleicht zurück.
Im Geocaching.com Wunschforum haben sich bisher 889 Geocacher mit 1.785 Stimmen dafür stark gemacht und so hat Groundspeak ein Projekt "bring virtuals back" gestartet. Ab Mai 2011 soll es dann möglich sein wieder virtuelle Caches zu entwickeln. Wie das dann aussehen wird bleibt abzuwarten.
Mittwoch, 16. März 2011
Eine Frage der Ehre !
Eine Auszeichnung oder Ehrung erhält eine Person, Gruppe oder Organisation für herausragende Leistungen in einem bestimmten Bereich. Solche Ehrungen können von Personen oder Institutionen erfolgen und sie finden meist im Rahmen einer Feier statt.
Wenn man diese Definition zu Grunde legt, dann erfüllt keine "Ehrentafel" und kein "Field of Fame" diese Kriterien. Hier werden nicht Geocacher für besondere Leistungen von anderen geehrt. Jeder einzelne Cacher verewigt sich ja selbst mit einer Dose im Ehrenfeld und das nicht unbedingt bei einer beeindruckenden Feier.
Aber der Begriff "Ehrentafel" hat sich nun mal eingebürgert und je größer die Zahl der Geehrten, desto häufiger wird eine solche Ehrentafel auch besucht. Wo sonst kann man in so kurzer Zeit so viele Dosen finden.
Als ich im November 2009 die Ehrentafel Rhein-Mosel (Beispielcache) zum ersten Mal besuchte, da waren es über 50 gefundene Dosen an einem langen Wandertag kreuz und quer durch den Wald. 10 - 15 Caches blieben damals zum Teil etwas abseits der Route unbesucht. In der zwischenzeit haben sich auf Deutschlands wohl bedeutendstem Field of Fame über 150 Cacher verewigt. Vom einfachen 1,0/1,5 Tradi bis zum T 5,0 Klettercache oder sogar einem Earthcache, von der Filmdose oder Petling bis zum liebevoll gestalteten Regular, alles ist vertreten.
Schwierig wird es, wenn man die Ehrentafel mit Freunden besucht, die vorher selbst schon in diesem FoF, in diesem Fall "Forest of Fame" eine Runde gedreht haben. Dann muss man erst eine Tour mit möglichst wenigen Überschneidungen von bereits gefundenen Caches suchen. So blieb Team haliju> und mir nur der Weg an der nördlichen Peripherie als größter gemeinsamer Nenner für unsere Tour übrig. Ein Cachemobil strategisch am Ende geparkt und mit dem anderen zum Anfang der Runde - auf der A 61 Seite - fahren, um ein paar Höhenmeter zu sparen - und das war auch gut so.
Nach 12,1 km und 450 Höhenmetern haben wir nach 5 1/2 Stunden unsere Runde bei prachtvollem vorfrühlingswetter dann abgeschlossen. Trotz der 31 Caches und weiteren 13 auf einen anschließenden kleinen alleinigen Extratour vor Rückfahrt bleiben immer noch genügend Caches für eine weitere Tageswanderung übrig.
Die Ehrentafel Rhein-Mosel ist die grösste aber nicht die einzige Ehrentafel im Süden Deutschlands. Bei Neumarkt in der Oberpfalz kann man die dortige Ehrentafel (Beispiel) mit zur Zeit rund 50 Caches in einem Waldstück erwandern.
Bei Karlstadt im Landkreis Main-Spessart in Bayern gibt es eine Ehrentafel (Beispiel) mit rund 30 - 40 aktiven Caches. Die meisten sind auf Wald- und Feldwegen Fahrrad und Autofahrerfreundlich ausgelegt und - wer das mag - als drive-by erreichbar. Ich bin das Ehrenfeld mit strategischem Umparken lieber abgelaufen.
Eine Ehrentafel (Beispiel) mit 20 - 20 Caches entsteht in einem Wald nordwestlich von Wiesbaden und im Neckar-Odenwald-Kreis im nördlichen Baden-Württemberg mit ca. 25 Caches habe auch ich mich mit meinem Cache vereweigt.
Bei mancher Ehrentafel gab es durch den häufigen manchmal auch nächtlichen Besuch Ärger mit den lokalen Jägern, was ja auch irgendwie nachzuvollziehen ist. Seit von den Cacheownern darum gebeten wird keine nächtliche Dosensuche mehr durchzuführen, um die Belastung für Wild und Natur geringer zu halten und um das Verhältnis zu den Grünröcken nicht weiter zu belasten und dieser Bitte auch entsprochen wird, hat sich die Situation entspannt. Diesen Wunsch und der Bitte der Owner zum Erhalt der Ehrentafel einzuhalten, das ist nun wirklich eine Frage der Ehre.
