Samstag, 20. Juli 2013

Das Spectaculum Stratosphaericum - Up up and away

Fünf Monate hat es gedauert, bis nach dem ersten von Dave Ulmer versteckten Cache am 2. Oktober 2000 auch in Deutschland eine Dose versteckt wurde. Allmählich fand die Geocaching Idee aber auch bei uns ihre Anhänger und über die nächsten 2 – 3 Jahre bildete sich - regional unterschiedlich - eine kleine Gemeinschaft Gleichgesinnter, die Dosen versteckten und mit GPS auf Schatzsuche gingen.
Man kannte und schätzte sich untereinander, pflegte, wann immer man sich traf, einen freundschaftlichen Umgang und bei den ersten Events saßen kaum mehr als 10 – 15 Cacher um den Tisch. Caches wurden mit großem Engagement gestaltet – ausschließlich Regulars – und bei einem Fund auch die fremden Caches gepflegt, wenn eine Reparatur, ein Logbuchaustausch oder eine andere Wartung notwendig erschien.
Manch einer von den damaligen Cacher-Urgesteinen hat sich einem anderen Hobby zugewandt und die Dosensuche einfach aufgehört. Aber es gibt mehr und mehr Cacher in Deutschland, die nunmehr schon seit 10 Jahren und länger auf Dosensuche gehen.
„10 Jahre Geocachen“, ein für den betroffenen Cacher denkwürdiges Ereignis, das man auf verschiedene Weise feiern kann – so man denn will.

mike_hd hat sich für sein 10-jähriges Jubiläum am 21. April einen Cache ausgesucht, der an dem Tag, als er mit der Dosensuche begann, veröffentlicht wurde. Ich durfte ihn auf dem Weg zum Dobelview im Eyachtal begleiten und weit abgelegen von den Cachertrails und Wanderpfaden feierten wir sein Jubiläum. Mit 20 km und fast 500 Höhenmeter eine lange Wanderung für einen Cache.

Die gps-guru(s), arbol, Team Lizzard, Lagavulin und Beetroot haben sich für ihr 10-jähriges Cacher-Jubiläum etwas anderes einfallen lassen. Spectaculum Stratospähaericum – Ein Event im Höhenflugbei dem man bequem mit dem Cachemobil anfahren konnte, nur durch die stechende Sonne ins Schwitzen kam und das mit fast 300 Teilnehmern das krasse Gegenteil vom Mike’s Jubiläum war. Aber es war das spektakulärste Event, das ich bisher besucht habe.

Sie hatten eingeladen zum Aufstieg eines Wetterballons vom Sportplatz in Laufen am Neckar mit dem Logbuch aller Event-Teilnehmer als Nutzlast.
Mit einem Wetterballon werden in der Meteorologie üblicher Weise Messgeräte bis in die Stratosphäre transportiert, um mit den durch Radiosonden übermittelten Daten Informationen zur Wettervorhersage zu erhalten. Die aus Latex mit einer Wandstärke von 0,2 mm hergestellten und mit Helium gefüllten Ballons können dabei Höhen um die 30 km erreichen. Dann ist meist das Ende der Fahnenstange erreicht. Der in zunehmender Höhe geringere Luftdruck führt zu einer Ausdehnung des 200 Gramm schweren Ballons auf das rund Vierfache seiner Startgröße. Irgendwann platzt er und die Nutzlast segelt an einem kleinen Fallschirm zur Erde zurück, wo  in den meisten Fällen dank der ausgesandten Koordinaten geborgen werden kann.

Nun kann man nicht einfach einen Ballon mit 3 ½ Kubikmeter Helium füllen und ihn dann auf die Reise schicken. Man braucht die Genehmigung der Deutschen Flugsicherung (DFS), die mit einer Navigationswarnung wiederum die Flugzeugpiloten informieren. Und auch die Startzeit wird von der DFS vorgegeben.
Die Verfolgerteams, die dem Ballon bis zur Landung auf der Spur waren

Da traf es sich gut, dass die Funkamateure von Laufen am Neckar im Klosterhof von Laufen bis Anfang September eine Ausstellung zum Amateurfunk laufen haben und mit der Gruppe vom ballonprojekt Experten dabei waren, die über eine längere Erfahrung im Auflassen von Wetterballons verfügen. Die Vorarbeiten und Formalitäten waren in der Hand von Profis.


Um 11:00 h war es dann soweit. Ausgerüstet mit einer kleinen Box mit Messgeräten und der Übertragungstechnik zur ständigen Übermittlung der coords, sowie Daten zur Höhe, Aufstiegsgeschwindigkeit etc. und einer Farbkamera wurde er aufgelassen. Am unteren Ende der Leine baumelte die bunte Socke mit dem Logbuch des Events als zusätzliche Nutzlast.

