Mittwoch, 30. März 2011

"Lone Wolf": Er läuft und läuft und läuft

Canis lupus, der Wolf hat ja nicht gerade den besten Ruf und aus Horrorgeschichten und Märchen ist er uns nur als blutrünstige Bestie bekannt. In Deutschland wurde er gejagt und getötet und 1846 wurde der letzte seiner Art in Bayern erschossen. Naja, die haben ja auch Bruno auf dem Gewissen.
Dabei ist der Wolf ein inteliggentes und scheues Lebewesen, das in kleinen Rudeln mit einem ausgeprägten Sozialverhalten lebt. 2003 ist er dann zum "Tier des Jahres" gewählt worden. Und eigentlich ist er ja ein recht hübscher Kerl.
Das kann man jetzt von meinem Lone Wolf wohl kaum behaupten. Trotzdem ist er mir so richtig ans Herz gewachsen, denn Lone Wolf ist mein allererster Travelbug, den ich als Geocaching-Newbie von Heidelberg aus auf die Reise schickte.
Er sollte auf der Suche nach Artgenossen durch möglichst viele Länder streifen, um dann nach Besuchen in mindestens 10 Ländern zum "Grauen Wolf", dem Führer seines Rudels, zurückzukehren.
Es wurde eine Reise mit Hindernissen!
In England bekam er ein neues Halsband, weil sonst die Kennmarke abgefallen wäre, und obwohl er anschliessend in Amsterdam war, ist dieser Besuch nie richtig dokumentiert worden. Da wurde er ohne das Einloggen abzuwarten einfach gegrabbed und so fehlen halt die Niederlande. Ein paar Tage sollte man schon abwarten, wenn ein TB noch nicht im Cache eigeloggt ist.
Dann ging es gleich 6.227 km weiter nach Wisconsin und Texas. Ob es da jemals Wölfe gegeben hat? Über Louisiana, Mississippi, Maryland besuchte Lone Wolf auch New York und Utah. Nach Rückkehr und einem Kurzurlaub in Tromsö, Norwegen ging es nach Tschechien und in die Slowakei, nach Paris und - jetzt doch dokumentiert - in die Niederlande. Inzwischen streift er durch die belgischen Wälder.
Seit er seine Reise im Janur 2004 begann hat er fast 29.000 km zurückgelegt. 174 Geocacher haben ihn gesehen oder auf seinem Weg weitergeholfen.
Das ist schon toll und zeigt, dass das System funktioniert. Darüber freut sich nicht nur der Owner, sondern sicher auch die 7 Cacher, die ihn auf der Watchlist haben.

Dass es auch anders gehen kann zeigt meine Gauss Geocoin. Die sollte in Deutschland bis nach Braunschweig und Göttingen reisen und ging - ohne einen einzigen Kilometer - gemeinsam mit dem Cache verloren. Zumindest konnte ich sie noch auf dem jetzt wegen Überfüllung oder von Groundspeaks Gnaden archivierten Austrian TB Graveyard nahe dem Mittelpunkt Österreichs zu Grabe tragen und sie virtuell mit einer Träne im Knopfloch in den Toplitzsee werfen.
Da soll ja noch mehr wertvolles Zeugs drin liegen.

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