Es gibt Puristen, die nichts von diesen Ehrentafeln halten und sie als reines Doseneinsammeln beurteilen. Dem muss ich widersprechen: Man kann sicher auf Powertrails oder auch sonst eine größere Anzahl von Caches an einem Tag finden. Hier muss man aber einige Stunden und je nach geplanter Route 10 - 15 Kilometer durch die Wälder wandern.
Ich mache das gerne und wem das nicht gefällt, der bleibt halt weg und sucht sich andere interessante Caches und andere Herausforderungen.
Wenn man diese Definition zu Grunde legt, dann erfüllt keine "Ehrentafel" und kein "Field of Fame" diese Kriterien. Hier werden nicht Geocacher für besondere Leistungen von anderen geehrt. Jeder einzelne Cacher verewigt sich ja selbst mit einer Dose im Ehrenfeld und das nicht unbedingt bei einer beeindruckenden Feier.
Aber der Begriff "Ehrentafel" hat sich nun mal eingebürgert und je größer die Zahl der Geehrten, desto häufiger wird eine solche Ehrentafel auch besucht. Wo sonst kann man in so kurzer Zeit so viele Dosen finden.
Als ich im November 2009 die Ehrentafel Rhein-Mosel (Beispielcache) zum ersten Mal besuchte, da waren es über 50 gefundene Dosen an einem langen Wandertag kreuz und quer durch den Wald. 10 - 15 Caches blieben damals zum Teil etwas abseits der Route unbesucht. In der zwischenzeit haben sich auf Deutschlands wohl bedeutendstem Field of Fame über 150 Cacher verewigt. Vom einfachen 1,0/1,5 Tradi bis zum T 5,0 Klettercache oder sogar einem Earthcache, von der Filmdose oder Petling bis zum liebevoll gestalteten Regular, alles ist vertreten.
Schwierig wird es, wenn man die Ehrentafel mit Freunden besucht, die vorher selbst schon in diesem FoF, in diesem Fall "Forest of Fame" eine Runde gedreht haben. Dann muss man erst eine Tour mit möglichst wenigen Überschneidungen von bereits gefundenen Caches suchen. So blieb Team haliju> und mir nur der Weg an der nördlichen Peripherie als größter gemeinsamer Nenner für unsere Tour übrig. Ein Cachemobil strategisch am Ende geparkt und mit dem anderen zum Anfang der Runde - auf der A 61 Seite - fahren, um ein paar Höhenmeter zu sparen - und das war auch gut so.
Nach 12,1 km und 450 Höhenmetern haben wir nach 5 1/2 Stunden unsere Runde bei prachtvollem vorfrühlingswetter dann abgeschlossen. Trotz der 31 Caches und weiteren 13 auf einen anschließenden kleinen alleinigen Extratour vor Rückfahrt bleiben immer noch genügend Caches für eine weitere Tageswanderung übrig.
Die Ehrentafel Rhein-Mosel ist die grösste aber nicht die einzige Ehrentafel im Süden Deutschlands. Bei Neumarkt in der Oberpfalz kann man die dortige Ehrentafel (Beispiel) mit zur Zeit rund 50 Caches in einem Waldstück erwandern.
Bei Karlstadt im Landkreis Main-Spessart in Bayern gibt es eine Ehrentafel (Beispiel) mit rund 30 - 40 aktiven Caches. Die meisten sind auf Wald- und Feldwegen Fahrrad und Autofahrerfreundlich ausgelegt und - wer das mag - als drive-by erreichbar. Ich bin das Ehrenfeld mit strategischem Umparken lieber abgelaufen.
Eine Ehrentafel (Beispiel) mit 20 - 20 Caches entsteht in einem Wald nordwestlich von Wiesbaden und im Neckar-Odenwald-Kreis im nördlichen Baden-Württemberg mit ca. 25 Caches habe auch ich mich mit meinem Cache vereweigt.
Bei mancher Ehrentafel gab es durch den häufigen manchmal auch nächtlichen Besuch Ärger mit den lokalen Jägern, was ja auch irgendwie nachzuvollziehen ist. Seit von den Cacheownern darum gebeten wird keine nächtliche Dosensuche mehr durchzuführen, um die Belastung für Wild und Natur geringer zu halten und um das Verhältnis zu den Grünröcken nicht weiter zu belasten und dieser Bitte auch entsprochen wird, hat sich die Situation entspannt. Diesen Wunsch und der Bitte der Owner zum Erhalt der Ehrentafel einzuhalten, das ist nun wirklich eine Frage der Ehre.