Noch interessanter und aufregender als der Start wurde die Verfolgung beobachtet, die Richtungsänderungen des Ballons kommentiert und die Verfolger bedauert, wenn sie wegen fehlender Rheinübergänge einen größeren Umweg fahren mussten, um auf der Spur zu bleiben.
Die Tipps, wann der Ballon platzen würde, lagen zwischen 25 und 30 km Höhe. Die waren alle nach 1 ½ Stunden nicht mehr relevant und das Logbuch in der Socke stieg in ungeahnte Höhen auf. Die letzte Höhenmeldung lag bei 33.996 m – dann platzte der Ballon und mit anfangs über 50 Meter pro Sekunde ging es in der dünnen Stratosphäre rasant nach unten. Die Abbremswirkung des kleinen Fallschirms setzte erst ab 10.000 m richtig ein und mit 8 m/s oder fast 30 km/h fiel das Logbuch mit einer immer noch hohen Geschwindigkeit zurück zur Erde.
73 km Luftlinie vom Startplatz entfernt touchierten die Ballonreste mit Instrumentenbox und Logbuch bei Heuchelheim-Klingen wieder den Boden. Eigentlich nicht ganz den Boden, denn - ein Bergungsteam war bereits zwei Minuten nach Touch-down am Zielpunkt - der Ballon hing in einem der wenigen Bäume. Auch davon war auf den Leinwänden für die Beobachter an der Überwachungsstation sofort ein ins Netz gestelltes Bild zu sehen.


Ein stratospärenhaftes Event, das man nicht vergessen wird. Andere werden Schwierigkeiten haben dies zu toppen, sofern sie nicht ihr eigenes Jubiläum ähnlich wie mike_hd mit einem speziellen Cache oder im kleinen Freundeskreis begehen wollen.


PS: Die Auswertung der Bordinstrumente ergab eine erreichte Maximalhöhe von 34.033 m.
Felix Baumgarnter startete seinen Fallschirmsprung aus der Stratosphäre aus einer Höhe von 38.969 m.
Ein Video von den Vorbereitungen und der Verfolgung auf Google Maps gibt es im Blog von GeoSoph

Sonntag, 14. Juli 2013

Cachen auf Corfu

Ob es Odysseus auf seiner 10-jährigen Irrfahrt nach dem Fall von Troja an die Gestade von Corfu verschlagen hat ist historisch nicht belegt. Homer berichtet in der Ilias von einer etwas schwierigen Anlandung in Scheria, das als das heutige Korfu, der 2. größten Insel Griechenlands südöstlich vom italienischen Stiefel und rund zwei Kilometer von der albanischen Küste entfernt, identifiziert wurde.
Poseidon, dem Odysseus nicht wohlgesonnen, hatte ihn bei einem Sturm über Bord geschleudert und der König von Ithaka musste zwei Tage schwimmen, bis er endlich auf der gastfreundlichen Insel landete.

Eine sicher angenehmere Anreise per Schiff hatte da wohl Sissi aus Possenhofen. Der Kaiserin Elisabeth von Österreich gefiel es so sehr auf der Insel, dass sie dort mit „Achilleion“ einen Sommerpalast errichten ließ, den sie bis zu ihrem Tod 1898 mehrfach zu längeren Aufenthalten besuchte. Für sie war der Aufenthalt in Korfu ein Ausbruch aus dem Wiener Hofleben und der strengen Hofetikette, den sie bei ausgedehnten Wanderungen – sehr zum Leidwesen der mitgereisten Hofdamen – genoss.

Mit Temperaturen von 30 Grad und mehr und einer Wassertemperatur im Meer um die 23 Grad ist die so genannte „Grüne Insel“ ein einladendes Ferienparadies. Die meisten Besucher landen mit Charterflügen auf dem Flughafen Kerkyra.
Schon beim Anflug über die nahe der Hauptstadt gelegene Lagune sieht man in der Anflugschneise aus geringer Höhe die kleine Insel Pondikonisi, die nach ihren Umrissen so genannte Mäuseinsel, und dort liegt auch schon der erste der knapp 100 Caches von Corfu.

Mit knapp 100 Caches, davon 8 Earth-Caches ist die 61 km lange und 9 km breite Insel relativ dünn bedost. Aber zum Cachen fährt man ja auch nicht nach Corfu. Wer Masse will, der ist wohl in Ungarn mit seinen Powertrails besser aufgehoben. Aber zumindest einer sollte es sein, wenn man schon in Griechenland ist.

Die Ferienanlage in der Nähe von Lefkimmi im Süden der Insel untergräbt die Cacheabsichten. Gemütlich im Liegestuhl relaxen und lesen, ab und zu zur Abkühlung ins Meer oder in den Pool, das all-inclusive Angebot nutzen und höchstens einen kleinen Spaziergang am Strand entlang zum Fährhafen von Lefkimmi waren die Schwerpunkte der ersten Tage. Die Straßen der Insel sind schmal und kurvig, kaum Parkbuchten und wenn ein Bus in rasanter Fahrt entgegenkommt, dann wird es eng. Ein Leihwagen für einen Tag? Muss man sich nicht antun, wenn man nur eine Woche auf der Insel ist und eine große Sight-Seeing-Tour habe ich ja auch nicht geplant. Die Tage fließen ineinander und wo bleibt mein griechischer Cache?

