Samstag, 14. Mai 2011

Der Reichensächser-GC-Wanderweg

Aufgefallen ist mir der von Thorge im Oktober 2009 susgelegte Reichsensächser-GC-Wanderweg erstmals im Frühjahr 2010, als ich anfing meine Nordlandtour zu planen. Auf der Rückfahrt wollte ich ihn abwandern, aber es kam dann doch anders. Schon zwei Tage Regen – damit kann man leben - aber dann am Tag, als ich in Reichensachsen Station machen wollte, ein richtiger Platzregen bei dem es nur so gekübelt hat. Da ließ ich es dann doch sein und bin auf der Autobahn geblieben und direkt nach Hause gefahren.
Dieses Mal war es anders. Herrlichstes Sommerwetter auf meiner Landkreis-Entdeckungstour, bei der ich an vier Tagen schon 17 neue Landkreise auf meiner Deutschlandkarte einfärben konnte. Den Abschluss sollte diese Runde im Werra-Meissner Kreis, dem letzten noch unbecachten Landkreis in Hessen, bilden.
Auf der Herfahrt hat Radio Brocken gefühlte 30 Grad versprochen. Da war ich dann auch recht froh, als es vom empfohlenen Parkplatz bei # 1 aus nach den ersten Caches auf unbeschatteten Feldwegen endlich in den kühlen Buchenwald ging.


Aber Albatross denkt und Thorge lenkt!. Schon bald ging es ziemlich heftig nach oben und das war dann ziemlich schweißtreibend. Bin nach der # 7 auch noch vom richtigen Weg abgekommen – was hier nicht sinnbildlich zu verstehen ist – und da kamen bis zu # 8 noch ein paar Meter quer durch den Wald dazu. Ich war die letzten Tage schon viel gewandert und daher ganz froh nach einer guten Stunde die Ludwigsruhe zu erreichen.
Wenn ein Platz schon so heißt und mit einer Bank einlädt, dann sollte man solche Angebote nicht abschlagen. Und so saß ich und hörte dem Rascheln der Buchenblätter der grandiosen Ludwigsbuche zu.
Die Hütte am Wichtelbrunnen wird vom Werratalverein am 1. und 3. Sonntag im Monat bewirtschaftet und da scheint einiges los zu sein. Als ich vorbei kam war weder Wanderer noch Wichtel zu sehen. Ab hier kann man eine Verlängerung um weitere 9 Caches einfügen – wenn man dazu Lust und Zeit hat.
Nach Überwindung des höchsten Punktes der Runde ist bei # 15 eine Bank mit herrlicher Fernsicht erreicht. Hier kann man sitzen bleiben und die Seele durchbaumeln lassen. Ab jetzt geht es nur noch abwärts, zuerst durch den Wald, dann auf Feldwegen, bis man wieder am Ausgangsparkplatz angekommen ist.

Über 420 Cacher haben bisher die Runde erwandert und die meisten sicher schneller als ich. Bei mir hat die 6,1 km lange Runde mit 350 Höhenmetern 3 ½ Stunden gedauert – ohne Erweiterung, aber mit angenehmen Pausen. Die 24 Döschen waren alle so versteckt, wie der Owner es versprochen hatte: „Finden statt Suchen“. Mit der Erweiterung können es sogar 33 Tradis werden. Hier hat sich einer große Mühe gemacht und sogar ausdruckbare Zusammenfassungen vorbereitet für alle die, die nicht standardmässig mit dem Roadbook unterwegs sind.
Und ich habe dazu gelernt, dass es nicht nur im Allgäu und den Voralpen mitunter doch etwas fordernde Wanderrouten geben kann - nicht den Spaziergang auf gleicher Höhe, den ich erwartet hatte. Aber die Erfahrung habe ich gern gemacht, denn der Reichensächser-GC-Wanderweg lohnt sich.

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