Es gibt Puristen, die nichts von diesen Ehrentafeln halten und sie als reines Doseneinsammeln beurteilen. Dem muss ich widersprechen: Man kann sicher auf Powertrails oder auch sonst eine größere Anzahl von Caches an einem Tag finden. Hier muss man aber einige Stunden und je nach geplanter Route 10 - 15 Kilometer durch die Wälder wandern.
Ich mache das gerne und wem das nicht gefällt, der bleibt halt weg und sucht sich andere interessante Caches und andere Herausforderungen.
Montag, 14. März 2011
Cachen am Laacher See
Den Laacher See als ein Maar zu bezeichnen ist fast schon eine Beleidigung für dieses Gewässer. Mit einer Größe von 3,3 qkm, einem Umfang von 7,3 km und einer Tiefe von ca. 53 Meter ist der durch Niederschlagswasser gespeiste See wohl etwas größer als die anderen sehenswerten Maare der Vulkaneifel. Er hat auch eine andere Geschichte, denn entstanden ist er als Einbruchsbecken, als Caldera. Wegen des wechselnden Wasserstandes, der in langen und heftigen Regenzeiten bis zu 15 Meter über dem heutigen Wasserspiegel reichte, wurde schon um 1150 ein 880 m langer Abzugsstollen gebaut. Eine bemerkenswerte Ingenieurleistung im frühen Mittelalter.
In der Saison ist hier einiges los und nach dem Besuch der Benediktinerabtei Maria Laach mit der sechstürmigen Basilika, dem Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert und dem Klostergut kann der "Normaltourist" noch einen Spaziergang auf dem Wanderweg am See machen.
Geocacher haben da - auch weil die Abtei schon früher besucht wurde - andere Interessen.
Da wird auf der nordöstlichen Seite am Parkplatz für den Keltischen Baumkreis kostenfrei das Cachemobil abgestellt und das interessant gestaltete Baumhoroskop der Druiden besichtigt. Von dort kann man das Laacher-See-Ründchen und die Märchenrunde, eigentlich nur Schneewittchen und die sieben Zwerge beginnen, zwei Runden, die sich recht gut kombinieren lassen und bei denen man auch einige interessante Earthcaches besuchen kann.
Etwas ungewöhnlich und anspruchsvoller als das Ablesen von Informationen ist die Aufgabe bei der alten Bimsgrube am Laacher See. Ein Stückchen Bims soll nach Hause mitgenommen werden und Masse, Volumen und die Dichte bestimmt werden. Ein passender Stein war ja schnell gefunden und die Masse auch grammgenau auf der Küchenwaage bestimmt. Nur mit dem Volumen und damit auch mit der Dichte hatte ich so meine Probleme. Der Stein saugt ja jede Menge Wasser auf. Eine 2. Gewichtsbestimmung mit Rückrechnung habe ich mir dann erspart. Möchte nicht wissen, wieviele unterschiedliche Dichtewerte bei den über 650 finds schon an Thoto gemeldet wurden. Auf jeden Fall eine viel intensivere Beschäftigung mit einem Earthcache, als es sonst der Fall ist.
Was man auch nicht alle Tage sieht sind die Mofetten von tonayo. Da blubbert Kohlendioxid aus einer unterirdischen Quelle fröhlich vor sich hin und nicht nur an einer einzigen Stelle, sondern in einem größeren Gebiet am Seeufer perlen die CO2 Blasen langsam an die Oberfläche.
Nach 8 km bei 227 Höhenmetern und 3:15 h waren Team haliju und ich recht froh, in der Blockhütte am See einen Platz zu finden. Die Blockhütte ist ein einladendes Restaurant mit zumindest zu Saisonbeginn ausreichend Platz, gutem Service und preiswertem Essen. Der Weg war vielleicht nicht ganz optimal geplant, denn die 2. Teilrunde mit nur 4,4 km brachte dann fast weitere 200 Höhenmeter. Dafür waren die Döschen des noch offenen Seen-Ründchens sehr angenehm versteckt. Nach weiteren zwei Stunden waren wir bei herrlichem Sonnenwetter wieder am Parkplatz beim Keltenkreis.
Die Bonusdose beim See-Ründchen war bei unserer Wegwahl optimal plaziert - nur hätte ich etwas Größeres als einen Petling erwartet. Schneewittchen - der Bonus - wird noch auf mich warten müssen. Ist es denn unbedingt notwendig, den Bonus für eine Runde so weit entfernt zu plazieren?
Eine empfehlenswerte schöne Wanderrunde mit 30 Caches - davon 6 ECs, bei der im Sommer wahrscheinlich auf den Wanderwegen ein starker Muggleverkehr herrscht.