Am Tag vor der Abreise habe ich mich dann zu Fuß auf den Weg gemacht. Mein Ziel war eine alte Klosterruine ganz im Süden in den Bergen und nur etwa 6,5 km entfernt. Um diese Zeit wenig Verkehr auf der Straße nach Kavos, die man entlang trippeln muss. Im südlichsten Ort der Insel dann ein Kulturschock: Chaos in Kavos, das in der Saison voll in britischer Hand ist. Die Hauptstraße extrem vermüllt und versifft mit Bierbechern und Pappteller mit Pizzaresten und sonstigen Unrat der letzten Nacht. Die vielen Clubs und Discos entlang der Straße geschlossen. Hier ist jede Nacht Halli-Galli angesagt.

Kurz hinter Kavos zweigt der geschotterte Weg zum Kloster Moni Panagia Aktroudila ab und man lässt die Zivilisation hinter sich. Rund vier Millionen Olivenbäume soll es auf Korfu geben. An einigen beeindruckenden Exemplaren führt der ausgeschilderte Weg langsam den Hügel hinauf. Hochgewachsene Zypressen lockern das Bild auf. Der Gesang der männlichen Zikaden, mit dem sie Weibchen anlocken oder ihre Reviergranzen akustisch signalisieren, ist das einzige Geräusch, das man hört. Eine angenehme Morgenwanderung, zu einer Zeit, wenn die Sonne noch nicht so stark brennt und das Wandern auf dem beschatteten Weg fast das reine Vergnügen ist.
Fast das reine Vergnügen, denn über den Weg haben – warum auch immer - dicke fette Spinnen ihre Netze gespannt und nach den ersten klebrigen Kontakten achtet man auf diese Netze, duckt sich darunter durch und geht vorsichtiger voran. 

Bei der Klosterruine angekommen wird zuerst gesucht und geloggt, dann die kleine Anlage erkundet. Von der Kante des steil, fast senkrecht abfallenden Hangs hat man eine tolle Aussicht auf die Insel Paxi und die knapp 100 m tiefer liegende Küste. An der Kante sitzen, die Füße und die Seele durchbaumeln lassen und die Pause vor dem Rückmarsch genießen. Den letzten Schluck aus der Wasserflasche und dann geht es wieder die 6,5 km zurück in die Anlage. 


Kavos ist auf dem Rückweg inzwischen sauber gefegt und auch das Angebot eines britischen Frühstücks zu 2,50 Euro wird vereinzelt schon wahrgenommen. Gegen 11 Uhr bin ich wieder in der Anlage und wate ins Meer. Was für ein schöner Vormittag!


Knapp 13 Kilometer und 3 ½ Stunden für meinen 1. Cache in Griechenland. Es hat sich gelohnt und er wird in Erinnerung bleiben. 





Dienstag, 21. Mai 2013

GCB88 - Der alte Himmerich


Den Himmerich als Berg zu bezeichnen ist für das Empfinden eines Süddeutschen etwas schmeichelhaft und zuviel der Ehre. Im rechtsrheinischen Siebengebirge, im Südwesten von Nordrhein-Westfalen zwischen dem Rheintal bei Bad Honnef und der A 3 gelegen, ist der Himmerich mit 366 m nicht einmal die höchste und bekannteste Erhebung.
Der Große Ölberg bringt es auf 460 m ü NN und mit der Löwenburg und dem Lohrberg gibt es noch andere höhere „Berge“, die vom Rhein - auf 75 m Meereshöhe - aufsteigen. Selbst der etwas kleinere Petersberg ist bekannter, denn dort logieren im Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland die ausländischen Staatsgäste.
Sie werden wohl wenig von der landschaftlichen Schönheit des Siebengebirges mitbekommen, das 1922 mit 4.800 ha als eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands unter Schutz gestellt wurde.

In Cacherkreisen hat der Himmerich allerdings einen guten Klang, denn nahe seinem Gipfel wurde von konradzuse am 5. Juni 2001 ein Cache ausgelegt. Er gehört zu den 12 ältesten aktiven Caches Deutschlands. Dass er in den zwölf Jahren seiner Existenz von weniger als 400 Cachern gesucht wurde, mag wohl an der etwas abseits vom heutigen Cacherstrom liegenden Dose liegen - ein Regular natürlich, so wie es damals üblich war.  

Über die Jahre hat sich – anfangs zufällig und später auch gezielt – meine Matrix „Finds by Placed Month“ allmählich gefüllt. Neben den ersten Monaten vom Mai bis September 2000, für die wohl längere Reisen notwendig wären, gähnte nur noch im Juni 2001 ein einziges weißes Loch.
Zwei im Juni 2001 ausgelegte Caches gibt es noch in Deutschland. Neben dem GCB37 Triangle im Rems-Murr-Kreis noch den  GCB88 Himmerich
Beide als Multi Regular deklariert, obwohl der eine wohl eher ein Mystery und der andere ein Tradi ist. Weil von einer Cachingtour der Rückweg über die A 3 führte, habe ich mir für Pfingstsonntag den Himmerich vorgenommen.

