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Montag, 14. Juli 2014

Danke Jungs !

Es war ein packendes Finale. 120 Minuten Spannung pur, mitfiebern und mitzittern. Und selbst als Mario Götze in der 113. Minute nach Flanke von André Schürrle für ein sehenswertes Tor und in ganz Deutschland für einen Jubelschrei sorgte, war es noch nicht ausgestanden, denn in den letzten Minuten konnte ja noch viel passieren.
Jetzt sind wir Weltmeister!

So wie die Namen Toni Turek, Max Morlock, Fritz und Ottmar Walter, Helmut Rahn und all die anderen aus der 1954er Mannschaft unvergessen sind und von jedem Fußballfan fast lückenlos aufgezählt werden können, so wird es auch den Spielern aus dem Team der Weltmeisterschaftsmannschaft 2014 ergehen.

Dafür werden sicher auch die fußballbegeisterten Cacher sorgen, die für ihre Helden von Rio schon bald kleine Runden mit einem Cache pro Spieler auslegen werden. Der Bonus sollte dann aber dem Bundestrainer gewidmet sein, denn er war es, der aus Spitzenkönnern ein Team geformt hat.

Eine Weltmeister-Runde gibt es ja schon seit Anfang Juni 2014 noch vor Beginn der Weltmeisterschaft im südlichen Hessen. Die  Fussball-Weltmeisterschaft 2014 besteht aus 12 Tradis und ist den Spielern der Finales gewidmet. Welch ein Zufall: Lediglich Sami Khedira war beim Endspiel Zuschauer, alle anderen sind korrekt aufgeführt. Da war der Owner Hexe5380 wohl sehr weitsichtig.


Diese Woche werde ich die 4,5 km lange Feldweg-Runde in der Nähe von Griesheim besuchen, um so für spannende Wochen und den 4. Titel quasi meinen Dank abstatten. Meine in den letzten Wochen gesammelten 50 REWE Spielerkärtchen aus Plastik – schlicht oder glitzernd – werden, sofern es der Platz in der Dose erlaubt, dabei ein neues Zuhause finden.


In der nächsten Zeit werden wohl einige „Helden von Rio“ oder „Weltmeister 2014“ Serien in Deutschland entstehen. Runden wie „Schnewittchen und die sieben Zwerge“, „Memories“ oder andere Themenrunden haben ausgedient. Jetzt gibt es Aktuelleres und wenn man nicht den ganzen Kader einschl. Trainer und Betreuer berücksichtigt, dann werden das auch keine Powertrails, sondern nette kleine Wanderungen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Zettelwirtschaft


Große Mühe hat er sich ja gegeben bei seinem Powertrail in vier Rundkursen über insgesamt knapp 30 Kilometer auf Wirtschafts- und Wanderwegen durch die Rhön. Über 100 Dosen hat er dabei ausgelegt und meist mit jeweils 4 Streifen des Mini-Logbuchs bestückt.
Man wundert sich, dass man im Zeitalter der digitalen Fotographie überhaupt noch so viele schwarze Filmdöschen mit grauem Deckel auftreiben kann. Anscheinend sind sie ihm bei der Vorbereitung dann ausgegangen, denn gegen Ende überwiegen Petlinge oder enghalsige Kaugummi- oder ähnliche Döschen.
Man kann die Runde von einem zentralen Punkt aus, wie die Blätter eines Kleeblatts, mit dem Rad abfahren und manche sogar als drive-in mit dem Auto machen. Die schönste Variante ist aber immer noch das Abwandern an zwei Tagen und als Relaisstation bietet sich das zentral gelegene Landhotel förmlich an.

Seit Anfang November 2011 haben über 500 Cacher des Angebot von LI*MO angenommen und die Runden „Oh ein Cache“ in der Nähe von Kalmbach in Nordhessen absolviert.

