Montag, 14. Mai 2012

Die „Milestone Challenge“ – die fehlt uns noch in Deutschland


Zahlenmäßig fallen bei den rund einer Viertel Million Caches in Deutschland die „Mystery Challenge“ Caches kaum auf. Kaum 0,5 % aller Mysteries und nur etwa jeder Tausendste Cache in Deutschland ist so ein Challenge-Cache, bei dem man als „Suchberechtigung“ bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss.
Und bei den Kriterien, die zur Suche berechtigen, sind der Phantasie und dem Einfallsreichtum der Cacheowner keine Grenzen gesetzt.
Neben den geographischen Challenges mit nachgewiesenen Funden in allen Land- und Stadtkreisen eines Bundeslandes existieren eine Reihe von 366er Matrix Challenges (Ein Fund an jedem Kalendertag) oder in der Extremversion Funde an 366 Tage in ununterbrochener Reihenfolge. Es gibt als Beispiele die „X“ Owner, Tradis, Earthcache, Regular, Staaten, Funde pro Jahr, Long Distance Challenges, wobei das „X“ für 10, 100 oder mehr stehen kann. Selbst für Caches mit dem Attribut „restrooms nearby“ gibt es eine Challenge. Ob das in Notfällen eine praktische Hilfe darstellen kann, wage ich zu bezweifeln. Das ist dann wohl eher doch ein Griff ins Klo.
Da gibt es regelrechte Spezialisten, die in ihrer Homezone ganze Serien von diesen Dosen ausgelegt haben. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen ist durch die Herausforderungsgruppe rund um den  Bermudapunkt ein Bermuda-Dreieck von fast zwei Dutzend dieser Mystery-Challenges entstanden.

Eine Challenge habe ich in Deutschland allerdings bisher vergeblich gesucht: die „Milestone Challenge“.
Wenn ein Geocacher eine besondere Zahl von Funden erreicht, dann wird in den USA für ihn häufig zum Fund # 1.000 oder ein Vielfaches davon ein Cache ausgelegt, um an das denkwürdige Ereignis zu erinnern. Die Varianten reichen da - mit vielen Zwischenschritten - bis zum Cache für Fund # 25.000 und wahrscheinlich noch darüber hinaus. In Deutschland scheinen wir da sozialer eingestellt und organisieren für einen befreundeten Cacher dann eher ein Event.
Bei der „Milestone Challenge“ gelten nur Funde von solchen Caches, die für solche speziellen Ereignisse ausgelegt wurden. Von einem Startkapital von 200.000 Meilen wird dann nach unten gezählt. Ein 5.000 Jubiläums-Cache reduziert das „Kapital“ auf 195.000 und so geht es weiter nach unten, bis nach Überschreitung der Null-Linie die Logberechtigung für den Milestone-Challenge-Cache erreicht ist. Allein im Nordosten von Illinois können lt. Cachebeschreibung aktuell etwa 400.000 Meilen runter gezählt werden.
Michigan Chris allein, der seit Juni 2004 rund 29.500 Caches gefunden hat, macht dabei schon die halbe Miete aus. An die 100.000 Meilen kann man subtrahieren, wenn man alle für ihn ausgelegten Milestone Caches besucht hat. Allerdings, auch die US Cacher sind ein soziales Volk, denn 20.000 Meilen stammen dabei von einem – jetzt archivierten – Event zu seinem Fund # 20.000.

Da ist mir die deutsche Variante mit einem Event-Cache zum einem Jubiläum eines alten Cacherfreundes, mit einem Händedruck und einem Schulterklopfen, dann doch lieber.
„Die „Milestone Challenge“ – die fehlt uns noch in Deutschland“ oder sollte ich besser schreiben „Die Milestone Challenge – die fehlt uns gerade noch in Deutschland“?
Die Motivation zur Dosensuche ist so vielfältig wie die Art der Caches und jeder soll nach seinem Geschmack das suchen, was ihm Freude macht. Wem so eine Challenge nicht gefällt, der kann sie ja einfach links liegen lassen.
Da viele dieser Challenges mit  D 5,0 bewertet sind und ich bei der Dosensuche nicht zu der mit Ausrüstung kletternden Cacher-Spezies gehöre, werde ich mit solchen hoch bewerteten Funden dann meine 81er Matrix auffüllen, um damit dann auch dieses Challenge irgendwann einmal zu erfüllen. 

Kommentare:

  1. Äääh, wie ich das verstehe, sammelst du Meilen durch das Finden von Jubi-Caches. Wo ist da also das Problem?
    Ist doch ein prima Challenge.

    Ich weiß ja nicht, wie Du mit D5-er Challenges deine Lücken bei T5 (mangels Kletterausrüstung) in der 81er-Matrix füllen willst,....
    Mal ganz davon ab, daß man ohne Kletterausrüstung an die 81er Challenge Dosen in der Regel nicht rankommt - denn, wer die Matrix voll hat, muß dafür ja wohl geklettert sein (glauben zumindest offensichtlich die, die die Dosen ausgelegt haben). Die haben anscheinend noch nie was von zugeforenen Seen oder Booten gehört.

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    1. @ Atti
      sehe damit ja auch kein Problem, weil mir Challenges dieser Art grundsätzlich gefallen.
      Was die 81er Challenge betrifft da schau Dir mal GC2NVD5, GC2PDNH oder GC33QR9 an. Die sind dann auch in der T-Wertung sehr hoch, obwohl das "Final" dem nicht entspricht. Und mit den Seen oder Booten wg. T 5,0 hast Du ja absolut recht.

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