Nach den vorangegangenen Regentagen zeigte sich der Himmel im strahlenden Blau bei herrlichem Sonnenschein. Das hat auch viele Spaziergänger und Wanderer aus dem nahen Bad Honnef auf die vielen Wanderwege gelockt und bei regem Publikumsverkehr konnte man ungewollt an der Unterhaltung und wahren Familiendramen teilnehmen. „Du hast schon wieder getrunken“ tönte laut und vorwurfsvoll die Ehefrau zu ihrem hinterher hechelnden Ehemann. Über Erziehungsprobleme der eigenen Kinder tauschte sich ein joggendes Ehepaar aus und andere stürmten grußlos mit dem Kompass-Wanderführer oder der Topokarte in der Hand an mir vorbei. Es war einfach unterhaltsam!

Wenn man sein Cachemobil am Servatius-Wanderparkplatz von Himberg kommend abstellt, dann kann man nach wenigen Metern schon den Cache an der Servatiuskapelle suchen. Die Kapelle selbst ist relativ groß, der Cache als Nano dafür umso kleiner.
Die Florianshütte ein kleiner Regenunterstand mit Sitzbänken liegt am Weg zum Himmerich.. Wenn man den Angaben in der Cachebeschreibung nicht folgt, dann kann man den zwar steilen, aber bequemen Pfad zum Gipfel verfehlen. Dann geht es eben auf einer Trittspur über Steine und Felsen noch steiler die letzten 33 Meter nach oben. Nach ein paar Minuten Suche war die historische Dose gefunden.

Himmerich Gipfel - Photo by Leit (CC BY-SA 2.0 DE)
Am Summit – was ja beeindruckender als „Gipfel“ klingt – gibt es ein paar größere Felsen. Dort kann man in der Sonne sitzend den Blick ins Rheintal geniessen und nach dem erfolgreichen Fund die Seele durchbaumeln lassen.

Auf dem Rückweg gibt es noch die Mäcki Hütte und das interessante  Pferdegalgenkreuzbevor man nach rund 7,5 km oder 2:30 h wieder am jetzt gefüllten Parkplatz ankommt.

Eine schöne Tour, nicht nur wegen der jetzt gefüllten 2001er Matrix.
Die fehlenden Monate Mai bis September 2000 zu füllen wird sich so schnell wohl nicht ergeben. Noch stehen mir weltweit 48 Caches zur Auswahl bereit, die meisten davon in den USA. In Europa gibt es noch vom Juni 2000 den GC43 in Irland und für Juli 2000 den GC 40 in Belgien. Das wird so schnell wohl nix, aber man könnte ja – vielleicht, wenn es reinpasst, dann eben doch, irgendwann … Schau ma mal! 


Montag, 22. April 2013

Der Jubiläumscache


Es ist eine Ecke, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen und wohin sich, wie schon BikeNomad vor fünf Jahren schrieb, nur Waldarbeiter und GeoCacher verirren. 
Die letzten 70 Meter waren wir Schritt für Schritt den steilen verwachsenen Hang hochgeklettert, uns an den Stämmen der dünnen Bäume und an Wurzeln festhaltend, damit wir nicht wieder hangabwärts rutschen. Immer wieder ein paar Schritte zurück und einen besseren Durchgang durch das Gestrüpp und über den steinigen Untergrund suchend. Beim Verschnaufen haben wir immer wieder den Pointer und die verbleibende Entfernung kontrolliert.
Die letzten Schritte bis zu einem Waldweg. Es musste also auch anders und leichter gehen. Dann hatten wir uns bis auf zehn Meter an den Nullpunkt herangearbeitet. Hier zwischen den Felsen musste er sein und nach ein längerer Suche war es dann Mike, der ein „Gefunden“ rief.
Wir waren am Ziel.


Es gibt viele Möglichkeiten ein Jubiläum zu feiern. mike_hd, mit dem ich schon oft und gerne gemeinsam auf Tour ging und der am 21.04.2013 sein 10-jähriges Cacherjubiläum feierte, hatte sich vorgenommen, zu seinem Jubiläum einen Cache zu finden, der an diesem Tag vor exakt 10 Jahren veröffentlicht worden ist. Mit dem Dobelview im nördlichen Schwarzwald wurde er fündig und ich war froh, dass wir an diesem trüben und kalten Tag nicht in den Harz, den Taunus, die Rhön oder sonst wohin mit einer Anfahrtszeit von mehreren Stunden fahren mussten, sondern nur der doch nähere Schwarzwald das Ziel war. Und ich war auch froh, dass er es war, der die Dose schließlich entdeckte. Es war ja sein Jubiläum und ich war nur der Begleiter.

Am 21.04.2003 wurde der Dobelview von Asa veröffentlicht. Damals vor 10 Jahren mag der Name noch zutreffend gewesen sein. Die zwei Meter hohen Weihnachtsbäume haben sich seither ganz schön entwickelt und sind heute ein junger Wald, durch den man Dobel kaum noch erahnen kann, schon gar nicht an diesem diesigen Tag. Ein Regular, selbstverständliche Cachegröße für die Frühzeit, als man an Filmdosen und Petlinge noch nicht dachte und die Cachebeschreibung - wie damals meist üblich - noch in Englisch.