Beim Auslegen der Dosen und dem Versteck unter Laub und Moos im Wurzelbereich waren die gerollten Logstreifen noch blank und sauber. Das hat sich allerdings bei rund 50 – 60 Logs pro Monat schnell geändert. Mit Fingern, die durch die Suche im Moos schon schmutzig waren, wurde das Döschen geöffnet und der Logstreifen – besonders bei den enghalsigen Kaugummidöschen – mühsam herausgezogen. Das hat erdig braune Spuren hinterlassen und im Laufe der Logs wurden die Streifen schmutzig-braun, zerknittert und durch die Witterung und nasse Finger auch schon mal feucht.
Irgendwann war die Kapazität der Streifen nach rund 250 Logs erschöpft und so häuften sich die Zettel in den Döschen. Vom Abriss einer ausgedruckten Cachebeschreibung, Notizzetteln bis zum Kaugummipapier oder Stanniolpapier aus der Zigarettenschachtel – alles war vertreten. In Reihenfolge zu loggen war nicht mehr möglich und so verewigte man sich als Finder dort, wo gerade mal noch Platz war. Der Platz in mancher Dose wurde durch die Hilfslogzettel immer enger und die Dosen dreckiger. Da mag sich mancher sogar geekelt haben.

Ein Mal scheinen die Logstreifen schon ersetzt worden zu sein und manche Döschen waren für die Verhältnisse noch ganz in Ordnung. Bei besonders krassen Fällen habe ich am1. Tag meiner Tour noch Logstreifen ergänzt. Das scheint zwar nicht mehr den aktuellen Gepflogenheit zu entsprechen, aber aus alter Gewohnheit habe ich halt immer noch einige Logstreifen dabei, wenn ich auf Tour gehe. An die 8 – 10 Logstreifen habe ich ergänzt, dann war meine Reserve aufgebraucht.

Inzwischen scheint der Owner eine Wartungsrunde gedreht zu haben, denn in dem einen oder anderen Log steht etwas von neuem Logbuch zu lesen.
Ist schon eine Aufgabe, wenn man auf einer Strecke von rund 30 km über 100 Logstreifenrollen ersetzen muss. Da kann es dann auch schon vorkommen, dass man vergisst, eine kleine Dankesmail für einen zusätzlich eingelegten Logstreifen  zu schreiben. 
Ist aber vielleicht auch nicht mehr die aktuelle Gepflogenheit in Cacherkreisen.
Dafür habe ich mich aber über eine nette Mail eines anderen Owners gefreut, des sich herzlich für den zusätzlichen Logstreifen in seinem Cache bedankt hat, weil ihm das eine längere Anfahrt erspart hat. Vielleicht ist Höflichkeit und ein kleiner Dank - für eine eigentliche Selbstverständlichkeit - doch nicht so unüblich geworden.

Montag, 14. Mai 2012

Die „Milestone Challenge“ – die fehlt uns noch in Deutschland


Zahlenmäßig fallen bei den rund einer Viertel Million Caches in Deutschland die „Mystery Challenge“ Caches kaum auf. Kaum 0,5 % aller Mysteries und nur etwa jeder Tausendste Cache in Deutschland ist so ein Challenge-Cache, bei dem man als „Suchberechtigung“ bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss.
Und bei den Kriterien, die zur Suche berechtigen, sind der Phantasie und dem Einfallsreichtum der Cacheowner keine Grenzen gesetzt.
Neben den geographischen Challenges mit nachgewiesenen Funden in allen Land- und Stadtkreisen eines Bundeslandes existieren eine Reihe von 366er Matrix Challenges (Ein Fund an jedem Kalendertag) oder in der Extremversion Funde an 366 Tage in ununterbrochener Reihenfolge. Es gibt als Beispiele die „X“ Owner, Tradis, Earthcache, Regular, Staaten, Funde pro Jahr, Long Distance Challenges, wobei das „X“ für 10, 100 oder mehr stehen kann. Selbst für Caches mit dem Attribut „restrooms nearby“ gibt es eine Challenge. Ob das in Notfällen eine praktische Hilfe darstellen kann, wage ich zu bezweifeln. Das ist dann wohl eher doch ein Griff ins Klo.
Da gibt es regelrechte Spezialisten, die in ihrer Homezone ganze Serien von diesen Dosen ausgelegt haben. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen ist durch die Herausforderungsgruppe rund um den  Bermudapunkt ein Bermuda-Dreieck von fast zwei Dutzend dieser Mystery-Challenges entstanden.

