Dienstag, 2. August 2011

Ein guter Grund den Zollernalbkreis zu besuchen

Im Herzen von Baden-Württemberg in der Region Neckar-Alb südlich von Tübingen liegt der Zollernalbkreis und es gibt gute Gründe diese Gegend zu besuchen.
Einer davon ist die Burg Hohenzollern, die Stammburg des ehemals regierenden deutschen Kaiserhauses, die jährlich von rund 300.000 Besuchern erstürmt wird. Dabei war sie Anfang des 19. Jahrhunderts nur noch eine Ruine und der heutige Bau wurde erst von 1850 – 1867 auf dem isolierten Bergkegel gebaut. Sie liegt auf einem weithin sichtbaren Zeugenberg, schaut aus wie eine mittelalteerliche Ritterburg und erinnert an ein Klein-Neuschwanstein. Durch ein Erdbeben wurde sie 1978 schwer beschädigt und erst in den 90er Jahren waren die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen.
Erdbeben sind im geologisch unruhigen Zollerngraben überhaupt ein im Abstand von 30 – 35 Jahren wiederkehrendes Problem. 1911 wurde ein Wert von 6,1 auf der Richterskala gemessen. 1943 dann 5,6 und 1978 entstanden bei 5,7 Schäden von 100 Millionen DM. Letztmalig wurden 2003 minutenlange Stösse bei 4,4 in Sigmaringen gemessen. Für die nächsten Jahre sollte eigentlich Ruhe herrschen und damit das Risiko eines Besuchs zu vernachlässigen sein.

Auch wenn „Der Zollernberg ruft“, von dieser Rundwanderung um die Burg Hohenzollern mit acht Tradis und einem Bonus hat mich der zu erwartende Muggelansturm abgehalten.
Ich habe mich bei meinem Besuch für die Runde „Ab in den Wald“ von mapa8387 entschieden und diese Waldwanderung kann ich nur jedem empfehlen. Mit dieser Einschätzung stehe ich nicht allein, denn der Bonus hat allein 100 Favoritenpunkte und ungewöhnlich für eine Runde, dass auch jeder Einzelcache eine ganze Anzahl von Favoritenpunkte erhalten hat.
Auf Forststraßen und –wegen, bei denen man auch nach längerem Regen kaum Gefahr läuft über die Knöchel im Matsch und Schlamm zu versinken, geht es auf organisch aufgebauter Runde etwa 8,5 km und 235 Höhenmetern durch den Hechinger Stadtwald. Gemütlich schafft man es in 3 – 3 ½ Stunden.
Mapa8387 haben sich was einfallen lassen und jeder einzelne Cache ist ein Unikat, das sich nicht wiederholt. Originell und einfallsreich sind sie alle und liebevoll gebastelt und platziert. Wenn seit November 2010 über 300 Teams die Runde absolviert haben, dann sind „Cachertrails“ nicht zu vermeiden. Aber die können auch in die Irre locken und ein bombastischer Baumstumpf, zu dem die Spuren führen, ist eben dann nicht die gesuchte Location. Fair sind sie alle versteckt und DNFs sollte es keine geben und nach dem Bonus – ohne umfangreiche Rechenaufgaben – ist man fast schon wieder am Parkplatz angelangt.
Einer der schönsten Rundwanderwege seit langem.

Wem diese Runde nicht reicht, der kann 15 km weiter zum Traufgänger werden.
Vom SAV-Wanderheim-Nägelehaus aus hat man nach ein paar Hundert Meter vom Bella Vista Trauffelsen einen herrlichen Blick vom Albtrauf ins Tal und über den Earthcache Hohenzollerngraben und einem weiteren Tradi ist man nach rund 2,3 km wieder am Nägelehaus.

Das hat allerdings am Montag und Dienstag Ruhetag und so musste ich meinen 306. Landkreis auf meiner 435-Challenge mit etwas warm gewordenen Wasser und der letzten Banane am Parkplatz feiern.

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