Dass dieser so abseits gelegene Cache noch aktiv existiert, muss man dem Owner Asa, seit Juni 2002 cachend unterwegs, hoch anrechnen. Er scheint einer zu sein, der seine Caches, darunter viele Multis, pflegt, denn von den knapp 50 oft vor vielen Jahren von ihm versteckten Dosen sind nur wenige archiviert.

Stilgerecht gesucht mit einem alten
alten Garmin GPS 12 XL
Für die ersten Sucher muss es schon bitter gewesen sein, nach dem etwa zehn Kilometer langen Anmarsch ab der Eyachmühle und den vielen Höhenmetern, einen DNF loggen zu müssen. Die Koordinaten waren rund 40 m im off und der Cache nicht zu finden. Nach Berichtigung war dann alice am 8. Mai 2003 der 1. Finder und auch Hornet919 mit seinem Suchhund Linux war eine Woche nach seinem DNF beim 2. Versuch erfolgreich. 110 Cacher haben in den zehn Jahren den Cache als gefunden geloggt. Das sind nicht viele. Es ist halt auch ein Cache, den man sich mühsam erwandern muss und der im Winter bei Schnee nur schwer machbar ist. Der letzte Log vor unserem Eintrag ist über sieben Monate alt und stammt vom Anfang September 2012.

An der Eyachmühle, einem netten Ausflugslokal, kann man sein Cachemobil abstellen, um sich durch das hintere Eyachtal auf den Weg zu machen. Ein schönes naturbelassenes Tal mit Wiesen, Wasserläufen und Wäldern, bei dem man rechts und links der Eyach ein Dutzend Caches suchen und finden kann. Auf der rechten Seite führt eine etwas breitere Forstraße bis zum Eyachursprung, dem Zusammfluss des Brotenaubaches mit seinem Quellgebiet in einem Hochmoor aus der letzten Eiszeit und dem Dürreichbach. Auf der linken Seite kann man dann auf schmalen dem Bachlauf folgenden Pfaden auf dem weichen von Baumwurzeln durchzogenen Waldboden entlang der Eyach wieder zurückwandern.



Wenn man seine Wanderung auf dieser Seite beginnt, dann kann man auch einen Bonuscache mitmachen, der uns durch die gewählte Wegführung vorenthalten blieb. Zurücklaufen wollten wir nicht mehr, denn mit den heutigen 20,2 km und 482 Höhenmeter hatten wir genug. Nach einer Kaffeepause in der Eyachmühle reichte es gerade noch für die # 1 des 10 Years Caching CelebrationTrail von gm, der als 5 km Wanderung mit 10 Caches ebenfalls an der Eyachmühle beginnt. Der wurde in nur drei Jahren schon 350 Mal als gefunden geloggt.
Ist halt ein kürzerer Trail aber durchaus ein guter Grund, wieder einmal in diese Gegend zu kommen.

Donnerstag, 18. April 2013

Miles and More … and more and more!


Wohl jeder, der gerne wandert und dabei auf Dosensuche geht, hat einige Ideen oder fertig ausgearbeitete Runden in Reserve, die ihm durch die Beschreibung oder die Logs anderer Cacher  ansprechen, die auf der Karte interessant ausschauen, von Cachern mit ähnlichen Interessen, die man so als Benchmark hat,  schon abgewandert worden sind oder ihm empfohlen wurden.

Irgendwann in den nächsten Wochen und Monaten, wenn es gerade rein passt, ist dann die eine oder andere Tour ohne größere Vorbereitung – da ja im Vorfeld bereits erledigt – kurzfristig angesagt. Manchmal muss man seine Pläne aber auch umstellen und schnell reagieren, denn wenn die geplante Tour gefällt und der Owner eine Archivierung in den nächsten drei Wochen ankündigt, dann muss man handeln und sie mit Präferenz vorziehen, bevor sie in der Versenkung verschwindet.

Schon vor Monaten habe ich die Miles and More Waldwanderrunde bei Radolfszell am Bodensee entdeckt und sie mir für diesen Sommer auch eingeplant. Damals hatte sie 42 Caches mit einem Bonus nach jeweils sechs Dosen und einem „Superbonus“ auf einer Länge von 18 Kilometer.
Als ich mir die Runde vor ein paar Tagen nochmals anschaute, war durch Ergänzungen Ende März 2013 daraus eine Runde von 54 Caches mit 9 Bonuscaches und einem Superbonus geworden. Plötzlich waren es lt. Listing 22,5 km bei rund 700 Höhenmetern.
Bei etwa 20 Kilometern und kräftigen Anstiegen beginnt es bei mir langsam weh zu tun. Da verhärtet die Muskulatur im Oberschenkel, die Kniegelenke fangen an zu schmerzen und man wird sich bewusst, wo die Adduktoren sitzen, wenn sie sich schmerzhaft melden.  
Jetzt hieß es Pläne umzuwerfen und schnell zu reagieren, bevor der Owner vielleicht noch auf die Idee kommt, ein paar zusätzliche Ergänzungen und noch ein paar Kilometer und Höhenmeter mehr einzubauen.