Eine Challenge habe ich in Deutschland allerdings bisher vergeblich gesucht: die „Milestone Challenge“.
Wenn ein Geocacher eine besondere Zahl von Funden erreicht, dann wird in den USA für ihn häufig zum Fund # 1.000 oder ein Vielfaches davon ein Cache ausgelegt, um an das denkwürdige Ereignis zu erinnern. Die Varianten reichen da - mit vielen Zwischenschritten - bis zum Cache für Fund # 25.000 und wahrscheinlich noch darüber hinaus. In Deutschland scheinen wir da sozialer eingestellt und organisieren für einen befreundeten Cacher dann eher ein Event.
Bei der „Milestone Challenge“ gelten nur Funde von solchen Caches, die für solche speziellen Ereignisse ausgelegt wurden. Von einem Startkapital von 200.000 Meilen wird dann nach unten gezählt. Ein 5.000 Jubiläums-Cache reduziert das „Kapital“ auf 195.000 und so geht es weiter nach unten, bis nach Überschreitung der Null-Linie die Logberechtigung für den Milestone-Challenge-Cache erreicht ist. Allein im Nordosten von Illinois können lt. Cachebeschreibung aktuell etwa 400.000 Meilen runter gezählt werden.
Michigan Chris allein, der seit Juni 2004 rund 29.500 Caches gefunden hat, macht dabei schon die halbe Miete aus. An die 100.000 Meilen kann man subtrahieren, wenn man alle für ihn ausgelegten Milestone Caches besucht hat. Allerdings, auch die US Cacher sind ein soziales Volk, denn 20.000 Meilen stammen dabei von einem – jetzt archivierten – Event zu seinem Fund # 20.000.

Da ist mir die deutsche Variante mit einem Event-Cache zum einem Jubiläum eines alten Cacherfreundes, mit einem Händedruck und einem Schulterklopfen, dann doch lieber.
„Die „Milestone Challenge“ – die fehlt uns noch in Deutschland“ oder sollte ich besser schreiben „Die Milestone Challenge – die fehlt uns gerade noch in Deutschland“?
Die Motivation zur Dosensuche ist so vielfältig wie die Art der Caches und jeder soll nach seinem Geschmack das suchen, was ihm Freude macht. Wem so eine Challenge nicht gefällt, der kann sie ja einfach links liegen lassen.
Da viele dieser Challenges mit  D 5,0 bewertet sind und ich bei der Dosensuche nicht zu der mit Ausrüstung kletternden Cacher-Spezies gehöre, werde ich mit solchen hoch bewerteten Funden dann meine 81er Matrix auffüllen, um damit dann auch dieses Challenge irgendwann einmal zu erfüllen. 

