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Dienstag, 21. Mai 2013

GCB88 - Der alte Himmerich


Den Himmerich als Berg zu bezeichnen ist für das Empfinden eines Süddeutschen etwas schmeichelhaft und zuviel der Ehre. Im rechtsrheinischen Siebengebirge, im Südwesten von Nordrhein-Westfalen zwischen dem Rheintal bei Bad Honnef und der A 3 gelegen, ist der Himmerich mit 366 m nicht einmal die höchste und bekannteste Erhebung.
Der Große Ölberg bringt es auf 460 m ü NN und mit der Löwenburg und dem Lohrberg gibt es noch andere höhere „Berge“, die vom Rhein - auf 75 m Meereshöhe - aufsteigen. Selbst der etwas kleinere Petersberg ist bekannter, denn dort logieren im Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland die ausländischen Staatsgäste.
Sie werden wohl wenig von der landschaftlichen Schönheit des Siebengebirges mitbekommen, das 1922 mit 4.800 ha als eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands unter Schutz gestellt wurde.

In Cacherkreisen hat der Himmerich allerdings einen guten Klang, denn nahe seinem Gipfel wurde von konradzuse am 5. Juni 2001 ein Cache ausgelegt. Er gehört zu den 12 ältesten aktiven Caches Deutschlands. Dass er in den zwölf Jahren seiner Existenz von weniger als 400 Cachern gesucht wurde, mag wohl an der etwas abseits vom heutigen Cacherstrom liegenden Dose liegen - ein Regular natürlich, so wie es damals üblich war.  

Über die Jahre hat sich – anfangs zufällig und später auch gezielt – meine Matrix „Finds by Placed Month“ allmählich gefüllt. Neben den ersten Monaten vom Mai bis September 2000, für die wohl längere Reisen notwendig wären, gähnte nur noch im Juni 2001 ein einziges weißes Loch.
Zwei im Juni 2001 ausgelegte Caches gibt es noch in Deutschland. Neben dem GCB37 Triangle im Rems-Murr-Kreis noch den  GCB88 Himmerich
Beide als Multi Regular deklariert, obwohl der eine wohl eher ein Mystery und der andere ein Tradi ist. Weil von einer Cachingtour der Rückweg über die A 3 führte, habe ich mir für Pfingstsonntag den Himmerich vorgenommen.

Nach den vorangegangenen Regentagen zeigte sich der Himmel im strahlenden Blau bei herrlichem Sonnenschein. Das hat auch viele Spaziergänger und Wanderer aus dem nahen Bad Honnef auf die vielen Wanderwege gelockt und bei regem Publikumsverkehr konnte man ungewollt an der Unterhaltung und wahren Familiendramen teilnehmen. „Du hast schon wieder getrunken“ tönte laut und vorwurfsvoll die Ehefrau zu ihrem hinterher hechelnden Ehemann. Über Erziehungsprobleme der eigenen Kinder tauschte sich ein joggendes Ehepaar aus und andere stürmten grußlos mit dem Kompass-Wanderführer oder der Topokarte in der Hand an mir vorbei. Es war einfach unterhaltsam!

Wenn man sein Cachemobil am Servatius-Wanderparkplatz von Himberg kommend abstellt, dann kann man nach wenigen Metern schon den Cache an der Servatiuskapelle suchen. Die Kapelle selbst ist relativ groß, der Cache als Nano dafür umso kleiner.
Die Florianshütte ein kleiner Regenunterstand mit Sitzbänken liegt am Weg zum Himmerich.. Wenn man den Angaben in der Cachebeschreibung nicht folgt, dann kann man den zwar steilen, aber bequemen Pfad zum Gipfel verfehlen. Dann geht es eben auf einer Trittspur über Steine und Felsen noch steiler die letzten 33 Meter nach oben. Nach ein paar Minuten Suche war die historische Dose gefunden.

Himmerich Gipfel - Photo by Leit (CC BY-SA 2.0 DE)
Am Summit – was ja beeindruckender als „Gipfel“ klingt – gibt es ein paar größere Felsen. Dort kann man in der Sonne sitzend den Blick ins Rheintal geniessen und nach dem erfolgreichen Fund die Seele durchbaumeln lassen.