In der Saison ist hier einiges los und nach dem Besuch der Benediktinerabtei Maria Laach mit der sechstürmigen Basilika, dem Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert und dem Klostergut kann der "Normaltourist" noch einen Spaziergang auf dem Wanderweg am See machen.
Geocacher haben da - auch weil die Abtei schon früher besucht wurde - andere Interessen.
Da wird auf der nordöstlichen Seite am Parkplatz für den Keltischen Baumkreis kostenfrei das Cachemobil abgestellt und das interessant gestaltete Baumhoroskop der Druiden besichtigt. Von dort kann man das Laacher-See-Ründchen und die Märchenrunde, eigentlich nur Schneewittchen und die sieben Zwerge beginnen, zwei Runden, die sich recht gut kombinieren lassen und bei denen man auch einige interessante Earthcaches besuchen kann.
Etwas ungewöhnlich und anspruchsvoller als das Ablesen von Informationen ist die Aufgabe bei der alten Bimsgrube am Laacher See. Ein Stückchen Bims soll nach Hause mitgenommen werden und Masse, Volumen und die Dichte bestimmt werden. Ein passender Stein war ja schnell gefunden und die Masse auch grammgenau auf der Küchenwaage bestimmt. Nur mit dem Volumen und damit auch mit der Dichte hatte ich so meine Probleme. Der Stein saugt ja jede Menge Wasser auf. Eine 2. Gewichtsbestimmung mit Rückrechnung habe ich mir dann erspart. Möchte nicht wissen, wieviele unterschiedliche Dichtewerte bei den über 650 finds schon an Thoto gemeldet wurden. Auf jeden Fall eine viel intensivere Beschäftigung mit einem Earthcache, als es sonst der Fall ist.
Was man auch nicht alle Tage sieht sind die Mofetten von tonayo. Da blubbert Kohlendioxid aus einer unterirdischen Quelle fröhlich vor sich hin und nicht nur an einer einzigen Stelle, sondern in einem größeren Gebiet am Seeufer perlen die CO2 Blasen langsam an die Oberfläche.
Nach 8 km bei 227 Höhenmetern und 3:15 h waren Team haliju und ich recht froh, in der Blockhütte am See einen Platz zu finden. Die Blockhütte ist ein einladendes Restaurant mit zumindest zu Saisonbeginn ausreichend Platz, gutem Service und preiswertem Essen. Der Weg war vielleicht nicht ganz optimal geplant, denn die 2. Teilrunde mit nur 4,4 km brachte dann fast weitere 200 Höhenmeter. Dafür waren die Döschen des noch offenen Seen-Ründchens sehr angenehm versteckt. Nach weiteren zwei Stunden waren wir bei herrlichem Sonnenwetter wieder am Parkplatz beim Keltenkreis.
Die Bonusdose beim See-Ründchen war bei unserer Wegwahl optimal plaziert - nur hätte ich etwas Größeres als einen Petling erwartet. Schneewittchen - der Bonus - wird noch auf mich warten müssen. Ist es denn unbedingt notwendig, den Bonus für eine Runde so weit entfernt zu plazieren?
Eine empfehlenswerte schöne Wanderrunde mit 30 Caches - davon 6 ECs, bei der im Sommer wahrscheinlich auf den Wanderwegen ein starker Muggleverkehr herrscht.
Freitag, 11. März 2011
Let's play Memory
Nicht nur in Luxembourg, auch in anderen Gegenden wird fleissig Memory gespielt. Obwohl beim Memory daheim die Kärtchen verstreut auf dem Spieltisch liegen, soll ein Geocaching-Memory für mich folgende voraussetzungen erfüllen:
1. Horizontal 4 Reihen a 4 Caches in gleichem Abstand angeordnet.
2. Vertikaler Abstand der Reihen in gleichem Abstand wie bei den horizontalen Reihen.
3. Abstände der einzelnen Caches vom Mindestabstand bis zu 1,5 km.
4. Abweichungen vom "Idealquadrat" in der 4 x 4 Matrix so gering wie möglich, wobei ein paar Meter geländetechnisch oft nicht zu vermeiden sind.
5. Aus acht zu findenden Paaren (Motive, Deckelfarbe des Petlings etc.) kann das Final für einen Bonus errechnet werden.
Die Idee für ein deratiges Cache-Memory hat im Juni 2005 erstmalig Rabatnik mit seinem Frankenmemory geboren und umgesetzt. Zwei Jahre später im Mai 2007 kam das wienerwaldmemory dazu. Es scheint aber nicht nur in der Politik üblich zu sein etwas zu kopieren, ohne in einer Fußnote die Quelle bzw. den Urheber der Idee zu nennen.