Dienstag, 17. Mai 2011

Die Kurpfalz-Challenge

Zersplittert und ohne ein geschlossenes Territorium war die Kurpfalz 1789 administrativ in die drei Hauptstädte Mannheim, Heidelberg und Frankenthal und in 19 Oberämter gegliedert. Dann hat das Reich den Krieg gegen das revolutionäre Frankreich verloren und Napoleon konnte ihm seinen Willen diktieren.
So wurde der Rhein die neue Grenze zu Frankreich und die Verhältnisse in Deutschland wurden nach den französischen Vorstellungen neu geordnet. Und dabei hat er die 5.000 Quadratkilometer große Kurpfalz einfach von der Landkarte gewischt.
Heute findet man das Territorium der ehemaligen Kurpfalz in den Bundesländern Baden-Würrtemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. 8 Städte, 24 Landkreise und insgesamt 455 Gemeinden können sich dabei stolz auf ihre kurpfälzische Vergangenheit berufen.
Damit die Geschichte der Kurpfalz lebendig bleibt habe ich im Januar 2008 zur Kurpfalz-Challenge aufgerufen. Dieser 5,0/3,5 Mystery soll das Interesse an der Vielfalt unserer Landschaften, unserer Kultur und den Kurpfalz-Caches wecken und das Bewusstsein zur großen Vergangenheit der Kurpfalz stärken.
Damals war das nach meinem wissen die 1. geographische Challenge in Deutschland und es hat ein paar Wochen gedauert, bis der Reviewer und ich uns über die Veröffentlichung einig waren.
Um die Challenge zu erfüllen und die coords des Final zu erhalten muss in jedem der 32 Städte und Landkreise zumindest ein Cache gefunden werden. Rund 100 Cacher haben sich in den vergangenen 3 1/4 Jahren dieser Herausforderung gestellt. 29 haben sie erfolgreich abgeschlossen und wurden in die Ehrenliste der Kurpfalz-Challenge aufgenommen.
Der Weg zum FTF wurde ein Kopf an Kopf Rennen zwischen SteinGans und MA-MA-MA-„der Marathoni“. Mit einem halben Jahr hatte ich gerechnet, bis der erste der Challenger alle 32 Caches gefunden haben würde. Aber schon drei Wochen nach Veröffentlichung haben beide im Abstand von 2,5 Stunden ihre 32 Funde gemeldet. Jetzt hatte plötzlich ich ein Problem: Das Final war noch nicht ausgelegt! Mit einer schnellen Fahrt ins „Herz der Kurpfalz“ war das bald nachgeholt und beide erhielten im gleichen zeitlichen Abstand von 2,5 Stunden die nötigen Informationen zum Final. Am 03.07.08 loggte SteinGans den FTF. MA-MA-MA“der Marathoni“ zog am 07.02.08 nach – war leider auf Geschäftsreise – und slotti holte sich am 18.02.08 Bronze.
Manche haben sich das Final für eine „besondere Gelegenheit“ aufgehoben. Für eMundeS, nichtsnutz & Daria74, LFRB, echostonie und die Nebelfee war es der 1.000 gefundene Cache, bei bob-der-baumeister die # 3.000.
Manchen reicht die Herausforderung Caches in 32 verschiedenen Städten und Landkreisen zu finden allein nicht aus. Sie setzen sich zusätzliche eigene Ziele: So spezialisierten sich „Die wilde Hexenbande“ und asla auf Mysteries und die wilde Hexe erreichte damit den bisher höchsten Durchschnittswert von D/T 3,50/2,36. Doch dann kam nerre mit seinem Endergebnis: Sämtliche 32 Caches nur als T 5,0. Das ist beachtlich und so wird sein Durchschnitt von 3,67/5,0 auch in Zukunft kaum zu überbieten sein.
Nach den logs zu urteilen hat es allen Spaß gemacht und jeder für sich hat neue Gegenden kennengelernt und bisher Unbekanntes gesehen. So sollte es ja auch sein: Ein freundschaftlicher und ehrlicher Wettbewerb um das Geocachen in der Kurpfalz zu fördern.
Was ich bedauere: Als Owner kann ich mich ja leider nicht daran beteiligen. Aber es gibt ja inzwischen ein paar andere Challenges, denen auch ich mich stellen kann.