Verstecken muss man sich für das Auslegen und den gebotenen Service bei dieser Runde nicht. Einheimische Cacher werden wohl wissen, wer sich hinter der Sockenpuppe „Miles Moore“ versteckt, der nur für diese Runde als Owner zeichnet. Bei gpsies kann man sich die Route mit Karte und Höhenprofil aufs GPS laden. Das ist zwar weniger interessant, da ja die Caches sowieso den Weg vorgeben. Wichtig für die eingestreuten Bonuscaches ist jedoch der Ausdruck der Tabelle, ohne die man auf die Boni verzichten muss. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der kann sich auch eine pdf Datei mit Spoilerbildern herunterladen. Ein ziemlich professionelles Listing und ein besonderer Service.

Für einen frühen Start meiner Tagestour habe ich mir eine Relaisstation in Moos-Iznang ausgesucht, von der aus es nur ein paar Kilometer Anfahrt bis zum Startpunkt am Waldparkplatz waren. Das war wohl eine suboptimale Wahl, denn entsprechend den Gepflogenheiten der sonstigen Gäste gab es Frühstück erst ab 8 Uhr und nach Auffrischen der Getränkevorräte – auch die Lidls und Rewes öffnen erst um 8 Uhr – begann meine Tour um 9:30 h - 2 Stunden später als geplant.

Knapp 600 Cacher haben die am 22. April 2012 ausgelegte Runde im 1. Jahr in Angriff genommen und sich wahrscheinlich, so wie ich, über die Wegführung zu Beginn gefreut. Auf weichen federnden Waldpfaden ging es die ersten Kilometer kontinuierlich langsam bergab. Der Bodensee durch die Bäume zur linken und bei den hochsommerlichen Temperaturen recht angenehme 300 Höhenmeter im Wald die ersten drei Stunden nach unten bis zum Cache # 18. Das Einsammeln der Bonuscaches war so eine zeitliche Richtschnur: 6 Caches und der Bonus = 1 Stunde. So war der Zeitplan.

Dann zog es sich allmählich in die Länge und alles war runter ging musste ja auch wieder hoch gelaufen werden. Meine Stundenplanung lief aus dem Ruder und beim letzten eingebauten Schlenker (ab # 46) war dann auch die Schmerzschwelle erreicht. Wie auch von anderen Cachern schon in ihren Logs beschrieben summierten sich die Kilometer durch die Suche und die Bonus-Caches auf eine etwas längere Strecke als die 22,5 km wie im Listing erwähnt. Mein GPS zeigte am Ziel 27,2 km und 970 Höhenmeter an.

Durch die 30 Minuten Pause nach # 23 und die einladende Bank an der Extrameile für eine kurze Rast war ich über elf Stunden unterwegs. Den letzten Bonuscache loggte ich in Dunkelheit um 20:40 h und war echt froh, als ich wenige Minuten später mein Cachemobil dunkel auf dem Parkplatz schimmern sah.

Auf den Superbonus habe ich dann allerdings verzichtet. Bin ja kein Superman – auch wenn man am Ende des Tages dann doch recht zufrieden mit seiner Tagesleistung ist. Aber die stolz geschwellte Brust, die sieht ja im Dunkeln keiner. 

Montag, 15. April 2013

Wann ist ein Fund ein Fund?


Seit 1984 nuschelt Herbert Grönemeyer höchst erfolgreich die rhetorische Frage „Wann ist ein Mann ein Mann“, ohne in einem der erfolgreichsten Songs seiner Sängerkarriere eigentlich eine Antwort darauf zu geben. Das muss er ja auch nicht, denn was – zumindest biologisch – einen Mann ausmacht, das gehört ja dann wohl doch zum Allgemeinwissen.

Die Frage „Wann ist ein Fund ein Fund“ ist da eher umstritten und in Cacherkreisen  scheint es dazu durchaus unterschiedliche Meinungen zu geben.  Quick and dirty:  Ein Cache darf als gefunden geloggt werden, wenn der Cachername ins Logbuch des Caches eingetragen ist.

So einfach ist es aber nicht immer. Bei den ausgelaufenden Virtual Caches gab es nie ein Logbuch. Hier mussten Fragen beantwortet werden und nach einer e-mail an den Owner mit den Antworten wurde der „Fund“ geloggt.
Die meisten Antworten konnte man sich - mitunter mühsam - ergoogeln, aber was macht man nicht alles für einen Länderpunkt in der Antarktis, in Kenia, in einer Reihe von anderen Ländern oder in diversen US-Staaten. Amerikanische Cacher haben sich dann über diese Logunsitte - speziell von deutschen Cachern – aufgeregt, denn auch bei einem Virtual Cache sollte ein Besuch an der Location Voraussetzung für einen Fundlog sein.
Nachdem Groundspeak ex cathedra verkündete: „Ohne Cachebehälter und Logbuch kein Cache“ wanderten die Virtuals in die Versenkung und es gibt nur noch wenige, die nach einem Besuch vor Ort logbar sind.

