Freitag, 22. Juni 2012

Pimp your Stats: Auf nach Ohrsleben !


Von der A 2 zwischen Braunschweig und Magdeburg sind es von Helmstedt an der Grenze von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gerade mal 20 Kilometer auf der B 245a bis nach Ohrsleben. Ein Klacks für alle Cacher, die, um ihre Statistik aufzupeppen, oft Hunderte von Kilometern quer durch Deutschland fahren.


Hotensleber Statistik Runde oder kurz HSR heißt der neueste Statistik-Trail. Eigentlich liegt ja Ohrsleben und nicht Hotensleben strategisch günstig in der Mitte, von wo aus man fast sternförmig seine Sammelrunden drehen kann. Am 21. April hat Scom die ersten 15 Dosen ausgelegt und in der Beschreibung versprochen, die Runde auf 250 Dosen zu erweitern. Ein Mann ein Wort! Aktuell sind es 222, aber die L 104 verträgt ja noch ein paar und so werden es auf engstem Raum schon an die 250 Filmdöschen werden.

Seit Januar 2012 ist Scom dabei und hat bisher rund 500 Dosen gefunden und selbst 240 ausgelegt.
Meinen ersten Cache habe ich entwickelt, als ich schon etwa 200 andere Caches gefunden hatte. Ein aus heutiger Sicht mieses Verhältnis, aber die Zeiten haben sich halt geändert. Während ich mir damals viele Ideen und Anregungen bei den gefundenen Regulars holte – Filmdosen und Petlinge gab es 2004 kaum – und auch versuchte, diese Anregungen aufzunehmen und in veränderter Form umzusetzen, werden heute standardisierte Dosen und Petlinge ohne großen Anspruch alle 200 m platziert. Da braucht man nicht auf eine größere Erfahrung zurückzugreifen.

Mir gefällte es, wenn Scom in der Beschreibung schreibt:
„Dieser Cache ist allen Statistik-Cachern gewidmet. Einfach ein schneller Cache für zwischendurch und ein weiterer Punkt für die Statistik“. Die ersten Beschreibungen enthalten sogar noch den freundlichen Hinweis, dass "dies sozusagen ein Schnellcache ist" und dass "der Online Log aus maximal 10 Wörtern bestehen darf."

Dass jetzt auch Sachsen-Anhalt eine so umfangreiche Statistik-Runde hat, scheint sich noch nicht so herumgesprochen zu haben. Mit etwas über 200 Funden für die erste 15 Dosen Kleinrunde, seit 21. April bisher ein etwas schwaches Ergebnis. Und auch die rund 30 Logs für die ab 11. Juni veröffentlichten Caches sind eigentlich auch recht mager.
Anscheinend wurde die Runde überregional noch nicht entdeckt oder die in Frage kommenden Cacher sind noch am Blaumilchkanal, bei der Säubrennerrunde,  Rund ums Herzogtum oder auf ähnlichen Touren unterwegs. Aber das wird sich sicher noch ändern.

"Keiner mag Statistikrunden, aber jeder macht sie ?!" schreibt Scom in der Cachebeschreibung und damit scheint er doch schon ausreichend Erfahrung zu haben. 
Naja, jeder macht sie ja auch wieder nicht und es gibt viele, die teilweise sehr energisch gegen diese Statistikflut argumentieren.
Langlebig sind sie auch nicht immer und manche dieser Runden ist längst wieder eingestampft, weil der zeitliche Aufwand für Pflege und Wartung durch den Owner schon sehr groß wird und ihm dann häufig im Laufe der Zeit auch die Lust dazu vergeht.

Aber solange beim zufälligen Treffen zweier sich nicht bekannter Cacher im Gespräch schon bald nach der Anzahl der gefundenen Caches gefragt wird und eine hohe Zahl dann anerkennende Bewunderung hervorruft, solange werden Statistik-Runden ihre Fans haben.
Wer sie nicht mag, der kann sie ja ignorieren und wer Spaß daran hat, der soll sie machen – solange sie existieren.

Sehen wir uns in Ohrsleben? 
So schnell wahrscheinlich nicht, denn zuerst muss ich noch nach Jülich.

Kommentare:

  1. Seit nem halben Jahr dabei und legt jetzt 250 Dosen? Ich hoffe, er sammelt die auch wieder ein wenn er keinen Bock mehr hat.

    Und ansonsten sind das wohl Caches, die kein Mensch braucht.

    Ich werds wohl nicht nach Ohrsleben schaffen - lebenslang.

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  2. Super, vielen Dank, nun weiß ich wenigstens, wo ich nie zum Cachen hinfahren werde! So ein Irrsinn, zu glauben, dass man allein wegen hoher Fundzahlen ein toller Cacher ist. Höher, schneller, weiter, das ist die einzige Denke dahinter und genau die hat uns schon diverse Finanzkrisen eingebrockt und inzwischen auch eine Cache-Krise. Warum sonst muss es wohl Events wie in Schwerte geben, um den Unmut der Förster und Jäger ein wenig zu relativieren. Die wissen nämlich nun auch, dass es umweltbewusste Cacher gibt und solche, die nur die nächste Dose im Sinn haben.

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  3. Auch ich werde da sicher nicht extra hinfahren.Ich mache fast alle Arten von Caches, aber immer, wenn ich von so einer "Runde" nach Hause komme habe ich einen faden Geschmack im Mund, während nach 2 schönen Multis das Herz nach 3 Monaten noch springt, wenn man sich dran erinnert.

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  4. zum glück meiden sie die gegend

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