Samstag, 14. Mai 2011

Der Reichensächser-GC-Wanderweg

Aufgefallen ist mir der von Thorge im Oktober 2009 susgelegte Reichsensächser-GC-Wanderweg erstmals im Frühjahr 2010, als ich anfing meine Nordlandtour zu planen. Auf der Rückfahrt wollte ich ihn abwandern, aber es kam dann doch anders. Schon zwei Tage Regen – damit kann man leben - aber dann am Tag, als ich in Reichensachsen Station machen wollte, ein richtiger Platzregen bei dem es nur so gekübelt hat. Da ließ ich es dann doch sein und bin auf der Autobahn geblieben und direkt nach Hause gefahren.
Dieses Mal war es anders. Herrlichstes Sommerwetter auf meiner Landkreis-Entdeckungstour, bei der ich an vier Tagen schon 17 neue Landkreise auf meiner Deutschlandkarte einfärben konnte. Den Abschluss sollte diese Runde im Werra-Meissner Kreis, dem letzten noch unbecachten Landkreis in Hessen, bilden.
Auf der Herfahrt hat Radio Brocken gefühlte 30 Grad versprochen. Da war ich dann auch recht froh, als es vom empfohlenen Parkplatz bei # 1 aus nach den ersten Caches auf unbeschatteten Feldwegen endlich in den kühlen Buchenwald ging.


Aber Albatross denkt und Thorge lenkt!. Schon bald ging es ziemlich heftig nach oben und das war dann ziemlich schweißtreibend. Bin nach der # 7 auch noch vom richtigen Weg abgekommen – was hier nicht sinnbildlich zu verstehen ist – und da kamen bis zu # 8 noch ein paar Meter quer durch den Wald dazu. Ich war die letzten Tage schon viel gewandert und daher ganz froh nach einer guten Stunde die Ludwigsruhe zu erreichen.
Wenn ein Platz schon so heißt und mit einer Bank einlädt, dann sollte man solche Angebote nicht abschlagen. Und so saß ich und hörte dem Rascheln der Buchenblätter der grandiosen Ludwigsbuche zu.
Die Hütte am Wichtelbrunnen wird vom Werratalverein am 1. und 3. Sonntag im Monat bewirtschaftet und da scheint einiges los zu sein. Als ich vorbei kam war weder Wanderer noch Wichtel zu sehen. Ab hier kann man eine Verlängerung um weitere 9 Caches einfügen – wenn man dazu Lust und Zeit hat.
Nach Überwindung des höchsten Punktes der Runde ist bei # 15 eine Bank mit herrlicher Fernsicht erreicht. Hier kann man sitzen bleiben und die Seele durchbaumeln lassen. Ab jetzt geht es nur noch abwärts, zuerst durch den Wald, dann auf Feldwegen, bis man wieder am Ausgangsparkplatz angekommen ist.

Über 420 Cacher haben bisher die Runde erwandert und die meisten sicher schneller als ich. Bei mir hat die 6,1 km lange Runde mit 350 Höhenmetern 3 ½ Stunden gedauert – ohne Erweiterung, aber mit angenehmen Pausen. Die 24 Döschen waren alle so versteckt, wie der Owner es versprochen hatte: „Finden statt Suchen“. Mit der Erweiterung können es sogar 33 Tradis werden. Hier hat sich einer große Mühe gemacht und sogar ausdruckbare Zusammenfassungen vorbereitet für alle die, die nicht standardmässig mit dem Roadbook unterwegs sind.
Und ich habe dazu gelernt, dass es nicht nur im Allgäu und den Voralpen mitunter doch etwas fordernde Wanderrouten geben kann - nicht den Spaziergang auf gleicher Höhe, den ich erwartet hatte. Aber die Erfahrung habe ich gern gemacht, denn der Reichensächser-GC-Wanderweg lohnt sich.