Auch bei Earthcaches fehlt das Logbuch und selbst der Fotonachweis, dass man an der geologischen Besonderheit war, ist nur noch freiwillig. Man muss nach Beantwortung der Fragen auch nicht mehr auf die Logfreigabe durch den Owner warten, die mitunter wirklich lange auf sich warten ließ, sondern darf nach den Richtlinien sofort loggen.

Zumindest bei den wenigen noch existierenden Webcam-Caches ist ein Fotonachweis gefordert. Häufig kann man darauf zwar den Cacher nur als kleinen Punkt sehen und schon gar nicht identifizieren. Aber zumindest der Nachweis, vor Ort gewesen zu sein, ist erbracht.

Für alle anderen Cache-Arten gilt der Name im Logbuch oder auf dem Logstreifen als Fundnachweise. Oder … vielleicht doch nicht?

„Aus zeitlichen Gründen musste ich die Runde leider abbrechen. Aber da ich alle anderen Caches der Runde gefunden habe, hätte ich auch diesen gefunden und erlaube mir daher den Cache als gefunden zu loggen.“

Dieser Online-Log ist nicht Satire, sondern den habe ich in dieser Form vor kurzem echt gefunden. Nur die Quelle bzw. den Cache habe ich mir nicht notiert. Vielleicht stößt jemand auf diesen originellen Log und gibt mir Bescheid. Schon lustig, was es so alles gibt.

Etwas grenzwertig sind auch die Fotologs. Bei stark vermuggelten Locations hat der Owner mitunter das Loggen per Foto und ohne Eintrag in den Logstreifen im Listing genehmigt. Das dient letztlich dem Schutz der Dose und dagegen ist auch nichts einzuwenden.
Es hat sich aber auch eingebürgert, dass man bei einer abhanden gekommenen Dose den Ort des Verstecks fotografiert und den Cache als gefunden loggt. Das ist nur dann etwas peinlich, wenn der Cache tatsächlich noch vorhanden ist und nur nicht gefunden wurde.
Caches mit mehreren DNFs suche ich generell nicht oder logge eben ein „Nicht gefunden“. Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er sich in so einem Fall verhält.

Nicht immer steht der eigene Name im Logbuch. Wenn man mit mehreren anderen Dosensuchern unterwegs ist, dann ist auch ein Teamlog korrekt. Im Laufe der Jahre bin ich schon mit den unterschiedlichsten, meist geographischen Teamnamen, in diversen Logbüchern vertreten. Es macht ja auch keinen Sinn, vor der Dose stehend abzuwarten, bis man bei fünf oder mehr Cachern endlich mit dem Eintragen am Zug ist. Im Online-Log wird dann jedoch auf den Team-Eintrag verwiesen, damit sich der Owner nicht über den Log wundert. Ich glaube allerdings, dass die Zeiten, in denen vom Owner die Einträge im Logbuch mit den Online-Logs verglichen werden, wohl auch der Vergangenheit angehören.

Eine besondere Art des Loggens habe ich erst vor ein paar Tagen praktiziert. Mühsam hatte ich eine Buche an einem Bach erklommen. Den Kugelschreiber habe ich mir hinters Ohr geklemmt, um oben am Baum nicht groß in meinen Taschen wühlen zu müssen. Endlich an der Dose angekommen, mich an Ästen und am Stamm mit den Beinen und einem Arm sichernd, ging die freie Hand zum Stift. Nur -  der war beim Aufstieg wohl unbemerkt leider in den Bach gefallen. Ersatzstifte lagen im Rucksack und der im Cachemobil, das ein paar Hundert Meter entfernt parkte.
So zündete ich mir in luftiger Höhe eine Zigarette an und brannte ein kleines Loch in den Logstreifen des Petlings als meinen Fundnachweis. In der Zwischenzeit steht neben dem Loch auch mein Name, den ein anderes Team, das ich auf dem Rückweg traf, netter Weise eingetragen hat.

In den nächsten Tagen werden wohl zwei Fundeinträge von mir gelöscht werden. Auf einer kleinen Wanderrunde mit netten und originellen Verstecken fand ich auch zwei Vogelhäuschen mit verschlossenem Einflugloch, einem kleinen an eine Ecke geschriebenen GC und nach dem Öffnen zwar keine Dose, aber einen Logstreifen mit mehreren Einträgen. Da habe ich mich dann auch eingetragen.
Gestern schrieb mir der Owner eine e-mail, dass ich meinen Fund auf einen DNF ändern sollte, da dieser Logstreifen nicht das richtige Versteck wäre, was durch die D-Wertung von 3,0 ja ersichtlich sein sollte. Die Klappe aufzumachen genüge nicht, da steckt noch mehr dahinter wurde ich belehrt.
Es gibt immer wieder Überraschungen und seit ich auf Dosensuche gehe ist das das erste Mal, dass ich mit so einer Reaktion konfrontiert bin. Er mag ja recht haben mit seinem besonderen Versteck und so habe ich ihm angeboten, meinen Fund-Log einfach zu löschen.
Ich werde meinen Log selbst nicht ändern und ihm auch den Favoritenpunkt für die nette Runde nicht entziehen – aber ich bin um eine Erfahrung reicher, dass Name, Datum und Uhrzeit auf einem Logstreifen halt als „Fund“ manchmal doch nicht ausreichen.