Hier scheint wolfgangjagen bei seinem Schwabenmemory, der sich ausdrücklich bei Rabatnik bedankt, eine Ausnahme zu sein.
Kürzere Abstände und Wege, aber nicht minder anregend, ist das Black Forest Mini Memory (Januar 2008). Die Idee zieht mit dem Taunus Memory (April 2010) weiter nach Norden bis zum bereits erwähnten Memory in Luxembourg.
Mit der Tour in Luxembourg habe ich jetzt drei der sieben Memories abgewandert. Beim Frankenmemory - the mother of all memories - war es eine kombinierte Auto- und Wanderrunde, die trotzdem noch 16 km zu Fuß lang war. Und das im April 2008, nach viel Regen und von Holzfahrzeugen durchfurchten Wegen, bei denen man dann lieber seitlich an den Büschen entlang marschierte und dafür bis zum Knie hoch von den nassen Ästen eingeweicht wurde. Wir waren damals zu viert unterwegs und hatten ein bleibendes Erlebnis: Auf den glitschigen Wegen, bei dem ein Holzfahrzeug tiefe wassergefüllte Furchen geschaffen hat, kam einer von uns ins Rutschen und landete der Länge nach ziemlich flach voll in der dreckingen Brühe.
Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung!
Eine neue Variante haben sich die Wasservögel ausgedacht: Bei ihrem Geo-Memory (4 x 4) gibt es ein "Play Anywhere Wherigo Cartridge", bei dem man ein Spielfeld von der Größe eines Sportplatzes braucht. Pro Kartenreihe bzw. Spalte muss man jeweils auf dem Standort der virtuellen Karte stehen, um nach Öffnen aller Karten die notwendigen Werte für das Final zu ermitteln. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann das Vorspiel schon zu Hause ablaufen. Nur für den Höhepunkt muss man dann ins südliche Baden-Württemberg in die Nähe vom Bodensee. Klingt recht lustig.
In Luxemburg waren es 7 km und dauerte 2:20 Stunden bis alle 16 Memoryfelder entdeckt waren. Dafür ging es häufig querwaldein. Andere haben länger dazu gebraucht und mehr Kilometer abgerissen.
Come and find out! Let's play Memory!
Die Liste der mir bekannten Memories:
Franken Memory (GCP4DT) im Landkreis Bad Kissingen Bayern
Wienerwald-Memory (GC1301H) bei Sulz im Wienerwald, Österreich
Schwaben-Memory (GC1BNDR) bei Kirchberg an der Iller, LK Biberach, Baden-württemberg
Black Forest Mini Memory (GC1E15Z) zwischen Nagold und Unterjettingen, LK Calw, Baden-württemberg
Taunus Memory (GC27921) westlich von Dornholzhausen, Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz
Memory (GC28TMA) Nähe Flughafen Luxembourg
Geo-Memory (4x4) (GC2MMGB) Whereigo mit Final in der Nähe vom Bodensee
and more to come
1. Horizontal 4 Reihen a 4 Caches in gleichem Abstand angeordnet.
2. Vertikaler Abstand der Reihen in gleichem Abstand wie bei den horizontalen Reihen.
3. Abstände der einzelnen Caches vom Mindestabstand bis zu 1,5 km.
4. Abweichungen vom "Idealquadrat" in der 4 x 4 Matrix so gering wie möglich, wobei ein paar Meter geländetechnisch oft nicht zu vermeiden sind.
5. Aus acht zu findenden Paaren (Motive, Deckelfarbe des Petlings etc.) kann das Final für einen Bonus errechnet werden.
Die Idee für ein deratiges Cache-Memory hat im Juni 2005 erstmalig Rabatnik mit seinem Frankenmemory geboren und umgesetzt. Zwei Jahre später im Mai 2007 kam das wienerwaldmemory dazu. Es scheint aber nicht nur in der Politik üblich zu sein etwas zu kopieren, ohne in einer Fußnote die Quelle bzw. den Urheber der Idee zu nennen.
Hier scheint wolfgangjagen bei seinem Schwabenmemory, der sich ausdrücklich bei Rabatnik bedankt, eine Ausnahme zu sein.
Kürzere Abstände und Wege, aber nicht minder anregend, ist das Black Forest Mini Memory (Januar 2008). Die Idee zieht mit dem Taunus Memory (April 2010) weiter nach Norden bis zum bereits erwähnten Memory in Luxembourg.