Auf dem Rückweg gibt es noch die Mäcki Hütte und das interessante  Pferdegalgenkreuzbevor man nach rund 7,5 km oder 2:30 h wieder am jetzt gefüllten Parkplatz ankommt.

Eine schöne Tour, nicht nur wegen der jetzt gefüllten 2001er Matrix.
Die fehlenden Monate Mai bis September 2000 zu füllen wird sich so schnell wohl nicht ergeben. Noch stehen mir weltweit 48 Caches zur Auswahl bereit, die meisten davon in den USA. In Europa gibt es noch vom Juni 2000 den GC43 in Irland und für Juli 2000 den GC 40 in Belgien. Das wird so schnell wohl nix, aber man könnte ja – vielleicht, wenn es reinpasst, dann eben doch, irgendwann … Schau ma mal! 


Mittwoch, 8. Februar 2012

Der Tag der 725 Events

Es sind meist die Samstage, an denen Geocacher bevorzugt ein Event organisieren. Verständlich, denn da kann man vorher eine kleine oder größere Cachingtour machen, um sich dann in gemütlicher Runde abends unter Freunden von den Anstrengungen des Tages zu erholen, die noch ganz frischen Erlebnisse austauschen und den Tag damit ausklingen zu lassen.

Der Tag mit den wohl weltweit meisten Events wird in einigen Wochen allerdings auf einen Mittwoch fallen. Von den Prince Edward Island im Westen Kanadas bis nach Quatar, von Südafrika bis Schweden oder Neuseeland werden am Mittwoch, den 29. Februar 2012 an die 725 Events stattfinden. Allein in Deutschland werden es 144 Treffen sein.

In der bisherigen Geocaching-Geschichte ist es erst der dritte Schalttag. Nach einer Groundspeak Information haben am 29.02.2008 36.696 Cacher oder Teams einen Fund geloggt. Diese Zahl soll 2012 verdoppelt werden und als besonderen Anreiz gibt es auch ein spezielles Schaltjahr-Souvenir, wie auch immer das aussehen wird.
So ein Souvenir gab es ja auch schon für alle, die am 10.10.2010 einen Fund geloggt haben. Damals waren es 78.313 Cacher oder Teams. Allerdings war der Stichtag ein Sonntag und nicht die Wochenmitte.
Fast jeder 20. Geocacher, der bei Groundspeak ein Account unterhält, müsste an diesem Tag einen Fund loggen. Das ist schon eine Herausforderung, aber die Chancen diese Zahl zu erreichen, stehen nicht schlecht. Wenn man bei den Events im Durchschnitt 50 Teilnehmer unterstellt, kann man bereits über 36.000 Logs und damit fast die Anzahl von 2008 erwarten.

Viele Matrix-Cacher, denen der 29.02. in ihrer Fundstatistik noch fehlt, werden an diesem Tag unterwegs sein, um den noch fehlenden Tag in der 366-Tage-Matrix mit einem Fund oder einer Eventteilnahme zu füllen.
Ich habe mich für das von ichel organisierte annus bissextur – Project 366: Das Event entschieden. Nicht wegen des großen Schlemmer-Buffets und dem „All You Can Eat“ Angebot im China-Restaurant. Entscheidend war der Mystery Cache Challenge: Project 366 gleich um die Ecke, der als Challenge-Cache nur geloggt werden darf, wenn die 366er-Matrix gefüllt ist und an jedem Kalendertag des Jahres mindestens ein Cache gefunden wurde. Dieser Cache wird noch, bevor es zum Event geht, gesucht und wahrscheinlich im Rudel-Caching auch gefunden.

Nur ein kleiner Wermutstropfen fällt in das Herz des Statistikcachers: Mit der D/T-Wertung von 5,0/3,0 kann ich für meine 81-er Matrix wenig anfangen. Diese Kombination ist schon besetzt. Da wäre mir 5,0/1,5 schon viel lieber gewesen.