Mittwoch, 27. März 2013

Frohe Ostern ... auf der Insel!


Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und dem kalten Ostwind der letzten Tage kann man wohl kaum von Frühlingswetter sprechen. In manchen Gegenden liegt noch Schnee und besonders im Osten gibt es noch jede Menge davon, mit gesperrten oder durch Unfälle blockierte Straßen.

Foto by Murazor 
Vor diesem Wetter ist der Cacher Murazor aus dem kalten Polen geflüchtet und sicher froh, seinen Urlaub auf den Osterinseln bei Temperaturen um 20 – 25 Grad Celsius zu verbringen. Und weil beim Cachen auch die soziale Komponente eine Rolle spielt, hat er zu einem Event eingeladen. An der Kreuzung der Straßen Policapro Toro und O Te Henau in Hanga Roa findet am 1. April 2013 – kein Aprilscherz – genau um 10 Uhr lokaler Zeit das Event statt. Ein Menschenauflauf wird es nicht werden, denn bisher ist man erst zu Dritt und ob noch weitere Cacher dazu kommen ist fraglich.

Ziemlich abgelegen ist die Insel im Südostpazifik, die politisch zu Chile gehört. 3.526 km sind es bis zur chilenischen Küste und 4.251 km nach Tahiti. Die nächste bewohnte Insel liegt über 2.000 km entfernt. Die Insel selbst ist vulkanischen Ursprungs und die Küste fällt steil bis zu einer Meerestiefe von 3.000 m ab.
Der Niederländer Jakob Roggeveen hatte es bei den wenigen Buchten nicht leicht, als er am 5. April 1722 im Auftrag der Westindischen Handelskompanie mit drei Schiffen dort anlandete und der Insel nach dem Landedatum am Ostersonntag den Namen gab. 
Auch heute noch müssen die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen mit kleinen Booten an Land gebracht werden, denn einen großen Hafen gibt es nicht. Üblicherweise fliegt man mit der LAN, der chilenischen Fluggesellschaft, von Santiago de Chile, von Peru oder von Tahiti aus auf die Insel, hauptsächlich um die Moai Statuen, die großen Steinfiguren, von denen es fast 1.000 gegeben haben soll, zu besichtigen.

Wenn es um Geocaching geht, dann ist die Insel kaum erschlossen. Neben dem aktuellen Event gibt es noch drei Earthcaches, drei Tradis und einen Mystery. Einheimische waren daran nicht beteiligt. Es waren Touristen, die cachemäßig den weißen Fleck auf der Landkarte im Pazifik tilgten und es waren cachende Touristen, die die Funde loggten.

Wenn man die wenigen Logs durchscrollt, dann findet man auch einige deutsche Cacher. 
Den Maunga Terevaka, mit 511 m über Seehöhe die höchste Erhebung der Insel, erklomm Darth_maul_3 im November 2009 bequem auf  Pferdesrücken und konnte mit diesem EC einen weiteren Länderpunkt sammeln. Auch wenn sein Account nicht mehr ganz aktuell ist, der Weltreisende hat rund 60 Länder besucht und dort Caches gefunden. Auch spuchtfink, ein Bremer Urgestein, war auf der Osterinsel erfolgreich.

Aber auch auf den Osterinseln läuft es ähnlich wie bei uns. Trotz mehreren Verbotsschildern und Absperrungen wird beim Easter Island, Quarryand Holes einfach weitergelaufen, um verbotener Weise zum Gipfel zu gelangen. Dabei hätte ein Foto am Verbotsschild zum Loggen ausgereicht. Mit einem EC hat das aber wohl nicht mehr viel zu tun.

Ein Cacher hat einen Tradi an einem hochgelegenen Vulkan sogar ohne GPS gefunden. 
Bei einer Wanderung hat er sich an das Foto in der Beschreibung erinnert und war nach kurzer Suche erfolgreich. Das war sein Cache # 9 und auch sein letzter in seiner nur kurzen Cachingkarriere. Die vorherigen acht anderen Funde waren in Chile, wo mein Bruder manso61 und ich gemeinsam bei einer Wanderung in der Nähe von Osorno erfolgreich waren.

Wer es zeitlich nicht mehr zum Event in Hanga Roa schafft: Ostercaches gibt es auch bei uns und am morgigen Dönerstag jede Menge Events, bei denen die Anreise nicht so lange und so teuer ist, andererseits aber die Temperaturen nicht so angenehm wie auf der Osterinsel sind, sondern eher .... siehe oben!