Freitag, 1. April 2011

Smiley in Hessen - eine empfehlenswerte Wanderrunde

Es war nicht Forrest Gump, der den Smiley erfunden hat, wie man uns im gleichnamigen Film mit Tom Hanks klar machen will. Es war vielmehr der Werbegrafiker Harvey Ball, der 1963 von der State Mutual Life Assurance Cos. of America den Auftrag erhielt einen Button zu gestalten, der das Betriebsklima heben sollte. Und so zeichnete er einen Kreis, malte ihn gelb aus, setzte noch zwei Punkt hinein, darunter einen Halbkreis ... und der erste Smiley war geboren. 45 Dollar hat er für seinen Entwurf erhalten und bis zu seinem Tod im April 2001 mag es ihn gereut haben, dass er seinen Entwurf nicht schützen ließ.
Da war der französische Journalist Franklin Loufrani geschäftstüchtiger. Zur Auflockerung eines Zeitungsartikels erfand auch er einen Smiley, meldete ein Geschmacksmuster in Frankreich und später in über 80 Ländern an und ist durch die Nutzungsrechte heute Millionär.
Inzwischen gibt es Tausende unterschiedlicher Smileys in vielen Farben und Formen als einfache Grafik oder animiert, allein oder in Gruppe. Mir ist der einfache schlichte gelbe Smiley, so wie ihn Harvey Ball erfunden hat, noch immer der liebste von allen.
Und weil die Form so einfach und originell ist haben sich Smileys auch als Cacheform niedergeschlagen. Die blackschnecks haben zwischen Blasbach und Hohensolms im Lahn-Dill-Kreis gerade mal 5 km vom Wetzlarer Autobahnkreuz eine solche Smileyrunde ausgelegt. Eine Cacheserie, die ein wenig Licht in den trüben Alltag bringen soll. 26 Tradis und die beiden Augen als Bonus, für die man Daten aus den Tradis braucht. Und damit bei einem DNF der Smiley nicht halb oder ganz blind bleibt ist sogar eine Handynummer als Telefonjoker angegeben. Wenn das kein lobenswerter Service ist!
Wer einen gemütlichen Spaziergang auf ausgebauten Wald- und Wanderwegen erwartet, der ist hier fehl am Platz. Ohne die beiden Bonuscaches sind es etwas 8,5 km und satte 550 Höhenmeter. Und warum für die Runde zwischen fünf und sieben Stunden benötigt werden wird einem auch bald klar: Vielleicht 1,5 km bin ich auf Wegen gelaufen, der Rest ging querfeldein durch den Laubwald. Vor allem im 2. Teil auch noch ziemlich rauf und runter.
Nette und abwechslungsreiche Caches gibt es zu finden und auch die Verstecke sind nicht immer der "Waldstandard". Wenn man dann fündig geworden ist, - durchwegs D 3,0 - dann fängt bei manchem die Arbeit erst richtig an. Die Empfehlung u.a. einen dünnen Edding und eine Pinzette mitzunehmen und den Ausdruck der Runde im Listing hat schon seinen Grund.
Die phantastischen 3 waren - wie der Smiley spezial in ihrem Log zeigt - für den Rundenabschluss besser vorbereitet. Ich war froh, im Auto noch eine Flasche Wasser (lauwarm) zu finden.
Wer gerne abseits ausgetretener Pfade durch den Wald streift, für den kann ich diese tolle Runde nur empfehlen.
PS: Mit dem Lahn-Dill-Kreis sind es jetzt 285 Landkreise von 435. Die Smiley-Runde war heute die Kür.

Mittwoch, 16. März 2011

Eine Frage der Ehre !

Eine Auszeichnung oder Ehrung erhält eine Person, Gruppe oder Organisation für herausragende Leistungen in einem bestimmten Bereich. Solche Ehrungen können von Personen oder Institutionen erfolgen und sie finden meist im Rahmen einer Feier statt.
Wenn man diese Definition zu Grunde legt, dann erfüllt keine "Ehrentafel" und kein "Field of Fame" diese Kriterien. Hier werden nicht Geocacher für besondere Leistungen von anderen geehrt. Jeder einzelne Cacher verewigt sich ja selbst mit einer Dose im Ehrenfeld und das nicht unbedingt bei einer beeindruckenden Feier.
Aber der Begriff "Ehrentafel" hat sich nun mal eingebürgert und je größer die Zahl der Geehrten, desto häufiger wird eine solche Ehrentafel auch besucht. Wo sonst kann man in so kurzer Zeit so viele Dosen finden.
Als ich im November 2009 die Ehrentafel Rhein-Mosel (Beispielcache) zum ersten Mal besuchte, da waren es über 50 gefundene Dosen an einem langen Wandertag kreuz und quer durch den Wald. 10 - 15 Caches blieben damals zum Teil etwas abseits der Route unbesucht. In der zwischenzeit haben sich auf Deutschlands wohl bedeutendstem Field of Fame über 150 Cacher verewigt. Vom einfachen 1,0/1,5 Tradi bis zum T 5,0 Klettercache oder sogar einem Earthcache, von der Filmdose oder Petling bis zum liebevoll gestalteten Regular, alles ist vertreten.