Mit der Tour in Luxembourg habe ich jetzt drei der sieben Memories abgewandert. Beim Frankenmemory - the mother of all memories - war es eine kombinierte Auto- und Wanderrunde, die trotzdem noch 16 km zu Fuß lang war. Und das im April 2008, nach viel Regen und von Holzfahrzeugen durchfurchten Wegen, bei denen man dann lieber seitlich an den Büschen entlang marschierte und dafür bis zum Knie hoch von den nassen Ästen eingeweicht wurde. Wir waren damals zu viert unterwegs und hatten ein bleibendes Erlebnis: Auf den glitschigen Wegen, bei dem ein Holzfahrzeug tiefe wassergefüllte Furchen geschaffen hat, kam einer von uns ins Rutschen und landete der Länge nach ziemlich flach voll in der dreckingen Brühe.
Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung!
Eine neue Variante haben sich die Wasservögel ausgedacht: Bei ihrem Geo-Memory (4 x 4) gibt es ein "Play Anywhere Wherigo Cartridge", bei dem man ein Spielfeld von der Größe eines Sportplatzes braucht. Pro Kartenreihe bzw. Spalte muss man jeweils auf dem Standort der virtuellen Karte stehen, um nach Öffnen aller Karten die notwendigen Werte für das Final zu ermitteln. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann das Vorspiel schon zu Hause ablaufen. Nur für den Höhepunkt muss man dann ins südliche Baden-Württemberg in die Nähe vom Bodensee. Klingt recht lustig.
In Luxemburg waren es 7 km und dauerte 2:20 Stunden bis alle 16 Memoryfelder entdeckt waren. Dafür ging es häufig querwaldein. Andere haben länger dazu gebraucht und mehr Kilometer abgerissen.
Come and find out! Let's play Memory!
Die Liste der mir bekannten Memories:
Franken Memory (GCP4DT) im Landkreis Bad Kissingen Bayern
Wienerwald-Memory (GC1301H) bei Sulz im Wienerwald, Österreich
Schwaben-Memory (GC1BNDR) bei Kirchberg an der Iller, LK Biberach, Baden-württemberg
Black Forest Mini Memory (GC1E15Z) zwischen Nagold und Unterjettingen, LK Calw, Baden-württemberg
Taunus Memory (GC27921) westlich von Dornholzhausen, Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz
Memory (GC28TMA) Nähe Flughafen Luxembourg
Geo-Memory (4x4) (GC2MMGB) Whereigo mit Final in der Nähe vom Bodensee
and more to come
Donnerstag, 10. März 2011
Nach Gerolstein nicht des Sprudels wegen oder neun Finds und keine Dose
Die Vulkaneifel ist immer noch ein weißer Fleck auf meiner Rheinland-Pfalz Karte. Als Pre-Tour zur Laacher Runde und dem Besuch vom "Field of Fame" sollte auch dieser Landkreis Farbe bekommen.
Und die Vulkaneifel brachte auch eine neue Erfahrung: Neun gefundene Caches und keine einzige Dose mit Logbuch! Wie das geht? Ich habe mich in dieser geologisch so interessanten Gegend ausschließlich auf Earthcaches konzentriert und da wird man halt vergebens ein Döschen oder ein Logbuch suchen.
Ein amerikanischer Caching Buddy, dem von der Statistik der gefundenen Caches her andere davon eilen, hat mir erzählt, dass ein Earthcache 10 Mal soviel "Arbeit" macht als ein Tradi. Nicht verwunderlich bei vielen in den USA lieblos in die Gegend geworfenen Döschen. Aus seinen 400 gefundenen ECs hat er dann flugs 4000 finds errechnet und jetzt ist die Welt für ihn wieder in Ordnung. Ganz so aufwändig sind sie wohl nicht und ob es jetzt ein paar mehr oder weniger finds auf dem Konto stehen, das relativiert sich mit der Zeit.
Für mich ist ein Earthcache immer noch ein Highlight für den ich gerne einen Umweg mache. Das war bei der Runde um Gerolstein nicht notwendig, denn hier reihen sie sich fast organisch aneinander.
Nach dieser Tour kann ich die Eigenschaften von einem Maar herbeten. Am Besten gefallen hat mir das Eichholzmaar, weil es so klein und irgendwie putzig ist. Es gibt beeindruckendere Maare, aber hier strahlt eine gewisse Ruhe aus bei der man eine Rast einlegen und die Seele durchbaumeln lassen kann.
Die coloured sandstone cliffs waren mein Favorit am Vormittag. Kein Hin und Mit, sondern ein Earthcache, den man auf einem 1,2 km langen Rundweg erwandern kann. Es war mit Temperaturen um den Gefrierpunkt noch recht kalt und die Wege leicht angefroren. Auch die Romantik, die abgefragt wird, lässt durch den Baumeinschlag zu wünschen übrig. Wenn man dann aber an der Location ankommt, dann belohnt einem die Sicht auf ein farbenprächtiges und durch die Verwitterung bizarr eingekerbtes Sandsteingebilde.
