Sonntag, 6. Oktober 2013

10 Jahre Earthcaches

C The Geological Society of America. Inc
Mit weltweit Hunderten von Events wurde im Mai 2010 das 10-jährige Jubiläum von Geocaching gefeiert. Groundspeak spendierte für alle an diesem Tag durchgeführten Events sogar ein besonderes Souvenir.
Vielleicht wird es zum 10-jährigen Jubiläum der Earthcaches auch ein Souvenir geben, nur Hunderte von Events werden wohl nicht organisiert werden, um die Veröffentlichung des 1. Earthcache südlich von Sydney, Australien GCHFT2 Earthcache I – a simple geologytour of Wasp Head am 10.Januar 2014 zu feiern.


The Geological Society of America die die Idee der Earthcaches entwickelt und gemeinsam mit Groundspeak umgesetzt hat, kann über die Entwicklung der Earthcaches zufrieden sein. Die Idee „Learning about the planet we call home“  und „Let the Earth be your teacher!“  wurde von Geocachern weltweit aufgegriffen und auf Basis der speziellen EC-Richtlinien Caches entwickelt. Nicht immer reicht es, statt der nicht vorhandenen Dose ein Informationsschild an einer geologischen Besonderheit zu suchen, um die notwendigen Antworten als Besuchsnachweis zu finden. Manche ECs sind zeitlich ziemlich aufwändig und kaum im Vorbeifahren zu erledigen. Zugegeben, es gibt auch andere - zu viele nach meinem Geschmack.

Am 15. Oktober 2004 wurde mit dem  GCM2RB Katzenbuckel Vulcano Earthcache der 1. Earthcache in Deutschland freigeschaltet. Heute, nach knapp 9 Jahren, kann man in unserem Land  3.135 Earthcaches suchen. Gegenüber der Entwicklung der „sonstigen“ bei Groundspeak gelisteten Caches von inzwischen über 2,1 Millionen sind die weltweit rund 16.200 ECs eine wenig verbreitete Cache-Species. 

Das mag vielleicht auch daran liegen, dass eine Filmdose oder ein Petling schneller an eine Leitplanke geklemmt, an einer Wurzel deponiert oder in einen Baum gehängt werden kann. Earthcaches zu entwickeln, um anderen eine geologische Besonderheit zu zeigen ist mit größerem Aufwand verbunden und wird vor Freischaltung intensiver geprüft als „normale“ Caches. Manchmal, wenn man schon stolz auf sein Werk bzw. das Listing blickt und nur noch das formale OK der Freischaltung erwartet, wird der Cache auch verworfen. Alles umsonst  – zum Ärger und Leidwesen des Owners. Ich schreibe da aus eigener Erfahrung!

Der wohl am häufigsten geloggte deutsche EC ist The Cologne Cathedral – A GeologicalPoint of View“
Der kann von der Kölner Domplatte aus geloggt werden und das haben seit November 2006 auch fast 6.000 Geocacher so praktiziert. Der vom Owner Ende Januar 2009 installierte Flagcounter dokumentiert fast 80.000 Besucher seines Listings. Dafür ist sicher auch die Geological Society of America mit verantwortlich, die diesen Cache als leuchtendes Beispiel für einen Earthcache bezeichnet und in die Liste der Top 10 ECs aufgenommen hat. Einen derartigen Erfolg hat der Owner Thoto bei keinem seiner 69 anderen ECs je wieder erreicht.

Wenn es um ECs geht, dann kommt man auch am Team sissifalke nicht vorbei. Wer Earthcaches ernsthaft sucht, der wird sicher auch einen der in fast allen deutschen Bundesländern verstreuten 69 ECs dieses Owners bereits gefunden haben. Nicht nur das Auslegen, sondern auch das Suchen von ECs ist beim Team sissifalke ein Schwerpunkt: Die 525 gefundenen ECs sprechen eine deutliche Sprache.
Getoppt wird die Zahl der gefundenen ECs vom Team Rote Teufel, die es bisher auf 964 gefundene Earthcaches bringen und bis zum Jubiläum sicher die 1.000er-Grenze überschreiten werden. Dann ist es an der Zeit, im  Profil das selbstgebastelte Banner zum 900. EC-Fund zu aktualisieren.

Earthcaches sind in Deutschland ziemlich unterschiedlich verteilt. Die meisten gibt es in Nordrhein-Westfalen (512), Bayern (476) und Niedersachsen (375) zu finden. Hamburg, Berlin und Bremen rangieren am Ende der Tabelle.

Ganz anders sieht es aus, wenn man die Anzahl der ECs zur Fläche des Bundeslandes in Bezug setzt. Dann sind die kleinen plötzlich ganz groß. Pro 31,5 Quadratkilometer gibt es in Hamburg einen Earthcache und in Bremen einen auf 59,9 qkm. Mecklenburg-Vorpommern (293,6 qkm/EC) und Brandenburg (517,2 qkm/EC) bilden dann die Schlusslichter.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass es im Norden nur eintönige, langweilige und geologisch völlig uninteressante Landschaften gibt und Earthcaches deshalb so dünn gesät sind. 

Es mag wohl an einer anderen Art des Cachens liegen oder an einer Scheu vor der arbeitsintensiven Entwicklung eines Earthcache, dass man hier weite Wege gehen muss, um einen EC zu suchen. 

Aber, was nicht ist, das kann sich ja noch ändern.
Ein Event zum 10-jährigen Jubiläum der Earthcaches wäre da schon mal ein guter Anfang.

3 Kommentare:

  1. Es gab im Mai 2010 kein Souvenir für die Events, sondern ein besonderes Event-Icon. Dass die Zahl der ECs nicht so stark zugenommen hat, liegt auch an GS selbst. Die letzten drei ECs von mir wurden einfach abgelehnt. Es wird einem da echt schwer gemacht. Mir ist die Lust vergangen.

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    1. Danke für den Hinweis. Du hast absolut recht: "10 Jahre Geocaching" Es war ein spezielles Icon und kein Souvenir. Für die Prüfung und Freischaltung ist aber nicht GS verantwortlich. Da spielt immer noch die Geological Society of America und deren Richtlinien die wesentliche Rolle, auch wenn Reviewer of in Personalunion für GSA und GS aktiv sind.

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  2. Auch ich habe davon gehört, dass das Freischalten neuer EC`s ein ziemliches Unterfangen ist. Und habe mir die aktuellen Regularien durchgelesen, die sind auch wirklich streng. Dass man bei nem Earthcache an einem Wanderweg, wo ja nicht mal eine Dose versteckt wird, inzwischen aufgefordert wird, eine Genehmigung der Verwaltung, auf deren Gebiet der Weg liegt, vorzulegen, grenzt aber meiner Meinung nach an Idiotie. Ich habe auch 2 Ideen für nen EC, aber ich verkneife es mir, auf so einen Quatsch habe ich keine Lust.

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