Donnerstag, 10. März 2011

Nach Gerolstein nicht des Sprudels wegen oder neun Finds und keine Dose

Die Vulkaneifel ist immer noch ein weißer Fleck auf meiner Rheinland-Pfalz Karte. Als Pre-Tour zur Laacher Runde und dem Besuch vom "Field of Fame" sollte auch dieser Landkreis Farbe bekommen.
Und die Vulkaneifel brachte auch eine neue Erfahrung: Neun gefundene Caches und keine einzige Dose mit Logbuch! Wie das geht? Ich habe mich in dieser geologisch so interessanten Gegend ausschließlich auf Earthcaches konzentriert und da wird man halt vergebens ein Döschen oder ein Logbuch suchen.
Ein amerikanischer Caching Buddy, dem von der Statistik der gefundenen Caches her andere davon eilen, hat mir erzählt, dass ein Earthcache 10 Mal soviel "Arbeit" macht als ein Tradi. Nicht verwunderlich bei vielen in den USA lieblos in die Gegend geworfenen Döschen. Aus seinen 400 gefundenen ECs hat er dann flugs 4000 finds errechnet und jetzt ist die Welt für ihn wieder in Ordnung. Ganz so aufwändig sind sie wohl nicht und ob es jetzt ein paar mehr oder weniger finds auf dem Konto stehen, das relativiert sich mit der Zeit.
Für mich ist ein Earthcache immer noch ein Highlight für den ich gerne einen Umweg mache. Das war bei der Runde um Gerolstein nicht notwendig, denn hier reihen sie sich fast organisch aneinander.


Nach dieser Tour kann ich die Eigenschaften von einem Maar herbeten. Am Besten gefallen hat mir das Eichholzmaar, weil es so klein und irgendwie putzig ist. Es gibt beeindruckendere Maare, aber hier strahlt eine gewisse Ruhe aus bei der man eine Rast einlegen und die Seele durchbaumeln lassen kann.


Die coloured sandstone cliffs waren mein Favorit am Vormittag. Kein Hin und Mit, sondern ein Earthcache, den man auf einem 1,2 km langen Rundweg erwandern kann. Es war mit Temperaturen um den Gefrierpunkt noch recht kalt und die Wege leicht angefroren. Auch die Romantik, die abgefragt wird, lässt durch den Baumeinschlag zu wünschen übrig. Wenn man dann aber an der Location ankommt, dann belohnt einem die Sicht auf ein farbenprächtiges und durch die Verwitterung bizarr eingekerbtes Sandsteingebilde.


Zur Tuffwand am Giesenheld gelangt man nach einem kleinen Spaziergang auf Waldwegen. Der Giesenheld Vulkan ist ein Schichtvulkan, bei dem sich abwechselnd Tuffe und Basaltlava augeschichtet haben. Bruchstücke aus dem Untergrund sind von der Magma mitgerissen worden und so an die Oberfläche gelangt. Herausgeschleuderte Wurfschlacken und Lavafetzen verschweißten sich beim Aufschlagen mit dem Unteergrund und so zeigt sich heute ein farbenprächtiges Bild von Tuffablagerungen. Hangaufwärts ist erstarrte Basaltlava in schöner Säulenform zu sehen. Ein Besuch lohnt sich!


Mein absolutes Highlight am heutigen Tag waren die Booser Wellen. Wenn man vom empfohlenen Parkplatz aus ca. 20 Minuten zum Eifelturm - dem mit einem f - wandert, dann sieht man einen Aufschluss mit einer Vulkanbombe. Der 250 kg schwere Stein wurde bei einem Vulkanausbruch ausgeworfen und ist so auf die Erdoberfläche geknallt, dass sich die abgelagerten Schichten ganz schön verbogen haben. So etwas sieht man nicht alle Tage.


Neben diesem Earthcache gibt es mit der "Kratertour am Eifelturm" noch einen EC und wenn man nach einer Besteigung des Turms und Rundblick über die Landschaft diese windige und zugige Plattform verlässt, dann findet man endlich auch einen traditionellen Cache aus 2003 mit Logbuch! Man hätte ja sonst Entzugserscheinungen.

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