Zur Tuffwand am Giesenheld gelangt man nach einem kleinen Spaziergang auf Waldwegen. Der Giesenheld Vulkan ist ein Schichtvulkan, bei dem sich abwechselnd Tuffe und Basaltlava augeschichtet haben. Bruchstücke aus dem Untergrund sind von der Magma mitgerissen worden und so an die Oberfläche gelangt. Herausgeschleuderte Wurfschlacken und Lavafetzen verschweißten sich beim Aufschlagen mit dem Unteergrund und so zeigt sich heute ein farbenprächtiges Bild von Tuffablagerungen. Hangaufwärts ist erstarrte Basaltlava in schöner Säulenform zu sehen. Ein Besuch lohnt sich!
Mein absolutes Highlight am heutigen Tag waren die Booser Wellen. Wenn man vom empfohlenen Parkplatz aus ca. 20 Minuten zum Eifelturm - dem mit einem f - wandert, dann sieht man einen Aufschluss mit einer Vulkanbombe. Der 250 kg schwere Stein wurde bei einem Vulkanausbruch ausgeworfen und ist so auf die Erdoberfläche geknallt, dass sich die abgelagerten Schichten ganz schön verbogen haben. So etwas sieht man nicht alle Tage.
Neben diesem Earthcache gibt es mit der "Kratertour am Eifelturm" noch einen EC und wenn man nach einer Besteigung des Turms und Rundblick über die Landschaft diese windige und zugige Plattform verlässt, dann findet man endlich auch einen traditionellen Cache aus 2003 mit Logbuch! Man hätte ja sonst Entzugserscheinungen.
Und die Vulkaneifel brachte auch eine neue Erfahrung: Neun gefundene Caches und keine einzige Dose mit Logbuch! Wie das geht? Ich habe mich in dieser geologisch so interessanten Gegend ausschließlich auf Earthcaches konzentriert und da wird man halt vergebens ein Döschen oder ein Logbuch suchen.
Ein amerikanischer Caching Buddy, dem von der Statistik der gefundenen Caches her andere davon eilen, hat mir erzählt, dass ein Earthcache 10 Mal soviel "Arbeit" macht als ein Tradi. Nicht verwunderlich bei vielen in den USA lieblos in die Gegend geworfenen Döschen. Aus seinen 400 gefundenen ECs hat er dann flugs 4000 finds errechnet und jetzt ist die Welt für ihn wieder in Ordnung. Ganz so aufwändig sind sie wohl nicht und ob es jetzt ein paar mehr oder weniger finds auf dem Konto stehen, das relativiert sich mit der Zeit.
Für mich ist ein Earthcache immer noch ein Highlight für den ich gerne einen Umweg mache. Das war bei der Runde um Gerolstein nicht notwendig, denn hier reihen sie sich fast organisch aneinander.
Nach dieser Tour kann ich die Eigenschaften von einem Maar herbeten. Am Besten gefallen hat mir das Eichholzmaar, weil es so klein und irgendwie putzig ist. Es gibt beeindruckendere Maare, aber hier strahlt eine gewisse Ruhe aus bei der man eine Rast einlegen und die Seele durchbaumeln lassen kann.
Die coloured sandstone cliffs waren mein Favorit am Vormittag. Kein Hin und Mit, sondern ein Earthcache, den man auf einem 1,2 km langen Rundweg erwandern kann. Es war mit Temperaturen um den Gefrierpunkt noch recht kalt und die Wege leicht angefroren. Auch die Romantik, die abgefragt wird, lässt durch den Baumeinschlag zu wünschen übrig. Wenn man dann aber an der Location ankommt, dann belohnt einem die Sicht auf ein farbenprächtiges und durch die Verwitterung bizarr eingekerbtes Sandsteingebilde.
Zur Tuffwand am Giesenheld gelangt man nach einem kleinen Spaziergang auf Waldwegen. Der Giesenheld Vulkan ist ein Schichtvulkan, bei dem sich abwechselnd Tuffe und Basaltlava augeschichtet haben. Bruchstücke aus dem Untergrund sind von der Magma mitgerissen worden und so an die Oberfläche gelangt. Herausgeschleuderte Wurfschlacken und Lavafetzen verschweißten sich beim Aufschlagen mit dem Unteergrund und so zeigt sich heute ein farbenprächtiges Bild von Tuffablagerungen. Hangaufwärts ist erstarrte Basaltlava in schöner Säulenform zu sehen. Ein Besuch lohnt sich!