Schwierig wird es, wenn man die Ehrentafel mit Freunden besucht, die vorher selbst schon in diesem FoF, in diesem Fall "Forest of Fame" eine Runde gedreht haben. Dann muss man erst eine Tour mit möglichst wenigen Überschneidungen von bereits gefundenen Caches suchen. So blieb Team haliju> und mir nur der Weg an der nördlichen Peripherie als größter gemeinsamer Nenner für unsere Tour übrig. Ein Cachemobil strategisch am Ende geparkt und mit dem anderen zum Anfang der Runde - auf der A 61 Seite - fahren, um ein paar Höhenmeter zu sparen - und das war auch gut so.
Nach 12,1 km und 450 Höhenmetern haben wir nach 5 1/2 Stunden unsere Runde bei prachtvollem vorfrühlingswetter dann abgeschlossen. Trotz der 31 Caches und weiteren 13 auf einen anschließenden kleinen alleinigen Extratour vor Rückfahrt bleiben immer noch genügend Caches für eine weitere Tageswanderung übrig.

Die Ehrentafel Rhein-Mosel ist die grösste aber nicht die einzige Ehrentafel im Süden Deutschlands. Bei Neumarkt in der Oberpfalz kann man die dortige Ehrentafel (Beispiel) mit zur Zeit rund 50 Caches in einem Waldstück erwandern.
Bei Karlstadt im Landkreis Main-Spessart in Bayern gibt es eine Ehrentafel (Beispiel) mit rund 30 - 40 aktiven Caches. Die meisten sind auf Wald- und Feldwegen Fahrrad und Autofahrerfreundlich ausgelegt und - wer das mag - als drive-by erreichbar. Ich bin das Ehrenfeld mit strategischem Umparken lieber abgelaufen.
Eine Ehrentafel (Beispiel) mit 20 - 20 Caches entsteht in einem Wald nordwestlich von Wiesbaden und im Neckar-Odenwald-Kreis im nördlichen Baden-Württemberg mit ca. 25 Caches habe auch ich mich mit meinem Cache vereweigt.

Bei mancher Ehrentafel gab es durch den häufigen manchmal auch nächtlichen Besuch Ärger mit den lokalen Jägern, was ja auch irgendwie nachzuvollziehen ist. Seit von den Cacheownern darum gebeten wird keine nächtliche Dosensuche mehr durchzuführen, um die Belastung für Wild und Natur geringer zu halten und um das Verhältnis zu den Grünröcken nicht weiter zu belasten und dieser Bitte auch entsprochen wird, hat sich die Situation entspannt. Diesen Wunsch und der Bitte der Owner zum Erhalt der Ehrentafel einzuhalten, das ist nun wirklich eine Frage der Ehre.

Es gibt Puristen, die nichts von diesen Ehrentafeln halten und sie als reines Doseneinsammeln beurteilen. Dem muss ich widersprechen: Man kann sicher auf Powertrails oder auch sonst eine größere Anzahl von Caches an einem Tag finden. Hier muss man aber einige Stunden und je nach geplanter Route 10 - 15 Kilometer durch die Wälder wandern.
Ich mache das gerne und wem das nicht gefällt, der bleibt halt weg und sucht sich andere interessante Caches und andere Herausforderungen.