Mein absolutes Highlight am heutigen Tag waren die Booser Wellen. Wenn man vom empfohlenen Parkplatz aus ca. 20 Minuten zum Eifelturm - dem mit einem f - wandert, dann sieht man einen Aufschluss mit einer Vulkanbombe. Der 250 kg schwere Stein wurde bei einem Vulkanausbruch ausgeworfen und ist so auf die Erdoberfläche geknallt, dass sich die abgelagerten Schichten ganz schön verbogen haben. So etwas sieht man nicht alle Tage.
Neben diesem Earthcache gibt es mit der "Kratertour am Eifelturm" noch einen EC und wenn man nach einer Besteigung des Turms und Rundblick über die Landschaft diese windige und zugige Plattform verlässt, dann findet man endlich auch einen traditionellen Cache aus 2003 mit Logbuch! Man hätte ja sonst Entzugserscheinungen.
Sonntag, 6. März 2011
Die Loreley - ein würdiger Earth- und Erstcache im Rhein-Lahn-Kreis
Wenn man über die A 61 kommt und dann nach St. Goar abzweigt, dann hat man schon die 1. Überraschung noch im Rhein-Hunsrück-Kreis: Für den virtuelle Cache Loreley aus dem Jahr 2003 wird gefordert, dass man von einem Schiff aus mit einem Foto von sich und der Loreley im Hintergrund die Passage dokumentiert. Es hat sich aber im Laufe der Zeit eingebürgert, dass man nicht daran vorbeifahren muss, um diesen hoch bewerteten 1,0/5,0 Virtual zu loggen.
Und so stehen an der Reeling der Rheinfähre von St. Goar häufiger Cacher, die sich bei der vier Euro teuren Überfahrt mit der Loreley im Hintergrund fotographieren lassen. Der hohe D Wert ist aber nur am Morgen gerechtfertigt, wenn die Sonne direkt ins Objektiv scheint. ;-)
Zum Loreleyfelsen kann man den steilen Hang hochwandern oder bequemer die Straße zum Besucherzentrum hochfahren. Dort oben einen kostenfreien Parkplatz zu finden ist in der Hochsaison sicher eine Herausforderung. Bei meinem Besuch war das Besucherzentrum und das Café geschlossen und ausser den beiden koreanischen Gästen vor dem Zentrum war ich allein auf weiter Flur.
Auch die phantastische Aussicht von der Plattform - der location des Earth-Caches - konnte ich für mich allein geniesen. Bei diesen Flusswindungen und dieser Verengung ist es kaum verwunderlich, wenn da ab und zu Schiffe kollidieren. Die Loreley habe ich übrigens nicht gesehen. Das große Monument steht in Goarshausen und dahin hat mich mein Weg dann nicht mehr geführt.
Montag, 28. Februar 2011
Die Abtei Maria Laach - das Mekka für Earthcaches
Es klingt schon extrem paradox, wenn man die mittelalterliche Benediktinerabtei Maria Laach als das Mekka für Earthcaches bezeichnet. Das erinnert an das Goethedenkmal, das durch die Bäume schillert oder die Kuh, die dich anstiert. Man könnte es auch das El Dorado am Laacher See nennen, aber das sagenhafte Goldland in Südamerika wurde nie gefunden und das wiederum widerspricht ja meinen Absichten, denn ich will in den nächsten Tagen dort ja fündig werden.
Am Laacher See im LK Meyen-Koblenz in Rheinland-Pfalz gibt es eine Kontentration von Earthcaches wie sonst wohl in keinem anderen Gebiet Deutschlands. 20 ECs in einem Umkreis von rund 6 km um das sechstürmige Laacher Münster, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der 850 Jahre alten Klosteranlage. In einem Umkreis von 10 km kann man 33 Earthcaches finden. Das ist schon eine mit ECs wahrlich gesegnete Gegend. Da lohnt sich eine ausführliche Tour und ein längeres Verweilen an dem einen oder anderen EC. Bei tonayo's GC20KX7 Lacher See: Mofetten der mit seinen Favoritenpunkten die Liste die ECs am See anführt, gibt es nicht nur totes Gestein. Man kann es sogar richtig blubbern sehen, wenn das CO2 aus dem Wasser austritt.
Aber auch Gerolstein im LK Vulkaneifel existiert ein Earthcache Cluster, das sich gut zu einer kleinen Runde mit dem Cachemobil zusammenfassen lässt. 13 ECs in einem Umkreis von 10 km sind beachtlich. Schade, dass die Zeit begrenzt ist und ich unter diesem großen Angebot eine Auswahl treffen muss, welche der ECs ich besuchen werde. Earthcaches sind halt mal keine hin und weg.
Aber auch wenn der bei mir noch offene Landkreis Vulkaneifel Farbe bekommen hat heisst das ja nicht, dass man nicht irgendwann mal wiederkommen kann.
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